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  • Verbreitungsgrad

    Der Verbreitungsgrad bezeichnet das Ausmaß, in dem die Unternehmenskultur von der gesamten Belegschaft geteilt wird, also wie viele Mitarbeiter sich an den Werten und Normen der Unternehmenskultur orientieren. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 188) Beispiel: Ein Unternehmen mit hohem Verbreitungsgrad hat fast alle Mitarbeitenden, die die Werte wie Teamarbeit und Kundenorientierung aktiv leben und in ihrem Arbeitsalltag umsetzen. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Betriebsklima

    Das Betriebsklima beschreibt die für einen Betrieb typische Stimmung oder Atmosphäre im Arbeitsalltag und ist ein Teilaspekt der übergeordneten Unternehmenskultur. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 184) Beispiel: In einem Unternehmen grüßen sich alle Mitarbeitenden freundlich, es herrscht ein respektvoller Umgang, und die Vorgesetzten sind offen für Feedback – das Betriebsklima wird als positiv wahrgenommen. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Unternehmenskultur

    Die Unternehmenskultur umfasst die Gesamtheit gemeinsamer Werte, Normen und Denkhaltungen in einem Unternehmen, die das Verhalten der Mitarbeitenden und das Erscheinungsbild des Unternehmens prägen. Sie entsteht aus geteilten Deutungsmustern innerhalb der Organisation und ist meist nur indirekt über Symbole und Verhaltensweisen erfahrbar. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 184 f.) Beispiel: In einem Unternehmen herrscht die ungeschriebene Regel, dass sich alle Mitarbeitenden duzen – unabhängig von Hierarchieebenen. Diese Praxis spiegelt eine offene, informelle und gleichwertige Unternehmenskultur wider, in der flache Hierarchien und ein kollegialer Umgang gelebt werden. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Strategie-These

    Die Strategie-These besagt, dass Personalmanagement gezielt Aktivitäten stärkt, die zur Unternehmensstrategie passen und einen Wettbewerbsvorteil bieten, während unwichtige Aktivitäten reduziert werden. Dadurch entsteht eine strategische Schwerpunktsetzung bei effizientem Ressourceneinsatz. Kernidee ist die Fokussierung auf ausgewählte, wertschöpfende Personalmaßnahmen im Sinne des Kontingenzansatzes. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 182 ff.) Beispiel: Ein Unternehmen will sich als innovativer Technologieführer positionieren. Das Personalmanagement konzentriert sich daher stark auf Führungskräfteentwicklung und Social-Media-Recruiting, um kreative Talente zu gewinnen und zu fördern. Gleichzeitig werden weniger relevante Aktivitäten wie das Vorschlagswesen reduziert, da sie keinen direkten Beitrag zur Innovationsstrategie leisten. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Minimum-These

    Die Minimum-These besagt, dass Personalmanagement am wirksamsten ist, wenn es sich auf wenige, unverzichtbare Aktivitäten konzentriert und diese mit möglichst geringem Ressourceneinsatz bei gleichbleibender Qualität umsetzt. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 182 ff.) Beispiel: Ein Unternehmen reduziert alle freiwilligen Personalmaßnahmen und fokussiert sich ausschließlich auf rechtlich notwendige oder strategisch zwingende Aufgaben – etwa die Gehaltsabrechnung oder gesetzliche Weiterbildungen – bei minimalem Aufwand. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Maximum-These

    Die Maximum-These besagt, dass das Personalmanagement – orientiert an Best-Practice-Beispielen – möglichst viele personalwirtschaftliche Aktivitäten gleichzeitig stark ausprägt. Dies führt zu einem umfassenden Ressourceneinsatz, ohne klare Priorisierung. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 182 ff.) Beispiel: Ein Unternehmen investiert gleichzeitig intensiv in Gesundheitsmanagement, Führungskräfteentwicklung, Work-Life-Balance, Vorschlagswesen und Social-Media-Recruiting – unabhängig von deren strategischem Nutzen. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Emergente Strategie

    Eine emergente Strategie ist ein Handlungsverlauf, der sich ungeplant über die Zeit hinweg aus spontanen Entscheidungen und Reaktionen auf Veränderungen entwickelt – oft im Rückblick als konsistenter Strategiepfad erkennbar. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 181 f.) Beispiel: Ein Unternehmen reagiert flexibel auf Marktveränderungen und entwickelt dadurch nach und nach eine neue Produktlinie, obwohl diese ursprünglich nicht geplant war. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Universalistische Ansatz im Personalmanagement

    Der universalistische Ansatz im Personalmanagement geht davon aus, dass es eine allgemeingültige, für alle Unternehmen beste Personalstrategie gibt – ein „one best way“. Erfolgreiche Unternehmen setzen demnach bestimmte Praktiken ein, die unabhängig von Branche oder Kontext als Erfolgsfaktoren gelten. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 176 ff.) Beispiel: Maßnahmen wie Arbeitsplatzsicherheit, flache Hierarchien oder umfangreiche Weiterbildung gelten als universell vorteilhaft – also in jedem Unternehmen erfolgsfördernd. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Multiplikatorhypothese

    Die Multiplikatorhypothese besagt, dass prägende Persönlichkeiten der Zeitgeschichte einen besonders starken Einfluss auf das allgemeine Wertesystem ausüben. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 166) Beispiel: Eine charismatische Führungspersönlichkeit wie Martin Luther King prägte durch ihre Werte und Botschaften das gesellschaftliche Wertesystem und beeinflusste so viele Menschen und deren Einstellungen nachhaltig. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Defizithypothese

    Die Defizithypothese besagt, dass nach dem Erreichen eines Ziels wie Wohlstand oder Arbeitserfolg der Fokus auf das gerichtet wird, was dafür verloren wurde, etwa Freizeit. Dieses Defizit wird zum neuen Schwerpunkt der Werte und Motivation. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 166) Beispiel: Jemand arbeitet viele Jahre hart, um Karriere und Wohlstand zu erreichen. Nach dem Erfolg merkt er, dass ihm Freizeit und Familie fehlen – diese fehlende Zeit wird jetzt für ihn besonders wichtig. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Sozialisationshypothese

    Die Sozialisationshypothese besagt, dass Werte durch die Erfahrungen und Einflüsse in der Kindheit und Jugend geprägt werden. Wer in Zeiten von Wohlstand und Digitalisierung aufwächst, entwickelt andere Wertvorstellungen als jemand, der z. B. in einer Krisenzeit sozialisiert wurde. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 166) Beispiel: Eine Person, die in den 2000er-Jahren mit Internet und Globalisierung aufgewachsen ist, legt mehr Wert auf Individualität und Selbstverwirklichung – im Gegensatz zu jemandem, der in den 1950er-Jahren mit Fokus auf Pflichtgefühl und Gemeinschaftsdenken sozialisiert wurde. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Wohlfahrtshypothese

    Die Wohlfahrtshypothese besagt, dass sich Werte verändern, wenn grundlegende Bedürfnisse wie Nahrung, Sicherheit und soziale Absicherung gedeckt sind – es treten dann höhere Bedürfnisse wie Selbstverwirklichung oder Autonomie in den Vordergrund. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 166) Beispiel: In einer wohlhabenden Gesellschaft wie Deutschland legen viele Menschen heute mehr Wert auf sinnvolle Arbeit und Work-Life-Balance als auf bloßen materiellen Wohlstand – weil ihre Grundbedürfnisse bereits erfüllt sind. Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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