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- Project Scheduling
Project Scheduling umfasst die Festlegung der einzelnen Vorgänge und Ereignisse eines Projekts sowie deren Dauer und zeitliche Reihenfolge. Dabei werden Abhängigkeiten zwischen den Vorgängen berücksichtigt und Termine festgelegt, um den Projektablauf planbar, steuerbar und überwachbar zu machen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Project Scheduling“) Beispiel: Bei einem Bauprojekt legt der Projektleiter fest, dass das Fundament innerhalb von zwei Wochen fertiggestellt werden soll, bevor der Rohbau beginnt. Anschließend werden die Dauer der Rohbauarbeiten und die Termine für den Innenausbau geplant. Die einzelnen Vorgänge und ihre Start- und Endtermine werden in einem Balkenplan dargestellt, sodass der Projektfortschritt überprüft und Verzögerungen frühzeitig erkannt werden können. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Projektablaufstruktur
Die Projektablaufstruktur beschreibt die logischen und zeitlichen Beziehungen zwischen den einzelnen Vorgängen eines Projekts. Sie legt fest, in welcher Reihenfolge Aufgaben durchgeführt werden und welche Abhängigkeiten zwischen ihnen bestehen. Dabei kann die Struktur vom Projektstart aus, rückwärts vom Projektende oder schrittweise über bestimmte Zwischenpunkte ermittelt werden. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Projektablaufstruktur“) Beispiel: Bei einem Bauprojekt wird zunächst vom Projektstart aus geplant, welche Arbeiten zuerst erledigt werden müssen, beispielsweise das Gießen des Fundaments. Anschließend werden die davon abhängigen Arbeiten wie der Rohbau und der Innenausbau eingeordnet. Durch die Analyse der Projektablaufstruktur wird deutlich, welche Tätigkeiten aufeinander aufbauen und in welcher Reihenfolge sie durchgeführt werden müssen, damit das Projekt rechtzeitig abgeschlossen werden kann. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Ablaufplanung
Ablaufplanung bezeichnet die Festlegung und Beschreibung der einzelnen Arbeitsschritte eines Projekts sowie ihrer Abhängigkeiten und Reihenfolge. Dabei werden die zeitlichen, räumlichen und technischen Rahmenbedingungen berücksichtigt und die Abläufe beispielsweise in einem Ablaufplan oder Diagramm dargestellt. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Ablaufplanung“) Beispiel: Bei einem Bauprojekt wird zunächst festgelegt, dass das Fundament gegossen werden muss, bevor die Wände errichtet werden können. Anschließend folgen die Dacharbeiten und der Innenausbau. Diese Arbeitsschritte werden in einem Ablaufplan in der richtigen Reihenfolge festgehalten, damit die Projektbeteiligten ihre Aufgaben koordinieren und den Projektablauf planmäßig durchführen können. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Ablaufoptimierung
Ablaufoptimierung bezeichnet die gezielte Verbesserung eines Projektablaufs, um bestimmte Ziele, beispielsweise einen früheren Projektabschluss, zu erreichen. Dies kann durch die parallele Durchführung von Vorgängen, die Verkürzung von Bearbeitungszeiten oder den zusätzlichen Einsatz von Ressourcen erfolgen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Ablaufoptimierung“) Beispiel: Bei einem Bauprojekt sollen die Bauarbeiten schneller abgeschlossen werden. Dafür werden die Elektroinstallationen in bereits fertiggestellten Gebäudeteilen begonnen, während in anderen Bereichen noch gearbeitet wird. Durch die parallele Durchführung verschiedener Tätigkeiten kann die Gesamtdauer des Projekts verkürzt und der geplante Fertigstellungstermin früher erreicht werden. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Ablaufelement
Ein Ablaufelement ist ein Element zur Beschreibung einzelner Sachverhalte und ihrer Verknüpfungen innerhalb eines Projektablaufs. In der Netzplantechnik unterscheidet man zwischen Ereignissen, Vorgängen und Anordnungsbeziehungen, die Zustände, Tätigkeiten und Abhängigkeiten darstellen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Ablaufelement“) Beispiel: Bei einem Bauprojekt ist das abgeschlossene Fundament ein Ereignis, das Errichten der Wände ein Vorgang und die Abhängigkeit zwischen beiden eine Anordnungsbeziehung. Die Wände können erst errichtet werden, wenn das Fundament fertiggestellt ist. Durch diese Ablaufelemente lässt sich die Reihenfolge der Tätigkeiten und ihre Abhängigkeiten im Projektplan übersichtlich darstellen. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Projektablauf
Der Projektablauf bezeichnet die logische Reihenfolge der einzelnen Vorgänge, Handlungen und Zustände innerhalb eines Projekts. Dabei werden Abhängigkeiten zwischen den Aufgaben berücksichtigt, um die Projektziele unter Einhaltung der zeitlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen zu erreichen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Projektablauf“) Beispiel: Bei einem Bauprojekt erfolgt zunächst die Planung, anschließend werden die erforderlichen Genehmigungen eingeholt und danach die Bauarbeiten durchgeführt. Erst wenn der Rohbau abgeschlossen ist, kann der Innenausbau beginnen. Durch die Festlegung und Abstimmung dieser Reihenfolge kann der Projektablauf geplant, gesteuert und überwacht werden, damit der vorgesehene Fertigstellungstermin eingehalten wird. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Ablagesystem
Ein Ablagesystem ist ein Ordnungssystem zur physischen und elektronischen Aufbewahrung von Projektunterlagen und Dokumenten. Es legt fest, wie und wo Dokumente abgelegt, strukturiert und gekennzeichnet werden, damit sie während der gesamten Projektlaufzeit übersichtlich und schnell auffindbar sind. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Ablagesystem“) Beispiel: In einem Bauprojekt wird ein digitales Ablagesystem eingerichtet, in dem alle Projektunterlagen nach Kategorien wie Baupläne, Kosten, Verträge und Besprechungsprotokolle geordnet werden. Durch eine einheitliche Ordnerstruktur und klare Dateinamen können alle Projektbeteiligten benötigte Dokumente schnell finden und auf die jeweils relevanten Informationen zugreifen. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Abilene-Paradoxon
Das Abilene-Paradoxon beschreibt ein gruppendynamisches Phänomen, bei dem eine Gruppe scheinbar gemeinsam eine Entscheidung trifft, obwohl die einzelnen Mitglieder diese Entscheidung persönlich nicht befürworten oder eigentlich das Gegenteil wünschen. Dies entsteht häufig durch die falsche Annahme, dass die anderen Gruppenmitglieder mit der Entscheidung einverstanden sind. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Abilene-Paradoxon“) Beispiel: Ein Projektteam überlegt, an einem zusätzlichen Wochenende zu arbeiten, um einen Projekttermin einzuhalten. Obwohl alle Teammitglieder lieber regulär weiterarbeiten würden, stimmt jeder dem Vorschlag zu, weil alle glauben, dass die anderen das Wochenendeinsatz befürworten. Am Ende entscheidet sich das gesamte Team für eine Lösung, die eigentlich niemand möchte. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Projektabhängigkeitsanalyse
Die Projektabhängigkeitsanalyse ist eine Methode zur ganzheitlichen Untersuchung der Zusammenhänge zwischen verschiedenen Projekten innerhalb eines Projektportfolios. Ziel ist es, die Projekte aufeinander abzustimmen und das gesamte Projektportfolio optimal zu gestalten, anstatt nur einzelne Projekte isoliert zu optimieren. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Projektabhängigkeitsanalyse“) Beispiel: Ein Unternehmen plant zwei Projekte; die Einführung einer neuen Software und die Modernisierung der IT-Infrastruktur. Da die neue Software die modernisierte Infrastruktur benötigt, besteht eine Abhängigkeit zwischen den beiden Projekten. Mithilfe einer Projektabhängigkeitsanalyse kann das Unternehmen die Reihenfolge und zeitliche Planung der Projekte aufeinander abstimmen, um Verzögerungen zu vermeiden und den Gesamterfolg des Projektportfolios zu verbessern. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Abhängigkeit
Eine Abhängigkeit bezeichnet einen bedingten oder beeinflussenden Zusammenhang zwischen verschiedenen Sachverhalten, beispielsweise zwischen Zuständen, Ereignissen oder Handlungen. Im Projektmanagement können Abhängigkeiten zwischen Projekten, Projektzielen, Prozessen oder einzelnen Vorgängen bestehen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Abhängigkeit“) Beispiel: Bei einem Bauprojekt kann mit dem Innenausbau erst begonnen werden, wenn die Rohbauarbeiten abgeschlossen sind. Der Beginn des Innenausbaus hängt somit vom Abschluss des Rohbaus ab. Verzögerungen bei den Rohbauarbeiten können sich deshalb auch auf den weiteren Projektverlauf und den geplanten Fertigstellungstermin auswirken. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Abfrage
Eine Abfrage ist eine Methode zur Erhebung von Ist-Daten über den aktuellen Projektstand und Projektfortschritt. Dabei werden Informationen wie Leistungsstand, Fertigstellungsgrad, Termine, Stundenverbrauch und Kosten erfasst, beispielsweise durch Rückmeldungen der Projektmitarbeitenden oder mithilfe von Formularen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Abfrage“) Beispiel: In einem Bauprojekt fragt der Projektleiter regelmäßig den aktuellen Bearbeitungsstand der einzelnen Aufgaben ab. Die Mitarbeitenden melden beispielsweise, wie viel Prozent einer Aufgabe bereits abgeschlossen sind, wie viele Arbeitsstunden angefallen sind und ob zusätzliche Kosten entstanden sind. Anhand dieser Informationen kann der Projektleiter den Fortschritt überprüfen und bei Abweichungen rechtzeitig Maßnahmen ergreifen. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Pareto-Analyse
Die Pareto-Analyse ist eine Methode zur Bewertung und Einteilung quantifizierbarer Daten nach festgelegten Kriterien. Sie dient dazu, Schwerpunkte zu erkennen, Prioritäten zu setzen und sich auf die wichtigsten Faktoren zu konzentrieren. Dabei wird häufig das Pareto-Prinzip angewendet, nach dem etwa 80 % der Ergebnisse durch 20 % der Ursachen entstehen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Pareto-Analyse“) Beispiel: Im Projektmanagement wird die Pareto-Analyse eingesetzt, um Projektaufgaben nach ihrer Dringlichkeit zu priorisieren. Dabei werden die Aufgaben anhand festgelegter Kriterien bewertet und in die Kategorien A, B und C eingeteilt. A-Aufgaben sind äußerst dringend, B-Aufgaben dringend und C-Aufgaben weniger dringend. Dadurch können die wichtigsten Aufgaben zuerst bearbeitet und die verfügbaren Ressourcen gezielt eingesetzt werden. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH


