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  • Projektanforderungskatalog

    Ein Projektanforderungskatalog ist eine strukturierte Gesamtübersicht aller Projektziele und Anforderungen an die zu erbringenden Lieferungen und Leistungen. Er dokumentiert, welche Eigenschaften und Bedingungen erfüllt werden müssen, und kann auch Anforderungen an das Projektpersonal enthalten. Die Anforderungen dienen als Grundlage für die Planung, Umsetzung und Überprüfung des Projekts. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Projektanforderungskatalog“) Beispiel: Bei der Entwicklung einer neuen Software erstellt ein Unternehmen einen Projektanforderungskatalog, in dem alle gewünschten Funktionen, Sicherheitsanforderungen, Datenschutzvorgaben und technischen Voraussetzungen festgehalten werden. Zusätzlich wird dokumentiert, wer die jeweilige Anforderung gestellt hat. Während des Projekts wird überprüft, ob alle Anforderungen umgesetzt wurden, damit bei der Abnahme keine wichtigen Punkte fehlen. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH

  • Projektanforderungen

    Projektanforderungen beschreiben die festgelegten oder erwarteten Eigenschaften, Funktionen und Bedingungen, die ein Projektergebnis erfüllen muss. Sie legen fest, welche Anforderungen der Auftraggeber und andere Beteiligte an das Ergebnis stellen, und können sich beispielsweise auf Qualität, Funktionalität, Kosten oder gesetzliche Vorgaben beziehen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Projektanforderungen“) Beispiel: Ein Unternehmen beauftragt einen Dienstleister mit der Entwicklung einer neuen Software. Zu den Projektanforderungen gehört, dass sich Nutzer sicher anmelden können, die Software mit den vorhandenen Systemen kompatibel ist und bestimmte Datenschutzvorgaben erfüllt werden. Diese Anforderungen werden dokumentiert und dienen während des Projekts als Grundlage für die Entwicklung und die spätere Abnahme der Software. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH

  • Änderungsverfahren

    Ein Änderungsverfahren umfasst alle organisatorischen Regeln und festgelegten Abläufe, nach denen Änderungen innerhalb eines Projekts beantragt, geprüft, genehmigt, umgesetzt und dokumentiert werden. Ziel ist es, Änderungen kontrolliert und möglichst schnell durchzuführen und jederzeit den aktuellen Projektstand nachvollziehen zu können. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Änderungsverfahren“) Beispiel: Bei einem Softwareprojekt beantragt der Auftraggeber eine zusätzliche Funktion. Nach dem festgelegten Änderungsverfahren wird der Antrag zunächst erfasst und hinsichtlich der Auswirkungen auf Kosten und Termine geprüft. Anschließend entscheidet die Projektleitung über die Freigabe. Nach der Genehmigung setzt das Entwicklungsteam die Änderung um und dokumentiert sie, sodass der aktuelle Stand der Software jederzeit nachvollziehbar bleibt. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH

  • Änderungsstelle

    Eine Änderungsstelle ist eine zuständige Projektinstanz, die alle Änderungen innerhalb eines Projekts koordiniert, dokumentiert und überwacht. Sie erfasst Änderungsanträge, bewertet diese, bereitet Entscheidungen vor, informiert die Beteiligten und verfolgt die Umsetzung genehmigter Änderungen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Änderungsstelle“) Beispiel: Bei einem Softwareprojekt geht ein Änderungsantrag für eine zusätzliche Funktion ein. Die Änderungsstelle erfasst den Antrag, prüft die Auswirkungen auf Kosten und Termine und bereitet die Entscheidung für die Projektleitung vor. Nach der Genehmigung informiert sie das Entwicklungsteam, überwacht die Umsetzung und sorgt dafür, dass die Projektdokumentation aktualisiert wird. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH

  • Änderungsstatus

    Der Änderungsstatus beschreibt den aktuellen Bearbeitungsstand einer einzelnen Projektänderung zu einem bestimmten Zeitpunkt oder gibt einen Gesamtüberblick über alle laufenden und abgeschlossenen Änderungen innerhalb eines Projekts. Er zeigt beispielsweise, ob eine Änderung beantragt, geprüft, genehmigt, umgesetzt oder abgeschlossen wurde. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Änderungsstatus“) Beispiel: Bei einem Softwareprojekt werden mehrere Änderungswünsche erfasst. Eine zusätzliche Funktion befindet sich noch in der Prüfung, eine zweite Änderung wurde bereits genehmigt und eine dritte ist vollständig umgesetzt. Die Projektleitung dokumentiert diese Bearbeitungsstände in einer Änderungsübersicht, um den Fortschritt aller Änderungen nachvollziehen und überwachen zu können. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH

  • Änderungsmanagementplan

    Ein Änderungsmanagementplan beschreibt, wie Änderungen innerhalb eines Projekts beantragt, bewertet, genehmigt, umgesetzt und dokumentiert werden. Er legt die Zuständigkeiten und Abläufe des Änderungsverfahrens fest, damit Projektänderungen kontrolliert und nachvollziehbar durchgeführt werden können. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Änderungsmanagementplan“) Beispiel: Bei der Entwicklung einer Software wird im Änderungsmanagementplan festgelegt, dass Änderungswünsche zunächst schriftlich eingereicht und anschließend hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Kosten, Termine und Qualität geprüft werden. Nach der Genehmigung durch die zuständige Projektleitung wird die Änderung umgesetzt, überprüft und dokumentiert. Dadurch ist sichergestellt, dass alle Änderungen nach einem einheitlichen Verfahren ablaufen. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH

  • Änderungsmanagement

    Das Änderungsmanagement umfasst alle Prozesse und Maßnahmen, mit denen Änderungen innerhalb eines Projekts systematisch erfasst, beschrieben, bewertet, genehmigt, umgesetzt und überprüft werden. Ziel ist es, Änderungen kontrolliert durchzuführen und sicherzustellen, dass ihre Auswirkungen auf Projektziele, Kosten, Termine und Qualität nachvollziehbar bleiben. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Änderungsmanagement“) Beispiel: Bei der Entwicklung einer Software möchte der Auftraggeber nachträglich eine zusätzliche Funktion integrieren. Das Projektteam dokumentiert den Änderungswunsch, bewertet den zusätzlichen Aufwand und prüft die Auswirkungen auf Budget und Zeitplan. Nach der Genehmigung wird die Änderung umgesetzt und anschließend überprüft. Alle Schritte werden dokumentiert, sodass jederzeit nachvollziehbar ist, warum die Änderung vorgenommen wurde und welche Auswirkungen sie auf das Projekt hat. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH

  • Änderungslenkung

    Änderungslenkung ist ein Teilbereich des Änderungsmanagements, der sicherstellt, dass Projektänderungen ordnungsgemäß geprüft, genehmigt, dokumentiert und umgesetzt werden. Dabei wird kontrolliert, ob die festgelegten Schritte des Änderungsverfahrens eingehalten werden. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Änderungslenkung“) Beispiel: Bei einem Softwareprojekt beantragt der Auftraggeber eine zusätzliche Funktion. Die Projektleitung prüft den Änderungsantrag, bewertet die Auswirkungen auf Kosten und Termine und holt die erforderliche Genehmigung ein. Erst nach der Freigabe wird die Änderung umgesetzt und dokumentiert. Dadurch wird sichergestellt, dass die Änderung kontrolliert in das Projekt integriert wird. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH

  • Änderungsklausel

    Eine Änderungsklausel ist eine vertragliche Regelung, die festlegt, wie Änderungen während eines Projekts vereinbart und genehmigt werden müssen. Sie bestimmt beispielsweise, wer Änderungsanträge oder Änderungsaufträge rechtsgültig unterzeichnen darf und welche Voraussetzungen für die Umsetzung einer Änderung erfüllt sein müssen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Änderungsklausel“) Beispiel: Ein Unternehmen beauftragt einen Dienstleister mit der Entwicklung einer Software. Im Vertrag wird festgelegt, dass Änderungen am Leistungsumfang nur dann umgesetzt werden dürfen, wenn beide Parteien diese schriftlich vereinbart und ein Änderungsprotokoll unterzeichnet haben. Dadurch wird sichergestellt, dass Änderungen verbindlich dokumentiert sind und Missverständnisse vermieden werden. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH

  • Änderungsklasse

    Eine Änderungsklasse ist eine Kategorie, in die Projektänderungen anhand gemeinsamer Merkmale eingeteilt werden. Kriterien können beispielsweise die Dringlichkeit einer Änderung oder ihre Auswirkungen auf die Projektkosten und Termine sein. Dadurch lassen sich Änderungen systematisch bewerten und priorisieren. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Änderungsklasse“) Beispiel: Bei einem Bauprojekt werden Änderungsanträge in drei Klassen eingeteilt: Klasse A umfasst dringende Änderungen mit großen Auswirkungen auf Kosten oder Termine, Klasse B umfasst Änderungen mit mittleren Auswirkungen und Klasse C umfasst kleinere Änderungen mit geringen Auswirkungen. So kann die Projektleitung dringende und weitreichende Änderungen zuerst prüfen und bearbeiten. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH

  • Agile Manifest

    Das Agile Manifest ist eine 2001 veröffentlichte Sammlung von vier Leitsätzen für die agile Softwareentwicklung. Es betont die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Menschen, funktionierender Software, enger Kundenkommunikation und der flexiblen Reaktion auf Veränderungen. Ziel ist es, Projekte anpassungsfähig und schrittweise umzusetzen, anstatt sich ausschließlich auf eine detaillierte Planung zu verlassen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Agile Manifest“) Beispiel: Ein Unternehmen entwickelt eine neue App nach den Prinzipien des Agilen Manifests. Statt alle Funktionen von Beginn an vollständig zu planen, entwickelt das Team zunächst eine einfache Version der App. Diese wird dem Kunden vorgestellt, der Rückmeldungen gibt und Änderungswünsche äußert. Das Team berücksichtigt dieses Feedback im nächsten Entwicklungszyklus und verbessert die App schrittweise. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH

  • Änderungsausschuss

    Ein Änderungsausschuss ist ein Steuerungsgremium in größeren Projekten, das beantragte Änderungen und deren Auswirkungen auf Kosten, Termine und Projektziele bewertet. Je nach Befugnis entscheidet er selbst über die Freigabe oder gibt Empfehlungen an eine übergeordnete Entscheidungsinstanz weiter. Die Entscheidungen werden dokumentiert und ihre Umsetzung veranlasst. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Änderungsausschuss“) Beispiel: Bei einem Softwareprojekt beantragt der Auftraggeber eine zusätzliche Funktion, die das Budget und den Fertigstellungstermin beeinflussen könnte. Der Änderungsausschuss prüft den Änderungsantrag und bewertet den zusätzlichen Aufwand sowie die Auswirkungen auf den Projektplan. Anschließend entscheidet er, ob die Änderung genehmigt wird. Die Entscheidung wird dokumentiert und das Projektteam über die weiteren Schritte informiert. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH

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