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- Unterbewusste Informationen
Unterbewusste Informationen sind Inhalte, die im Langzeitgedächtnis gespeichert sind, aber noch nie bewusst wahrgenommen wurden. Das bedeutet, dass sie noch nicht ins Arbeitsgedächtnis gelangt sind und uns daher nicht bewusst zugänglich sind. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 100) Beispiel: Angenommen, du hörst während eines Gesprächs im Hintergrund ein Lied, ohne es bewusst wahrzunehmen. Später, ohne dass du dich daran erinnerst, kannst du dieses Lied plötzlich summen. Die Melodie war als unterbewusste Information in deinem Gedächtnis gespeichert. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Vorbewusste Informationen
Vorbewusste Informationen sind solche, die einmal bewusst waren und sich daher bereits im Arbeitsgedächtnis befanden, aber aktuell nicht aktiv im Bewusstsein sind. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 100) Beispiel: Angenommen, du suchst nach dem Namen eines alten Schulfreundes. Du weißt, dass du den Namen kennst, aber er fällt dir im Moment nicht ein. Plötzlich erinnerst du dich: Der Name war dir schon einmal bewusst, war aber eine Weile nicht aktiv im Gedächtnis. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Inselbegabte
Inselbegabte sind Menschen, die trotz erheblicher kognitiver Beeinträchtigungen, oft im Zusammenhang mit dem Autismusspektrum, in einem bestimmten Bereich außergewöhnliche Fähigkeiten zeigen. Diese speziellen Fähigkeiten, wie z.B. das schnelle Erlernen von Sprachen oder das perfekte Erinnern an Details, deuten darauf hin, dass sie in diesem Bereich über ein außergewöhnliches Gedächtnis verfügen. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 99) Beispiel: Angenommen, ein Junge mit Autismus kann sich trotz erheblicher kognitiver Einschränkungen jedes Musikstück, das er einmal gehört hat, perfekt merken und es auf dem Klavier nachspielen, ohne jemals Klavierunterricht gehabt zu haben. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Hypnose
Hypnose bezeichnet sowohl das Verfahren zur Induktion eines hypnotischen Trancezustands als auch den Zustand selbst. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 98) Beispiel: Wenn jemand durch gezielte Entspannungsübungen und Konzentrationsübungen in einen tranceähnlichen Zustand versetzt wird, um Schmerzen zu lindern oder Verhaltensänderungen zu unterstützen. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Automatisierter kognitiver Prozess
Ein automatisierter kognitiver Prozess ist ein geistiger Vorgang, der ursprünglich bewusste Kontrolle und Aufmerksamkeit erfordert, aber durch wiederholte Übung so verinnerlicht wird, dass er schließlich ohne bewusste Anstrengung abläuft. Diese Automatisierung ermöglicht es, komplexe Aufgaben effizienter und schneller zu erledigen, da sie weniger kognitive Ressourcen in Anspruch nehmen. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 93) Beispiel: Am Anfang des Autofahrens müssen Fahranfänger auf jede Handlung achten: den Blinker setzen, den Gang wechseln, auf den Verkehr achten. All diese Prozesse erfordern anfangs viel Konzentration und bewusste Steuerung. Doch nach einiger Zeit und viel Übung laufen diese Handlungen automatisch ab, sodass erfahrene Fahrer oft in der Lage sind, Auto zu fahren und gleichzeitig ein Gespräch zu führen, ohne dass die Fahrt dabei an Sicherheit verliert. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Speichern
Speichern bedeutet, dass Informationen, die zuvor enkodiert wurden, über einen längeren Zeitraum im Gedächtnis behalten werden. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 91) Beispiel: Angenommen, du lernst die Vokabeln für einen bevorstehenden Test. Durch das wiederholte Memorieren dieser Wörter speicherst du sie in deinem Gedächtnis, sodass du sie während des Tests abrufen kannst. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Dekodieren
Dekodieren bedeutet, gespeicherte Informationen zu einem späteren Zeitpunkt wiederzufinden und abzurufen. Wenn wir uns an etwas erinnern, wird die gespeicherte Information aus dem Langzeitgedächtnis in das Arbeitsgedächtnis übertragen, um sie wieder präsent zu machen. Dabei werden oft größere Informationsblöcke, sogenannte Chunks, rekonstruiert, um den Abruf effizienter zu gestalten. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 92) Beispiel: Angenommen, du versuchst dich an die Telefonnummer eines Freundes zu erinnern, die du vor einiger Zeit gelernt hast. Anstatt jede einzelne Ziffer separat abzurufen, erinnerst du dich an die Nummer in Teilen, zum Beispiel „0176“ als einen Block und „1234567“ als einen anderen. Dieses Abrufen der Nummer in Blöcken ist ein Beispiel für das Dekodieren von Informationen. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Chunking
Chunking bezeichnet den Prozess, bei dem einzelne Informationen zu größeren, sinnvolleren Einheiten zusammengefasst werden, um sie im Arbeitsgedächtnis besser behalten zu können. Diese Einheiten, auch "Chunks" genannt, helfen dabei, die begrenzte Kapazität des Arbeitsgedächtnisses effizienter zu nutzen. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 92) Beispiel: Angenommen, du versuchst, dir die Zahlenfolge 1-9-6-4-1-7-7-6 zu merken. Anstatt jede Zahl einzeln zu speichern, könntest du sie in zwei Chunks aufteilen, etwa als 1964 und 1776, was es leichter macht, die gesamte Sequenz im Gedächtnis zu behalten. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Enkodieren
Enkodieren bezeichnet den Prozess, bei dem Informationen zum ersten Mal verarbeitet und so im Gedächtnis abgespeichert werden. Es gibt zwei Hauptformen des Enkodierens: das oberflächliche Memorieren, bei dem Informationen eher mechanisch auswendig gelernt werden, und das elaborierte Memorieren, bei dem der Lernstoff intensiv und tiefgehend verarbeitet wird, um ihn besser im Langzeitgedächtnis zu verankern. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 91) Beispiel: Angenommen, du lernst eine neue Sprache. Wenn du Vokabeln nur durch Wiederholung auswendig lernst, betreibst du oberflächliches Memorieren. Wenn du jedoch die neuen Wörter in Sätze einbaust und mit deinem Vorwissen verknüpfst, betreibst du elaboriertes Memorieren. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Registerstruktur
Eine Registerstruktur beschreibt ein System, bei dem Informationen in einer Reihenfolge verarbeitet werden, die sich entlang einer zeitlichen Achse erstreckt. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 81 f.) Beispiel: Angenommen, du merkst dir die Telefonnummern von Freunden, die dir in einer Unterhaltung genannt werden. Dein Gedächtnis funktioniert hier wie ein temporäres Register: Du kannst dir bequem bis zu sieben Telefonnummern merken. Sobald eine neue Telefonnummer hinzukommt, verdrängt sie die älteste Nummer, die du dir gemerkt hast. So hast du immer nur die letzten sieben Telefonnummern im Kopf, und die älteren fallen nach und nach aus deinem Gedächtnis. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Kontrollierter kognitiver Prozess
Ein kontrollierter kognitiver Prozess ist ein bewusster und absichtlicher Gedankenvorgang, bei dem das Individuum aktiv steuert und überwacht, wie Informationen verarbeitet werden. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 75 f.) Beispiel: Angenommen, du versuchst, eine anspruchsvolle mathematische Gleichung zu lösen. Dabei überlegst du dir jeden Schritt genau, überprüfst deine Berechnungen und sorgst dafür, dass du keine Fehler machst. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Konzentration
Konzentration ist ein Zustand, in dem die Aufmerksamkeit gezielt auf eine bestimmte Aufgabe oder Tätigkeit fokussiert wird. Dabei wird die gesamte Verarbeitungskapazität des Gehirns genutzt, um diese Aufgabe effizient zu bearbeiten. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 74) Beispiel: Angenommen, du bereitest dich intensiv auf eine wichtige Prüfung vor und konzentrierst dich dabei so stark auf den Lernstoff, dass du die Geräusche um dich herum, wie Musik oder Gespräche, kaum noch wahrnimmst. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag


