SUCHE
Search this site
11591 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche
- Zinsen
Zinsen sind die Entlohnung, die ein Schuldner an einen Gläubiger für die vorübergehende Bereitstellung von Geldmitteln zahlt. Da es sich um ein zeitlich begrenztes Geschäft handelt, betrachtet man Zinsen als Bestandshaltepreis. Im Gegensatz zu Kaufpreisen in Kaufgeschäften, bei denen das Eigentum dauerhaft den Besitzer wechselt, bleibt das geliehene Kapital beim Zinsgeschäft im Eigentum des Gläubigers. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 135) Beispiele: Kreditzins, Leitzins, Kapitalmarktzins, Nominalzins, Realzins, Sollzins, Habenzins Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 135
- Portfolio
Ein Portfolio ist ein Bündel aus verschiedenen einzelnen Anlagen, die ein Anleger besitzt. Anstatt sein gesamtes Kapital in eine einzige Anlageform zu investieren, kann der Anleger sein Geld auf verschiedene Anlageformen oder verschiedene Einzelanlagen innerhalb einer Anlageform aufteilen. Dies entspricht der Realität, in der Anleger häufig die Wahl haben, ihr Anlagekapital diversifiziert zu investieren, um das Risiko zu streuen und potenzielle Renditen zu maximieren. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 129) Beispiel: Ein Anleger investiert sein Geld in ein Portfolio, das aus Aktien, Anleihen und Immobilien besteht. Dadurch verteilt er sein Risiko auf verschiedene Anlageklassen anstatt alles in eine einzige Aktie zu investieren. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 129
- Risikoneutralität
Risikoneutralität ist eine Risikoeinstellung eines Anlegers und bedeutet, dass ein Anleger bei der Anlageentscheidung das Risiko nicht berücksichtigt. Es spielt für ihn keine Rolle, ob eine Anlage riskant ist oder nicht. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 126 f.) Beispiel: Ein risikoneutraler Anleger wählt zwischen einem Staatsanleihenfonds und einem Aktienfonds, nur basierend auf der erwarteten Rendite, unabhängig davon, dass der Aktienfonds volatiler ist. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 126-127
- Risikofreude
Risikofreude ist eine Risikoeinstellung eines Anlegers und bedeutet, dass ein Anleger bei zwei ansonsten gleichen Anlagen diejenige mit höherem Risiko bevorzugt, da das Risiko selbst für ihn einen Vorteil darstellt, ähnlich wie bei einem Spielertypen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 126) Beispiel: Ein Anleger, der zwischen einer sicheren Staatsanleihe und einer hochriskanten Aktie eines Start-ups wählt und sich für die Aktie entscheidet, weil er die Möglichkeit eines hohen Gewinns trotz des höheren Risikos bevorzugt. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 126
- Erwartete Rendite
Die erwartete Rendite ist eine Schätzung, die ein Anleger auf Basis vergangener Renditen für eine zukünftige Anlage vornimmt. Diese Schätzung kann durch eine Analyse historischer Renditen erfolgen. Der Durchschnitt aller vergangenen Renditen dient dabei als Schätzwert für die zukünftige Rendite. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 124 f.) Beispiel: Ein Anleger analysiert die Renditen einer Aktie über die letzten fünf Jahre und stellt fest, dass die durchschnittliche jährliche Rendite 8 % betrug. Basierend auf diesen historischen Daten schätzt er, dass die erwartete Rendite für das nächste Jahr ebenfalls etwa 8 % betragen wird. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 124-125
- Renditerisiko
Das Renditerisiko bezieht sich auf die Unsicherheit der Rendite bei vielen Anlageformen zu Beginn der Investition. Der Anleger trägt ein Risiko, das hauptsächlich durch zwei Faktoren beeinflusst wird. Erstens das Risiko aufgrund möglicher Preisänderungen: Bei vielen Anlageformen ist der zukünftige Verkaufspreis nicht garantiert. Selbst bei Anlageformen mit festem Verkaufspreis, wie verzinslichen Wertpapieren, bleibt ein gewisses Risiko bestehen, da die Zahlungsfähigkeit des Schuldners nicht immer gesichert ist. Zweitens das Risiko aufgrund unsicherer laufender Erträge: Bei Anlagen mit laufenden Erträgen, wie Dividenden von Aktien, ist die Höhe dieser Erträge oft ungewiss. Selbst bei Anlagen mit fest vereinbarten Erträgen, wie Mieteinnahmen, besteht ein Risiko, beispielsweise durch die Zahlungsunfähigkeit der Mieter. Diese beiden Faktoren zusammen ergeben das Gesamtrisiko oder das Renditerisiko. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 123) Beispiel: Ein Investor kauft Aktien eines Unternehmens. Die erwartete Rendite besteht aus möglichen Kursgewinnen und Dividenden. Allerdings kann der Aktienkurs fallen, was zu einem Verlust führt, und die Dividende kann geringer ausfallen oder ganz ausbleiben, wenn das Unternehmen schlechtere Geschäftsergebnisse erzielt. Dieses Zusammenspiel von unsicheren Verkaufspreisen und ungewissen laufenden Erträgen stellt das Renditerisiko dar. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 123
- Rendite
Die Rendite ist der Ertrag, den ein angelegtes Kapital in einen bestimmten Zeitraum bringt. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 121 ff.) Beispiele: Einperiodische Rendite, Dividendenrendite, Geometrische Rendite Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 121-123
- Humanvermögen
Humanvermögen umfasst die Fähigkeiten und Kenntnisse, die private Haushalte als Produktionsfaktoren besitzen. Es bezieht sich auf das Wissen, die Bildung, die Kompetenzen und die Erfahrungen, die Individuen erlangen und die ihre Produktivität und ihr Einkommenspotenzial erhöhen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 120) Beispiel: Berufsausbildung als Verkäufer, Bachelor of Science, Berufserfahrung Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 120
- Realvermögen
Realvermögen umfasst alle materiellen und immateriellen Wirtschaftsgüter, die nicht in Geldwerten ausgedrückt werden. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 120) Beispiele: Immobilien, Fahrzeuge, Maschinen, Patente, Markenrechte Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 120
- Geldvermögen
Geldvermögen umfasst alle Forderungen, die in Geldwerten ausgedrückt werden. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 120) Beispiele: Sparguthaben bei einer Bank, Anleihen, Aktien Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 120
- Bandbreitensysteme
Bandbreitensysteme sind Systeme fester Wechselkurse, bei denen die Zentralbanken nicht sofort eingreifen müssen, wenn der Wechselkurs von der festgelegten Parität abweicht. Stattdessen gibt es festgelegte Bandbreiten um den vereinbarten Wechselkurs, innerhalb derer sich der Kurs frei bewegen kann. Erst wenn der Kurs die obere oder untere Grenze dieser Bandbreite erreicht, sind die Zentralbanken verpflichtet zu intervenieren. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 110 f.) Beispiele: Europäische Währungssystem (EWS), Wechselkursmechanismus II (WKM II) Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 110-111
- Currency-Board-Systeme
Currency-Board-Systeme sind einseitig eingerichtete Systeme fester Wechselkurse, die häufig von kleineren Staaten genutzt werden, um ihre Währung an eine größere, stabile Ankerwährung zu binden. Ein Currency-Board ist eine Institution, die gesetzlich verpflichtet ist, die Ankerwährung zum festgelegten Kurs in unbegrenzter Menge zu kaufen oder zu verkaufen. Dadurch wird die Geldmenge der eigenen Währung direkt an die Währungsreserven der Ankerwährung gekoppelt. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 110 f.) Beispiel: Hongkong nutzt ein Currency-Board-System, bei dem der Hongkong-Dollar fest an den US-Dollar gebunden ist. Das Currency-Board von Hongkong garantiert, dass es jederzeit Hongkong-Dollar gegen US-Dollar zum festen Kurs von 7,8 HKD/USD tauschen kann. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 110-111


