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- Referendariat - 64. Schultag
Heute stand ein besonderer Termin in meinem Referendariat an: die Gruppenhospitation. Im Fach Geschäftsprozesse habe ich im Bildungsgang der Industriekaufleute eine Unterrichtsstunde geleitet, die ich gemeinsam mit einem Mitreferendaren vorbereitet hatte. Das Thema war ein Klassiker der Finanzierung: Leasing versus Kreditkauf, konkret erarbeitet am Praxisbeispiel einer Firmenfahrzeug-Anschaffung. Wie es im Schulalltag oft so ist, lief die Stunde nicht exakt nach dem „Masterplan“. Doch auch wenn ich vom ursprünglichen Entwurf abweichen musste, konnte ich alle geplanten Phasen erfolgreich abschließen. Der Einstieg gelang sehr organisch: Ich präsentierte den Lernenden die Ausgangssituation, woraufhin sie selbstständig den Arbeitsauftrag formulierten. Da die Begriffe Kreditkauf und Leasing sofort fielen, fiel mir der Übergang in die Erarbeitung leicht. Im Nachhinein wurde mir jedoch klar, dass ich diese Begriffe vor der Arbeitsphase noch einmal explizit hätte klären sollen. Diese fehlende Präzision führte dazu, dass sich einige Lernende im Umgang mit den konkreten Angeboten zunächst schwertaten. Methodisch setzte ich auf das bewährte Think-Pair-Share-Verfahren. Nach einer individuellen Kostenberechnung tauschten sich die Lernenden in Partnerarbeit aus, um ihre Ergebnisse zu validieren. Dabei mussten sie nicht nur rechnen, sondern auch die Leitlinien des Unternehmens einbeziehen, um eine fundierte Entscheidung für eine der beiden Finanzierungsformen zu treffen. Nach der Ergebnissicherung im Plenum beendete ich die Stunde mit einer Evaluation durch ein One-Minute-Paper. In der anschließenden Reflexion mit unserer Fachleitung haben wir die Stunde gemeinsam analysiert. Dabei wurden viele spannende Potenziale sichtbar, die mir für meine kommenden Unterrichtsbesuche wertvolle Impulse geben.
- Analytische Aussagen
Analytische Aussagen sind Aussagen, deren Richtigkeit allein durch logisches Denken und nicht durch Erfahrung oder Beobachtung der Realität überprüft wird. (vgl. Helfrich 2024, S. 47 ff.) Beispiel: „Alle Junggesellen sind unverheiratet.“ Helfrich, H. (2024): Wissenschaftstheorie für Betriebswirtschaftler. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Abduktion
Abduktion ist eine Schlussfolgerung, bei der man aus einer Beobachtung und vorhandenem Hintergrundwissen die plausibelste Erklärung für einen Einzelfall ableitet. (vgl. Helfrich 2024, S. 38 ff.) Beispiel: Ein Arzt sieht Fieber und Husten und schließt daraus, dass der Patient wahrscheinlich eine Grippe hat. Helfrich, H. (2024): Wissenschaftstheorie für Betriebswirtschaftler. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Funktionale Erklärung
Eine funktionale Erklärung erklärt ein Phänomen dadurch, welche Funktion oder Aufgabe es innerhalb eines übergeordneten Systems erfüllt. (vgl. Helfrich 2024, S. 28 f.) Beispiel: Die Arbeitsleistung eines Mitarbeiters trägt dazu bei, dass das Unternehmen insgesamt funktioniert und seine Ziele erreicht. Helfrich, H. (2024): Wissenschaftstheorie für Betriebswirtschaftler. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Finale Erklärung
Eine finale (teleologische) Erklärung erklärt ein Verhalten oder Ereignis durch den Zweck oder die Absicht, die damit erreicht werden soll. (vgl. Helfrich 2024, S. 28 f.) Beispiel: Menschen arbeiten, um Geld zu verdienen und ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Helfrich, H. (2024): Wissenschaftstheorie für Betriebswirtschaftler. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Kausale Erklärung
Eine kausale Erklärung erklärt ein Phänomen, indem sie den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung aufzeigt. (vgl. Helfrich 2024, S. 28 f.) Beispiel: Eine Gehaltserhöhung (Ursache) führt zu höherer Arbeitsleistung (Wirkung). Helfrich, H. (2024): Wissenschaftstheorie für Betriebswirtschaftler. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Wertnormen
Wertnormen sind spezifische Wertvorstellungen oder Leitprinzipien, die das Handeln von Organisationen oder Personen in bestimmten kulturellen oder wirtschaftlichen Kontexten bestimmen. (vgl. Helfrich 2024, S. 12) Beispiel: Ein Unternehmen berücksichtigt nicht nur die Interessen der Eigentümer, sondern auch die der Mitarbeitenden, Kunden und Umwelt (Stakeholder-Ansatz). Helfrich, H. (2024): Wissenschaftstheorie für Betriebswirtschaftler. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Ethische Normen
Ethische Normen sind allgemeine moralische Regeln und Wertmaßstäbe, die festlegen, was als richtiges und verantwortungsvolles Verhalten gilt, z. B. im wissenschaftlichen Arbeiten oder im Umgang mit Menschen. (vgl. Helfrich 2024, S. 11 f.) Beispiel: Ein Forscher kennzeichnet fremde Ideen korrekt und begeht kein Plagiat. Helfrich, H. (2024): Wissenschaftstheorie für Betriebswirtschaftler. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Handlungsnormen
Handlungsnormen sind wissenschaftlich abgeleitete Regeln oder Empfehlungen für zweckgerichtetes Handeln, die zeigen, wie ein bestimmtes Ziel erreicht werden kann. (vgl. Helfrich 2024, S. 11) Beispiel: Ein Unternehmen nutzt eine Entscheidungsregel (z. B. Nutzwertanalyse) zur Auswahl des besten Bewerbers, um eine Stelle möglichst optimal zu besetzen. Helfrich, H. (2024): Wissenschaftstheorie für Betriebswirtschaftler. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Erkenntnisnormen
Erkenntnisnormen sind innerwissenschaftliche Regeln und methodische Vorgaben, die sicherstellen, dass wissenschaftliche Aussagen systematisch, objektiv und intersubjektiv überprüfbar gewonnen werden. (vgl. Helfrich 2024, S. 11) Beispiel: Eine Studie muss so dokumentiert sein, dass andere Forschende das Experiment wiederholen und die Ergebnisse überprüfen können. Helfrich, H. (2024): Wissenschaftstheorie für Betriebswirtschaftler. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Wissenschaftliche Erkenntnis
Wissenschaftliche Erkenntnis ist Wissen, das systematisch mit wissenschaftlichen Methoden gewonnen, intersubjektiv überprüfbar, logisch widerspruchsfrei und prinzipiell widerlegbar ist. (vgl. Helfrich 2024, S. 8 ff.) Beispiel: Eine Studie untersucht mit einer Umfrage und statistischer Auswertung, ob Gehaltserhöhungen tatsächlich die Arbeitsleistung steigern. Helfrich, H. (2024): Wissenschaftstheorie für Betriebswirtschaftler. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien
- Alltagserkenntnis
Alltagserkenntnis ist Wissen, das aus persönlichen Erfahrungen, Beobachtungen und dem gesunden Menschenverstand entsteht, ohne systematische wissenschaftliche Methoden. (vgl. Helfrich 2024, S. 8 ff.) Beispiel: Jemand glaubt, dass Kaffee wach macht, weil er nach dem Trinken von Kaffee persönlich merkt, dass er sich weniger müde fühlt. Helfrich, H. (2024): Wissenschaftstheorie für Betriebswirtschaftler. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien


