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- Auftragsklärung
Die Auftragsklärung ist ein Prozess, bei dem Unklarheiten und offene Fragen eines Auftrags beseitigt und Einzelheiten präzisiert werden. Dabei werden beispielsweise der Leistungsumfang, die Anforderungen, die Zuständigkeiten, die Termine und die Rahmenbedingungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer abgestimmt. Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis des Auftrags zu schaffen und Missverständnisse bei der Durchführung zu vermeiden. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Auftragsklärung") Beispiel: Ein Unternehmen beauftragt eine Softwarefirma mit der Entwicklung einer neuen Website. Bei der Auftragsklärung besprechen beide Parteien, welche Funktionen die Website enthalten soll, wie das Design aussehen wird, bis wann die Website fertig sein muss und welches Budget zur Verfügung steht. Dadurch wissen sowohl der Auftraggeber als auch der Auftragnehmer genau, welche Leistungen vereinbart wurden und welches Ergebnis erwartet wird. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Auftragsbestätigung
Eine Auftragsbestätigung ist eine Mitteilung des Auftragnehmers an den Auftraggeber, in der bestätigt wird, dass der Auftrag angenommen wurde. Sie dient dazu, die Annahme des Auftrags schriftlich festzuhalten und kann wichtige Angaben wie den Leistungsumfang, den Preis und den Liefertermin enthalten. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Auftragsbestätigung“) Beispiel: Ein Unternehmen bestellt 20 Bürostühle bei einem Möbelhändler. Der Möbelhändler sendet dem Unternehmen eine Auftragsbestätigung, in der er die Bestellung, den Gesamtpreis von 4.000 € und den vereinbarten Liefertermin in zwei Wochen bestätigt. Damit weiß der Auftraggeber, dass der Auftrag angenommen wurde und die Lieferung wie vereinbart erfolgen soll. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Auftragsabwicklung
Die Auftragsabwicklung umfasst alle Aufgaben und Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit einem Auftrag von Anfang bis Ende durchgeführt werden. Dazu gehören sämtliche Schritte, die erforderlich sind, um die vertraglich vereinbarten Lieferungen und Leistungen vollständig und ordnungsgemäß zu erbringen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Auftragsabwicklung“) Beispiel: Ein Unternehmen bestellt bei einer Möbelfirma neue Büromöbel. Die Auftragsabwicklung umfasst alle Schritte von der Bestellannahme über die Planung und Herstellung der Möbel bis hin zur Lieferung, Montage und abschließenden Rechnungsstellung. Sobald alle vereinbarten Leistungen erbracht sind, ist der Auftrag abgeschlossen. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Auftragnehmer
Ein Auftragnehmer ist eine natürliche oder juristische Person, die einen Auftrag annimmt und die vertraglich vereinbarten Lieferungen oder Leistungen für den Auftraggeber erbringt. Dabei verpflichtet er sich, die vereinbarten Anforderungen hinsichtlich Qualität, Terminen und Kosten einzuhalten. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Auftragnehmer“) Beispiel: Ein Unternehmen beauftragt eine Baufirma mit dem Bau eines neuen Bürogebäudes. Die Baufirma ist der Auftragnehmer, da sie den Auftrag annimmt und das Gebäude gemäß den vertraglichen Vereinbarungen errichtet. Das Unternehmen, das den Bau in Auftrag gibt, ist der Auftraggeber. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Auftraggeber
Ein Auftraggeber ist eine natürliche oder juristische Person, die einen Auftrag zur Erbringung bestimmter Lieferungen oder Leistungen vergibt. Er legt die Anforderungen an das gewünschte Ergebnis fest und vereinbart mit dem Auftragnehmer die entsprechenden Bedingungen, beispielsweise Kosten, Termine und Qualität. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Auftraggeber“) Beispiel: Ein Unternehmen beauftragt eine Baufirma mit dem Bau eines neuen Bürogebäudes. Das Unternehmen ist der Auftraggeber, da es den Auftrag vergibt und die Anforderungen an das Gebäude festlegt. Die Baufirma ist der Auftragnehmer, der die vereinbarten Bauleistungen erbringt. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Aufgabe
Eine Aufgabe ist ein aus Zielen abgeleiteter Arbeitsauftrag an eine Person, eine Personengruppe oder eine Organisation, der unter bestimmten Bedingungen und mit festgelegten Mitteln erledigt werden soll, um ein vorgegebenes Ziel zu erreichen. Im Projektmanagement können Aufgaben unterschiedlich umfangreich sein und auf verschiedenen Gliederungsebenen eines Projekts vorkommen, beispielsweise als Teilaufgabe, Arbeitspaket, Vorgang oder Arbeitsschritt. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Aufgabe“) Beispiel: Bei einem Hausbau besteht die Aufgabe darin, das Dach fachgerecht einzudecken. Der Dachdecker erhält den Arbeitsauftrag, die Dachziegel gemäß den technischen Vorgaben und innerhalb des vereinbarten Zeitrahmens zu verlegen. Dafür nutzt er die erforderlichen Werkzeuge und Materialien. Das Ziel ist ein vollständig gedecktes, wetterfestes Dach, das den vereinbarten Qualitätsanforderungen entspricht. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Aufbaustruktur
Die Aufbaustruktur (Projektaufbaustruktur) beschreibt, wie ein Projekt in einzelne Bestandteile gegliedert wird. Diese Gliederung kann beispielsweise nach Objekten, Aufgaben, Projektphasen oder Zuständigkeiten erfolgen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Aufbaustruktur“) Beispiel: Bei der Planung eines Hausbaus kann die Aufbaustruktur nach Top-down erstellt werden, indem das Projekt zunächst in Rohbau, Dach, Elektrik und Innenausbau unterteilt wird. Diese Bereiche werden anschließend weiter in einzelne Arbeitspakete zerlegt. Beim Bottom-up-Verfahren würde man dagegen zunächst alle erforderlichen Einzelarbeiten sammeln und daraus die übergeordneten Bereiche bilden. Das Gegenstromverfahren kombiniert beide Ansätze, um die Struktur schrittweise zu überprüfen und zu verbessern. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Attribute Listing
Attribute Listing ist eine Kreativitätstechnik, bei der die vorhandenen Merkmale eines Produkts oder einer Lösung systematisch aufgelistet und untersucht werden. Ziel ist es, alternative Gestaltungsmöglichkeiten zu entwickeln und bestehende Lösungen zu verbessern oder weiterzuentwickeln. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Attribute Listing“) Beispiel: Ein Unternehmen möchte eine herkömmliche Trinkflasche verbessern. Dazu listet das Projektteam ihre Merkmale auf, beispielsweise Material, Größe, Gewicht, Verschluss und Isolierung. Anschließend überlegt es, welche Alternativen möglich sind, etwa ein leichteres Material, ein auslaufsicherer Verschluss oder eine bessere Isolierung. Aus den verschiedenen Möglichkeiten wählt das Team die sinnvollsten Verbesserungen aus, um eine benutzerfreundlichere Trinkflasche zu entwickeln. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Assessor
Ein Assessor ist eine neutrale und unabhängige Person mit umfassenden Fachkenntnissen und langjähriger Erfahrung im Projektmanagement. Er führt systematische Bewertungen von Projekten, Organisationen oder Personen durch, um deren Qualität, Reifegrad oder Kompetenzen anhand festgelegter Kriterien objektiv zu beurteilen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Assessor“) Beispiel: Ein Unternehmen möchte überprüfen, wie gut sein Projektmanagement organisiert ist. Dafür beauftragt es einen unabhängigen Assessor, der die Projektabläufe, Planungsmethoden und Zusammenarbeit der Teams untersucht. Anschließend bewertet er die Ergebnisse und zeigt Verbesserungspotenziale auf, beispielsweise bei der Terminplanung oder der Kommunikation zwischen den Abteilungen. Das Unternehmen kann diese Empfehlungen nutzen, um zukünftige Projekte effizienter durchzuführen. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Assessment im Projektmanagement
Ein Assessment im Projektmanagement ist die systematische Analyse und Bewertung des Entwicklungsstands, der Qualität und der Kompetenzen eines Projekts, einer Organisation oder einzelner Personen anhand festgelegter Kriterien. Ziel ist es, Stärken und Schwächen zu erkennen und Verbesserungsmöglichkeiten für zukünftige Projekte abzuleiten. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Assessment“) Beispiel: Ein Unternehmen führt nach Abschluss eines Softwareprojekts ein Assessment durch. Dabei untersucht es, ob die Projektziele erreicht wurden, das Budget eingehalten wurde und die Zusammenarbeit im Team gut funktioniert hat. Die Ergebnisse zeigen beispielsweise, dass die Kommunikation zwischen den Abteilungen verbessert werden muss. Das Unternehmen nutzt diese Erkenntnisse, um die Zusammenarbeit und Planung bei zukünftigen Projekten zu optimieren. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Arbeitsumgebung
Die Arbeitsumgebung umfasst alle Bedingungen, unter denen eine Arbeit ausgeführt wird. Dazu gehören beispielsweise die räumlichen und technischen Gegebenheiten, die Zusammenarbeit mit anderen Personen, psychische Belastungen, ergonomische Bedingungen und Umwelteinflüsse. Sie kann die Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden beeinflussen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Arbeitsumgebung“) Beispiel: Bei einem Softwareprojekt arbeiten die Teammitglieder in einem Büro mit ergonomischen Arbeitsplätzen, geeigneter Beleuchtung und ruhigen Besprechungsräumen. Gleichzeitig sorgen regelmäßige Teammeetings und eine gute Kommunikation für ein angenehmes soziales Arbeitsklima. Diese Arbeitsumgebung unterstützt die Konzentration, die Zusammenarbeit und die effiziente Bearbeitung der Projektaufgaben. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Arbeitsschutzmanagementsystem
Ein Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) umfasst alle organisatorischen Maßnahmen und Prozesse, mit denen ein Unternehmen den Arbeitsschutz plant, überwacht, steuert und kontinuierlich verbessert. Ziel ist es, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu gewährleisten und Arbeitsunfälle sowie gesundheitliche Gefährdungen zu vermeiden. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Arbeitsschutzmanagementsystem“) Beispiel: Bei einem Bauprojekt führt ein Unternehmen ein Arbeitsschutzmanagementsystem ein, um die Sicherheit auf der Baustelle zu gewährleisten. Dazu werden Gefahren wie ungesicherte Arbeitsbereiche erkannt, Schutzmaßnahmen wie Absperrungen und Schutzhelme festgelegt und regelmäßige Sicherheitskontrollen durchgeführt. Werden Mängel festgestellt, werden geeignete Maßnahmen eingeleitet, um die Arbeitsbedingungen dauerhaft zu verbessern. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH


