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- Überschusspolitik
Die Überschusspolitik ist eine fiskalpolitische Maßnahme zur Bekämpfung von Inflation, bei der der Staat mehr Einnahmen als Ausgaben erzielt und den Überschuss dem Wirtschaftskreislauf entzieht. Dadurch wird die gesamtwirtschaftliche Nachfrage gedämpft. (vgl. Eggert/Minter 2013, S. 211) Beispiel: In einer Hochkonjunktur erhöht der Staat die Steuern und senkt gleichzeitig die Ausgaben, sodass ein Haushaltsüberschuss entsteht. Eggert, W.; Minter, S. (2013): Kompakt-Lexikon. Finanzwissenschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Trennsystem
Das Trennsystem ist eine Form der Steuerertragshoheit, bei der jede staatliche Ebene (Bund, Länder, Gemeinden) eigene, klar abgegrenzte Steuerquellen erhält. Dadurch werden Überschneidungen bei den Steuereinnahmen vermieden. (vgl. Eggert/Minter 2013, S. 209) Beispiel: Die Grundsteuer steht ausschließlich den Gemeinden zu und wird nicht mit Bund oder Ländern geteilt. Eggert, W.; Minter, S. (2013): Kompakt-Lexikon. Finanzwissenschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Treibstoffsteuer
Die Treibstoffsteuer ist eine Energiesteuer auf Kraftstoffe (z. B. Benzin und Diesel). Sie soll Einnahmen erzielen und den Kraftstoffverbrauch bzw. die Straßennutzung beeinflussen. (vgl. Eggert/Minter 2013, S. 209) Beispiel: Wer mehr Benzin verbraucht, zahlt mehr Treibstoffsteuer als jemand, der wenig fährt. Eggert, W.; Minter, S. (2013): Kompakt-Lexikon. Finanzwissenschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Transfers
Transfers sind Geldanlagen oder Sachleistungen, die ohne direkte Gegenleistung zwischen Staat, Haushalten oder anderen Wirtschaftssektoren erbracht werden. Sie dienen häufig der Einkommensumverteilung. (vgl. Eggert/Minter 2013, S. 209) Beispiel: Kindergeld, Bürgergeld oder Renten sind staatliche Transferzahlungen an private Haushalte. Eggert, W.; Minter, S. (2013): Kompakt-Lexikon. Finanzwissenschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Transfermultiplikator
Der Transfermultiplikator gibt an, um wie viel sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verändert, wenn der Staat seine Transferzahlungen (z. B. Sozialleistungen) erhöht oder senkt. Da Empfänger nur einen Teil der Transfers ausgeben, ist seine Wirkung geringer als die des Staatsausgabenmultiplikators. (vgl. Eggert/Minter 2013, S. 209) Beispiel: Erhöht der Staat das Bürgergeld oder das Kindergeld, steigt der private Konsum, wodurch das BIP zunimmt. Eggert, W.; Minter, S. (2013): Kompakt-Lexikon. Finanzwissenschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Transferansatz
Der Transferansatz besagt, dass staatliche Schulden zu einer Umverteilung von Einkommen führen können: Wohlhabende erhalten Zinsen aus Staatsanleihen, während die Rückzahlung über Steuern von der Allgemeinheit finanziert wird. (vgl. Eggert/Minter 2013, S. 208 f.) Beispiel: Vermögende kaufen Staatsanleihen und erhalten Zinsen. Die Rückzahlung erfolgt später aus Steuereinnahmen, die von allen Bürgern aufgebracht werden. Eggert, W.; Minter, S. (2013): Kompakt-Lexikon. Finanzwissenschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Thiebout-Theorem
Das Thiebout-Theorem besagt, dass Bürger ihren Wohnort nach dem Angebot öffentlicher Leistungen und der dafür erforderlichen Steuerbelastung wählen („Voting by Feet“). So entsteht ein Wettbewerb zwischen Gemeinden um Einwohner. (vgl. Eggert/Minter 2013, S. 208) Beispiel: Eine Familie zieht in eine Gemeinde mit guten Schulen, obwohl dort die Grundsteuer höher ist, weil das Gesamtangebot ihren Bedürfnissen besser entspricht. Eggert, W.; Minter, S. (2013): Kompakt-Lexikon. Finanzwissenschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Tariffreibetrag
Der Tariffreibetrag war ein zeitlich befristeter Steuerfreibetrag für Personen mit Wohnsitz in den neuen Bundesländern. Er galt von 1991 bis 1993 und verringerte das zu versteuernde Einkommen. (vgl. Eggert/Minter 2013, S. 208) Beispiel: Eine Person mit Wohnsitz in Sachsen konnte in den Jahren 1991–1993 den Tariffreibetrag nutzen und dadurch weniger Einkommensteuer zahlen. Eggert, W.; Minter, S. (2013): Kompakt-Lexikon. Finanzwissenschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Tabaksteuer
Die Tabaksteuer ist eine Verbrauchsteuer auf Tabakwaren (z. B. Zigaretten oder Zigarren). Sie wird vom Bund erhoben und dient sowohl der Einnahmeerzielung als auch der Gesundheitsprävention, indem sie den Tabakkonsum verteuern soll. (vgl. Eggert/Minter 2013, S. 207 f.) Beispiel: Beim Kauf einer Schachtel Zigaretten ist ein Teil des Verkaufspreises Tabaksteuer, die an den Bund abgeführt wird. Eggert, W.; Minter, S. (2013): Kompakt-Lexikon. Finanzwissenschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Sunset Legislation
Sunset Legislation ist das Prinzip, staatliche Programme und Gesetze von vornherein zeitlich zu befristen. Nach Ablauf gelten sie nur weiter, wenn sie erneut beschlossen werden. (vgl. Eggert/Minter 2013, S. 205 f.) Beispiel: Ein staatliches Förderprogramm für Elektroautos wird zunächst auf 5 Jahre befristet. Danach entscheidet das Parlament, ob es verlängert oder beendet wird. Eggert, W.; Minter, S. (2013): Kompakt-Lexikon. Finanzwissenschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Subventionsbericht
Der Subventionsbericht ist ein alle zwei Jahre von der Bundesregierung veröffentlichter Bericht, der Höhe, Entwicklung und Arten staatlicher Subventionen (Finanzhilfen und Steuervergünstigungen) darstellt. Er dient der Kontrolle und Transparenz staatlicher Fördermaßnahmen. (vgl. Eggert/Minter 2013, S. 205) Beispiel: Im Subventionsbericht wird aufgeführt, wie viele Finanzhilfen und Steuervergünstigungen der Staat für den Wohnungsbau oder die Landwirtschaft gewährt hat. Eggert, W.; Minter, S. (2013): Kompakt-Lexikon. Finanzwissenschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Substanzsteuern
Substanzsteuern sind Steuern, die an das Vermögen bzw. den Vermögensbestand und nicht an laufende Erträge oder Einkommen anknüpfen. (vgl. Eggert/Minter 2013, S. 205) Beispiel: Die Grundsteuer ist eine Substanzsteuer, da sie auf den Besitz eines Grundstücks erhoben wird, unabhängig davon, ob das Grundstück Erträge erzielt. Eggert, W.; Minter, S. (2013): Kompakt-Lexikon. Finanzwissenschaft. Wiesbaden: Springer Fachmedien


