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- Verbraucher-Promotions
Verbraucher-Promotions sind Preisaktionen oder Anreize, die vom Hersteller direkt an Endverbraucher gerichtet sind, um die Nachfrage nach einem Produkt zu steigern und eine Kaufentscheidung auszulösen. (vgl. Pechtl 2014, S. 353 ff.) Beispiel: Ein Hersteller verteilt in einer Zeitung einen Coupon, mit dem Kunden beim Kauf eines bestimmten Joghurts 0,50 € Rabatt erhalten. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Trade-Promotions
Trade-Promotions sind Preisnachlässe oder finanzielle Anreize, die ein Hersteller dem Handel gewährt, um Händler dazu zu motivieren, seine Produkte stärker zu bestellen, zu listen oder aktiv zu verkaufen. (vgl. Pechtl 2014, S. 353 ff.) Beispiel: Ein Getränkehersteller gibt einem Supermarkt einen Rabatt auf den Einkaufspreis für eine große Bestellung von Limonade, damit der Supermarkt die Marke stärker bewirbt und im Laden als Sonderangebot verkauft. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Händler-Promotions
Händler-Promotions sind zeitlich begrenzte Preisnachlässe oder Sonderangebote, die vom Einzelhändler eingesetzt werden, um den Verkauf bestimmter Produkte im Sortiment zu steigern. (vgl. Pechtl 2014, S. 353 ff.) Beispiel: Ein Supermarkt reduziert für eine Woche den Preis einer Schokolade von 1,49 € auf 0,99 €, um den Absatz dieses Produkts zu erhöhen. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Preispromotions
Preispromotions sind zeitlich begrenzte Maßnahmen, bei denen der Preis eines Produkts vorübergehend gesenkt wird, um den Absatz zu steigern, Kunden anzulocken oder den Verkauf zu beschleunigen. Typische Formen sind Sonderangebote, Rabatte, Coupons oder „2-für-1“-Aktionen. (vgl. Pechtl 2014, S. 353 ff.) Beispiele: Händler-Promotions, Verbraucher-Promotions, Trade-Promotions Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Entry Limit Pricing
Entry Limit Pricing bezeichnet eine Strategie, bei der ein Anbieter bewusst einen sehr niedrigen Preis setzt, um potenzielle Konkurrenten vom Markteintritt abzuschrecken. Der Preis liegt so niedrig, dass ein Eintritt für neue Wettbewerber aufgrund fehlender Kostenvorteile unattraktiv oder nicht profitabel wäre. (vgl. Pechtl 2014, S. 348) Beispiel: Ein großer Onlinehändler tritt in einen neuen Markt ein und bietet ein Standardprodukt dauerhaft zu einem sehr niedrigen Preis an. Kleinere potenzielle Wettbewerber erkennen, dass sie zu diesem Preis wegen höherer Kosten keinen Gewinn erzielen könnten, und verzichten auf den Markteintritt. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Penetration-Strategie
Die Penetration-Strategie ist eine Preisstrategie bei der Markteinführung, bei der ein Produkt zunächst zu einem niedrigen Preis angeboten wird, um schnell hohe Absatzmengen und eine rasche Marktdurchdringung zu erreichen. Ziel ist es, Marktanteile aufzubauen, Diffusionseffekte zu nutzen und langfristig Wettbewerbsvorteile zu sichern. (vgl. Pechtl 2014, S. 341 ff.) Beispiel: Ein Streaming-Anbieter startet neu im Markt und bietet sein Abo zunächst für 4,99 € pro Monat an; deutlich günstiger als etablierte Konkurrenten. Dadurch gewinnt er schnell viele Nutzer und baut Marktanteile auf. Später erhöht er den Preis schrittweise, sobald sich der Dienst etabliert hat. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Skimming-Strategie
Die Skimming-Strategie ist eine Preisstrategie bei der Markteinführung, bei der ein neues Produkt zunächst zu einem hohen Preis angeboten wird, um zahlungsbereite Kunden abzuschöpfen. Der Preis wird im Zeitverlauf schrittweise gesenkt, um weitere, preissensiblere Marktsegmente zu erschließen. (vgl. Pechtl 2014, S. 341 ff.) Beispiel: Ein Unternehmen bringt eine neue Spielekonsole auf den Markt und verkauft sie zunächst für 599 €. Technikbegeisterte Kunden kaufen sofort. Nach einigen Monaten wird der Preis auf 499 € und später auf 399 € gesenkt, um auch preissensiblere Käufer anzusprechen. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Discretionary Replacements
Discretionary Replacements sind freiwillige Ersatzkäufe, bei denen Kunden auf eine neue Produktgeneration umsteigen, obwohl ihr bisheriges Produkt noch funktionstüchtig ist. Der Wechsel erfolgt aus Wunsch nach Verbesserung, nicht aus Notwendigkeit, und erfordert meist Preisangebote oder Anreizangebote. (vgl. Pechtl 2014, S. 340 f.) Beispiel: Ein Kunde besitzt ein noch einwandfrei funktionierendes Smartphone, entscheidet sich aber dennoch für das neueste Modell mit besserer Kamera und schnellerem Prozessor. Der alte Gerätetausch erfolgt freiwillig. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Normal Replacements
Normal Replacements bezeichnen Ersatzkäufe, bei denen Kunden auf eine neue Produktgeneration umsteigen, weil ihr bisheriges Produkt verschlissen oder technisch überholt ist. Der Wechsel erfolgt also aus Notwendigkeit, nicht freiwillig vorzeitig. (vgl. Pechtl 2014, S. 340 f.) Beispiel: Ein Kunde besitzt seit acht Jahren eine Waschmaschine. Da sie nun defekt ist und sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, kauft er das aktuelle Nachfolgemodell desselben Herstellers. Der Wechsel erfolgt aus Verschleißgründen. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Leap-Frogging
Leap-Frogging bezeichnet das Verhalten von Nachfragern, die eine erste Produktgeneration bewusst überspringen und mit dem Kauf warten, bis eine verbesserte Nachfolgegeneration auf den Markt kommt. (vgl. Pechtl 2014, S. 340) Beispiel: Ein Kunde verzichtet bewusst auf den Kauf des iPhone 14, weil er erwartet, dass das nächste Modell deutlich bessere Funktionen bietet. Stattdessen wartet er auf das iPhone 15 und kauft erst diese neue Generation. Er überspringt also die Vorgängerversion. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Diffusionseffekte
Diffusionseffekte beschreiben die Eigendynamik der Verbreitung einer Innovation im Markt. Mit zunehmender Anzahl von Käufern steigt die Kaufwahrscheinlichkeit weiterer Nachfrager. Dadurch beschleunigt sich die Marktdurchdringung im Zeitverlauf. (vgl. Pechtl 2014, S. 338 ff.) Beispiel: Als WhatsApp neu auf den Markt kam, nutzten es zunächst nur wenige Konsumpioniere. Je mehr Freunde und Familienmitglieder die App installierten, desto größer wurde der Nutzen für weitere Personen. Mit steigender Nutzerzahl erhöhte sich also die Kauf- bzw. Downloadwahrscheinlichkeit weiterer Nachfrager. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius
- Substitutionsphase
Die Substitutionsphase ist die Phase im Produktlebenszyklus, in der ein Produkt an Attraktivität verliert, weil neue oder technisch/modisch überlegene Alternativen auf den Markt kommen. Die Nachfrage geht zurück, da Kunden auf Konkurrenzprodukte oder Nachfolgegenerationen umsteigen. (vgl. Pechtl 2014, S. 335 f.) Beispiel: Ein DVD-Player verliert zunehmend an Nachfrage, weil immer mehr Kunden auf Streaming-Dienste und Smart-TVs umsteigen. Obwohl das Gerät noch funktioniert, entscheiden sich viele Käufer für modernere Alternativen. Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius


