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  • Bildungshypothese

    Die Bildungshypothese besagt, dass Personen mit höherer Bildung andere Wertvorstellungen und Präferenzvorstellungen haben. Nimmt der Anteil dieser Personen in einer Gesellschaft zu, verändert sich auch das gesellschaftliche Wertesystem entsprechend. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 166) Beispiel: In einer Gesellschaft mit steigendem Bildungsniveau legen immer mehr Menschen Wert auf Umweltschutz und politische Mitbestimmung – Themen, die früher weniger Priorität hatten. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Wertewandelhypothese

    Die Wertewandelhypothese besagt, dass sich gesellschaftliche Werte von Pflichtorientierung und Autoritätsorientierung hin zu Selbstentfaltung verschieben – jedoch ohne dass sich alte Werte vollständig auflösen. Stattdessen können verschiedene Werte nebeneinander bestehen. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 165 f.) Beispiel: Ein junger Mitarbeiter legt heute mehr Wert auf persönliche Entwicklung und flexible Arbeitszeiten (Selbstentfaltung), während ältere Generationen stärker auf Disziplin und Gehorsam gegenüber Vorgesetzten (Pflicht und Autorität) fokussiert waren. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Inglehart-Hypothese

    Die Inglehart-Hypothese beschreibt einen Wertewandel von materiellen Werten (wie Sicherheit und Wohlstand) hin zu postmateriellen Werten (wie Selbstverwirklichung und Mitbestimmung), ausgelöst durch wachsenden Wohlstand und sichere Lebensbedingungen. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 165 f.) Beispiel: In der Nachkriegszeit strebten viele Menschen in Deutschland nach materieller Sicherheit (z. B. fester Job, Wohnung). Heute legen jüngere Generationen mehr Wert auf persönliche Entfaltung und sinnvolle Arbeit – also postmaterielle Werte. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Präferenzreihung

    Präferenzreihung bedeutet, dass Menschen bestimmte Werte oder Zustände gegenüber anderen bevorzugen und in eine persönliche Rangfolge bringen – z. B. wird Freiheit höher bewertet als Sicherheit. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 164) Beispiel: Eine Person stellt in ihrer Werteskala „Familie“ über „Karriere“ und entscheidet sich daher gegen eine Beförderung, um mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Wertewandel

    Wertewandel bezeichnet die Veränderung gesellschaftlicher Vorstellungen darüber, was als wünschenswert und richtig gilt – etwa im Hinblick auf Arbeit, Familie oder Lebensstil. Diese Veränderungen beeinflussen das Verhalten von Menschen und wirken sich auf die Gestaltung der Personalarbeit aus. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 164 ff.) Beispiel: Früher war Karriere mit hohem Einkommen und Status das wichtigste Arbeitsziel. Heute legen viele junge Beschäftigte mehr Wert auf Work-Life-Balance, Sinnhaftigkeit und flexible Arbeitszeiten. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Maskulinität

    Maskulinität beschreibt in Hofstedes Kulturforschung eine Gesellschaft, in der Werte wie Wettbewerb, Anerkennung, Leistung, sozialer Status und materieller Erfolg besonders wichtig sind. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 161 ff.) Beispiel: In Italien wird in der Arbeitswelt oft großer Wert auf Wettbewerb und beruflichen Erfolg gelegt, während in Schweden eher Zusammenarbeit und Work-Life-Balance im Vordergrund stehen. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Individualismus

    Individualismus beschreibt eine Kultur, in der das Individuum und seine eigenen Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. In individualistischen Gesellschaften, wie den USA, sind die Beziehungen zwischen Menschen eher locker, und jeder achtet vor allem auf sich selbst und seine Kernfamilie. Konfrontatives Verhalten wird eher akzeptiert als in kollektivistischen Kulturen. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 161 ff.) Beispiel: In den USA wird oft erwartet, dass Menschen eigenständig Entscheidungen treffen und ihre persönlichen Ziele verfolgen. Zum Beispiel legen Mitarbeiter dort großen Wert auf individuelle Leistung und persönliche Freiheit im Beruf. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Machtdistanz

    Machtdistanz beschreibt, wie stark Ungleichheiten und Autoritäten in einer Kultur akzeptiert werden. Hohe Machtdistanz bedeutet große Akzeptanz von Hierarchien, niedrige Machtdistanz steht für Gleichberechtigung. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 161 f.) Beispiel: In Ländern mit hoher Machtdistanz wie Indien akzeptieren Mitarbeiter, dass Vorgesetzte klare Anweisungen geben und Entscheidungen treffen, ohne viel Diskussion. In Ländern mit niedriger Machtdistanz wie Schweden wird erwartet, dass Führungskräfte die Meinungen der Mitarbeiter einbeziehen und Entscheidungen gemeinsam treffen. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Konfliktorientierte Systeme

    Konfliktorientierte Systeme sind durch eine dezentrale Regelung von Arbeitsbedingungen auf Unternehmensebene geprägt. Es fehlen meist institutionalisierte Mitbestimmungsrechte, weshalb Konflikte zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern häufig offen und durch Arbeitskämpfe ausgetragen werden. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 155 ff.) Beispiel: In einem britischen Unternehmen streiken die Beschäftigten, weil der Arbeitgeber ohne Absprache Löhne kürzen will. Da es keine verpflichtenden Mitbestimmungsrechte gibt, müssen solche Konflikte oft durch Streiks gelöst werden. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Verhandlungsorientierte Systeme

    Verhandlungsorientierte Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass Mitbestimmung hauptsächlich durch tarifvertragliche Verhandlungen erfolgt, die prozessorientiert gestaltet sind. Sie bieten flexible Lösungen auf betrieblicher Ebene und kombinieren gesetzliche Rahmenbedingungen mit tariflichen Aushandlungsprozessen. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 155 ff.) Beispiel: In einem schwedischen Unternehmen verhandeln Arbeitgeber und Gewerkschaft auf Branchenebene einen Tarifvertrag über Arbeitszeiten. Gleichzeitig darf das Unternehmen mit dem Betriebsrat vor Ort individuelle Lösungen zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung für bestimmte Abteilungen vereinbaren. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Harmonieorientierte Systeme

    Harmonieorientierte Systeme sind durch eine zentrale gesetzliche Regelung und stark normierte Arbeitsbeziehungen gekennzeichnet. Arbeitnehmerpartizipation ist institutionalisiert, Konflikte werden strukturiert gelöst, und Tarifverträge regeln wesentliche Arbeitsbedingungen. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 155 ff.) Beispiel: In Deutschland verhandeln Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände Tarifverträge auf Branchenebene, während Betriebsräte auf Unternehmensebene bei Entscheidungen mitwirken – etwa bei Arbeitszeiten oder Entlassungen. Konflikte werden meist durch festgelegte Verfahren wie Einigungsstellen gelöst. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Psychologische Arbeitsvertrag

    Der psychologische Arbeitsvertrag umfasst unausgesprochene Erwartungen und wechselseitige Versprechen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die über den schriftlichen Arbeitsvertrag hinausgehen, jedoch rechtlich nicht einklagbar sind. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 153 ff.) Beispiel: Ein Bewerber erhält im Vorstellungsgespräch die Zusage, er könne im Unternehmen „schnell Verantwortung übernehmen“. Im Arbeitsalltag bekommt er jedoch nur Routineaufgaben – er empfindet das als Vertragsbruch und verliert Motivation. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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