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Renditerisiko

Das Renditerisiko bezieht sich auf die Unsicherheit der Rendite bei vielen Anlageformen zu Beginn der Investition. Der Anleger trägt ein Risiko, das hauptsächlich durch zwei Faktoren beeinflusst wird.


Erstens das Risiko aufgrund möglicher Preisänderungen: Bei vielen Anlageformen ist der zukünftige Verkaufspreis nicht garantiert. Selbst bei Anlageformen mit festem Verkaufspreis, wie verzinslichen Wertpapieren, bleibt ein gewisses Risiko bestehen, da die Zahlungsfähigkeit des Schuldners nicht immer gesichert ist.


Zweitens das Risiko aufgrund unsicherer laufender Erträge: Bei Anlagen mit laufenden Erträgen, wie Dividenden von Aktien, ist die Höhe dieser Erträge oft ungewiss. Selbst bei Anlagen mit fest vereinbarten Erträgen, wie Mieteinnahmen, besteht ein Risiko, beispielsweise durch die Zahlungsunfähigkeit der Mieter.


Diese beiden Faktoren zusammen ergeben das Gesamtrisiko oder das Renditerisiko. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 123)


Beispiel: Ein Investor kauft Aktien eines Unternehmens. Die erwartete Rendite besteht aus möglichen Kursgewinnen und Dividenden. Allerdings kann der Aktienkurs fallen, was zu einem Verlust führt, und die Dividende kann geringer ausfallen oder ganz ausbleiben, wenn das Unternehmen schlechtere Geschäftsergebnisse erzielt. Dieses Zusammenspiel von unsicheren Verkaufspreisen und ungewissen laufenden Erträgen stellt das Renditerisiko dar.


Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg,

S. 123

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