SUCHE
6451 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche
- Price Points
Price Points sind bestimmte, im Markt besonders relevante Preisniveaus, auf denen Anbieter gezielt Produkte platzieren sollten, weil dort große und klar abgrenzbare Nachfragersegmente existieren oder diese Preisbereiche eine besonders hohe Marktaufmerksamkeit genießen. Sie dienen der strategischen Besetzung wichtiger Preislagen innerhalb einer Produktlinie, um Wettbewerbsvorteile zu sichern und Marktpotenziale auszuschöpfen. (vgl. Pechtl 2014, S. 253) Beispiel: Ein Elektronikhersteller bietet ein Smartphone gezielt zum Preis von 199 € an, weil sich in diesem Preisbereich besonders viele preissensible Käufer orientieren und Wettbewerber dort ebenfalls stark vertreten sind. Der Preis von 199 € stellt somit einen typischen Price Point dar, den das Unternehmen strategisch besetzt, um ein großes Marktsegment anzusprechen. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Erste Gossensche Gesetz
Das erste Gossensche Gesetz besagt, dass mit zunehmender Konsummenge der Grenznutzen einer zusätzlichen Einheit sinkt. Das bedeutet: Je mehr ein Nachfrager von einem Gut konsumiert, desto geringer ist sein zusätzlicher Nutzen pro weiterer Einheit. (vgl. Pechtl 2014, S. 273 f.) Beispiel: Kauft eine Person mehrere Flaschen Wasser, stiftet die erste Flasche aufgrund starken Dursts einen hohen Nutzen und sie ist bereit, dafür einen hohen Preis zu zahlen. Mit jeder weiteren Flasche sinkt jedoch der zusätzliche Nutzen, da der Durst bereits teilweise gestillt ist. Entsprechend nimmt auch die Zahlungsbereitschaft für jede zusätzliche Einheit ab. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Free Cashflow
Der Free Cashflow ist der Teil des Zahlungsmittelüberschusses, der einem Unternehmen nach Abzug der Investitionen aus dem operativen Cashflow verbleibt. Er ergibt sich als Differenz zwischen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und Cashflow aus Investitionstätigkeit und zeigt, welche Mittel für Ausschüttungen an Eigenkapitalgeber und Fremdkapitalgeber zur Verfügung stehen. (vgl. Roos 2024, S. 407) Beispiel: Ein Unternehmen erwirtschaftet aus seiner laufenden Geschäftstätigkeit einen Cashflow von 1.000.000 € und tätigt im selben Jahr Investitionen von 600.000 €. Der Free Cashflow beträgt damit 400.000 € und steht für Schuldentilgung, Dividenden oder weitere Finanzierungsspielräume zur Verfügung. Roos, B. (2024): Grundlagen der Bilanzierung. 2. Auflage. München: UVK Verlag
- Count-Recount-Rabatt
Der Count-Recount-Rabatt ist ein nachträglicher Preisnachlass, der sich an der tatsächlich vom Händler an Endkunden verkauften Menge eines Produkts orientiert. Dazu wird der Warenbestand zu Beginn und am Ende eines Zeitraums erfasst. Auf Basis der realen Abverkaufsmenge erhält der Händler dann den Rabatt. (vgl. Pechtl 2014, S. 271) Beispiel: Ein Händler hat zu Beginn des Monats 100 Stück eines Produkts auf Lager (Count). Während des Monats werden 300 Stück vom Hersteller geliefert. Am Monatsende befinden sich noch 80 Stück im Lager (Recount). Damit hat der Händler 320 Stück verkauft. Der Hersteller gewährt nun einen Count-Recount-Rabatt von 2 € pro tatsächlich verkauftem Stück, also insgesamt 640 € Rabatt. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Boni
Boni sind nachträglich gewährte Preisnachlässe, die ein Kunde auf Basis seines innerhalb eines bestimmten Zeitraums (z. B. eines Jahres) erzielten Gesamtumsatzes erhält. Die Gutschrift erfolgt meist am Periodenende und steigt in der Regel mit der Höhe des erreichten Umsatzes. (vgl. Pechtl 2014, S. 271) Beispiel: Ein Händler kauft im Laufe eines Jahres Waren im Wert von 200.000 € bei einem Lieferanten. Dieser hat vereinbart, ab einem Jahresumsatz von 150.000 € einen Bonus von 4 % zu gewähren. Am Jahresende erhält der Händler daher 8.000 € als Gutschrift ausgezahlt oder mit der nächsten Bestellung verrechnet. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Mindestmengenzuschlag
Der Mindestmengenzuschlag (Mindermengenzuschlag) ist ein Aufpreis, den ein Anbieter berechnet, wenn ein Kunde eine bestimmte Mindestabnahmemenge unterschreitet. Der Zuschlag soll höhere Stückkosten bei kleinen Bestellmengen ausgleichen. (vgl. Pechtl 2014, S. 270 f.) Beispiel: Ein Großhändler legt fest, dass die Mindestbestellmenge für Schrauben 1.000 Stück beträgt. Der Preis liegt bei 0,10 € pro Stück. Bestellt ein Kunde jedoch nur 500 Stück, wird ein Mindermengenzuschlag von 20 € berechnet. Dadurch verteuert sich die kleine Bestellung im Verhältnis zur Standardmenge. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Discount-Heuristik
Discount-Heuristik bezeichnet eine vereinfachte Entscheidungsregel von Konsumenten, nach der sie davon ausgehen, dass größere Packungen automatisch einen günstigeren Preis pro Einheit bieten, ohne den tatsächlichen Stückpreis zu überprüfen. (vgl. Pechtl 2014, S. 270) Beispiel: Ein Kunde kauft im Supermarkt automatisch die 2-kg-Packung Reis, weil er davon ausgeht, dass größere Packungen günstiger sind. Tatsächlich kostet die 1-kg-Packung 2,00 € (2,00 € pro kg), während die 2-kg-Packung 4,60 € kostet (2,30 € pro kg). Der Kunde folgt hier der Discount-Heuristik und überprüft den tatsächlichen Kilopreis nicht. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Quantity Surcharges
Quantity Surcharges liegen vor, wenn bei größeren Packungen der Preis pro Einheit höher ist als bei kleineren Packungen. Anders als beim Mengenrabatt steigt hier also der Stückpreis mit zunehmender Menge, häufig aus Gründen der Mischkalkulation oder aufgrund unterschiedlicher Kaufgewohnheiten der Kunden. (vgl. Pechtl 2014, S. 270) Beispiel: Ein Supermarkt verkauft ein Getränk in zwei Größen: Die 0,5-Liter-Flasche kostet 0,60 € (1,20 € pro Liter), die 1,5-Liter-Flasche kostet 2,40 € (1,60 € pro Liter). Obwohl die größere Flasche mehr Inhalt hat, ist der Preis pro Liter höher. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Blockpreise
Blockpreise (Blocktarife) sind Preisgestaltungen, bei denen feste Mengeneinheiten oder Leistungseinheiten (z. B. Packungsgrößen oder Zeitkontingente) zu jeweils eigenen Gesamtpreisen angeboten werden. Mit größerer Menge sinkt dabei der Preis pro Einheit, ohne dass ein expliziter Rabattsatz ausgewiesen wird. (vgl. Pechtl 2014, S. 269) Beispiel: Ein Mobilfunkanbieter bietet verschiedene Datenpakete an: 10 GB kostet 5 €, 50 GB kosten 20 € und 100 GB kosten 35 €. Mit zunehmender Datenmenge sinkt der Preis pro GB, sodass größere Pakete einen günstigeren Stückpreis bieten. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Steigerungsrabatt
Der Steigerungsrabatt ist ein Preisnachlass, den ein Kunde erhält, wenn er seinen Umsatz im Vergleich zu einem vorherigen Zeitraum (z. B. dem Vorjahr) um einen bestimmten Prozentsatz erhöht. Der Rabatt belohnt somit das Umsatzwachstum gegenüber der bisherigen Geschäftsbeziehung. (vgl. Pechtl 2014, S. 266 ff.) Beispiel: Ein Händler hat im Jahr 2024 Waren im Wert von 80.000 € bei einem Lieferanten gekauft. Der Lieferant bietet einen Steigerungsrabatt von 3 %, wenn der Umsatz im Folgejahr um mindestens 10 % steigt. Erhöht der Händler seinen Umsatz 2025 auf 90.000 €, erhält er am Jahresende 3 % Rabatt auf den erzielten Jahresumsatz. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Umsatzrabatt
Der Umsatzrabatt ist ein prozentualer Preisnachlass, der sich am gesamten Rechnungsbetrag (Umsatz) einer Bestellung oder eines bestimmten Zeitraums orientiert. Je höher der erzielte Umsatz, desto höher fällt in der Regel der gewährte Rabatt aus. (vgl. Pechtl 2014, S. 266 ff.) Beispiel: Ein Lieferant gewährt einem Händler einen Umsatzrabatt von 5 %, wenn dieser im Jahr Waren im Wert von mindestens 100.000 € bestellt. Erreicht der Händler einen Jahresumsatz von 120.000 €, erhält er am Jahresende 6.000 € (5 % von 120.000 €) als Rabatt zurück. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Mengenrabatt
Der Mengenrabatt ist ein Preisnachlass, den ein Anbieter gewährt, wenn ein Kunde eine bestimmte Mindestmenge eines Produkts in einer Transaktion kauft. Mit steigender Abnahmemenge sinkt dabei der durchschnittliche Stückpreis. (vgl. Pechtl 2014, S. 266 ff.) Beispiel: Ein Großhändler verkauft Druckerpapier für 5 € pro Packung. Ab 10 Packungen gewährt er 10 % Mengenrabatt. Kauft ein Kunde 10 Packungen, zahlt er statt 50 € nur 45 €, der Stückpreis sinkt somit auf 4,50 € pro Packung. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius


