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  • Steuerobjekt

    Das Steuerobjekt, auch Steuergegenstand genannt, ist die Sache, Handlung oder Geldsumme, auf die sich die Steuererhebung richtet. Es ist der konkrete Tatbestand, der die Steuerpflicht begründet. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 204) Beispiele: Gewerbebetrieb, Kraftfahrzeug, Einkommen Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Benutzungsgebühren

    Benutzungsgebühren werden für die Nutzung öffentlicher Einrichtungen und Anlagen erhoben. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 203) Beispiele: Büchereien, Müllabfuhr, Parkplatzgebühren, Eintrittsgebühren Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Verwaltungsgebühren

    Verwaltungsgebühren sind Entgelte, die für die Vornahme von Amtshandlungen oder sonstigen Tätigkeiten erhoben werden. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 203) Beispiele: Ausstellung von Bescheinigungen, Erteilung von Genehmigungen Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Steuern

    Steuern sind die bedeutendsten Einnahmen des Staates in Deutschland. Sie gehören zu den öffentlichen Abgaben, zu denen auch Gebühren, Beiträge und Sonderabgaben zählen. Gemäß der Legaldefinition in § 3 (1) der Abgabenordnung sind Steuern Geldleistungen, die nicht als Gegenleistung für eine spezielle Leistung erbracht werden. Diese Leistungen werden von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Einnahmeerzielung allen auferlegt, die dem gesetzlich festgelegten Tatbestand entsprechen. Die Einnahmeerzielung kann dabei auch nur ein Nebenzweck sein. Zölle und Abschöpfungen gelten ebenfalls als Steuern. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 201 f.) Beispiele: Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Körperschaftsteuer Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Steuervergünstigungen

    Steuervergünstigungen sind steuerliche Regelungen, die zu einer Reduzierung der Steuereinnahmen des Staates führen. Diese Regelungen werden eingeführt, um bestimmte wirtschaftliche, soziale oder politische Ziele zu erreichen. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 191) Beispiel: Ein Unternehmen, das in erneuerbare Energien investiert, erhält eine Steuervergünstigung in Form von Abschreibungen oder direkten Steuerabzügen für seine Investitionen. Dadurch wird die Investition in umweltfreundliche Technologien gefördert und die Steuerlast des Unternehmens reduziert. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Finanzhilfen

    Finanzhilfen sind finanzielle Zuwendungen des Bundes an externe Stellen, die nicht zur Bundesverwaltung gehören. Diese Geldleistungen werden aus verschiedenen Gründen gewährt, darunter die Erhaltung oder Anpassung von Wirtschaftszweigen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden oder Anpassungen an neue Marktbedingungen vornehmen müssen. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 191) Beispiel: Der Bund gewährt einer Firma aus der Automobilbranche eine Finanzhilfe, um die Entwicklung und Produktion von Elektrofahrzeugen zu fördern. Dies unterstützt sowohl die Anpassung des Unternehmens an neue Umweltstandards als auch das Wachstum in einem zukunftsträchtigen Wirtschaftszweig. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Subventionen

    Subventionen sind finanzielle Unterstützungen oder geldwerte Vorteile, die der Staat Privatpersonen oder Unternehmen gewährt. Diese Zuwendungen dienen dazu, bestimmte Produktionsprozesse oder Produkte zu fördern. Dabei profitieren Einzelne oder bestimmte Gruppen auf Kosten der Allgemeinheit. Subventionen können die Wirtschaftsstruktur erheblich beeinflussen, da sie gezielt bestimmte Branchen oder Tätigkeiten begünstigen. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 188) Beispiel: Ein landwirtschaftlicher Betrieb erhält vom Staat eine finanzielle Unterstützung für die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft. Diese Subvention soll nachhaltige Anbaumethoden fördern und umweltfreundlichere Produktionsweisen unterstützen. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Liberalisierung

    Liberalisierung bezieht sich auf die Lockerung oder Abschaffung von staatlichen Regulierungen, die den Wettbewerb und den Marktzugang einschränken. Dies bedeutet, dass der Staat Monopole abbaut und Marktzutrittsschranken für private Unternehmen reduziert oder beseitigt. Das Ziel der Liberalisierung ist es, mehr Wettbewerb zu ermöglichen und private Unternehmen auf Märkten auftreten zu lassen, die zuvor ausschließlich vom öffentlichen Sektor dominiert wurden. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 188) Beispiel: Die europäische Telekommunikationsindustrie wird liberalisiert, indem die Monopole der staatlichen Telekommunikationsunternehmen aufgehoben und private Unternehmen zugelassen werden, um Telefondienste und Internetdienste anzubieten. Dies führt zu mehr Wettbewerb, niedrigeren Preisen und besseren Dienstleistungen für die Verbraucher. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Entstaatlichung

    Entstaatlichung bezieht sich auf den Prozess der Veräußerung staatlicher Institutionen und der Übertragung staatlicher Funktionen auf den privaten Sektor. Dies bedeutet, dass Aufgaben, die zuvor von staatlichen Behörden oder öffentlichen Institutionen wahrgenommen wurden, nun von privaten Unternehmen oder Organisationen übernommen werden. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 188) Beispiel: Die deutsche Bundesregierung beschließt, die staatliche Fluggesellschaft Lufthansa zu privatisieren. Die Anteile des Staates werden an private Investoren verkauft, und die Fluggesellschaft wird fortan als privates Unternehmen betrieben. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Fiskalillusion

    Fiskalillusion bezeichnet das Phänomen, dass Bürger die tatsächliche Steuerlast und die Belastung durch öffentliche Abgaben unterschätzen. Dies kann durch verschiedene Mechanismen geschehen, wie etwa durch das Hineinwachsen in höhere Steuerprogressionen ohne explizite Steuererhöhungen oder durch die Struktur der Abgaben, die indirekte Steuern und Schulden umfasst. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 180) Beispiel: Ein Arbeitnehmer merkt, dass er trotz gleichbleibenden Einkommens immer mehr Steuern zahlt, weil er in höhere Steuerklassen aufgestiegen ist. Gleichzeitig sieht er nicht direkt die Belastung durch indirekte Steuern, wie die Mehrwertsteuer, und hat den Eindruck, dass seine Steuerlast nicht signifikant gestiegen ist. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Staatliche Monopolstellung

    Eine staatliche Monopolstellung liegt vor, wenn der öffentliche Sektor in bestimmten Bereichen als alleiniger Anbieter agiert. Ohne Konkurrenz von privaten Unternehmen und alternative Angebote besteht allerdings das Risiko ineffizienter Kostenstrukturen. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 172) Beispiel: Deutsche Bahn, Postdienste, Wasserversorgung, Gesundheitsversorgung Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Staatsversagen

    Staatsversagen beschreibt Situationen, in denen staatliche Eingriffe in den Markt zu suboptimalen Ergebnissen führen. Diese können sich beispielsweise in Form von ineffizienter Güterallokation, Instabilität oder Verschwendung im öffentlichen Sektor äußern. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 170) Beispiele: Subventionen, Korruption, Versagen der Sozialpolitik, Vetternwirtschaft Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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