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Produktionsdefizit
Ein Produktionsdefizit liegt vor, wenn Schüler zwar über die nötigen kognitiven Voraussetzungen verfügen, eine Lernstrategie aber noch nicht selbstständig anwenden. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 130) Beispiel: Beispielsweise führen Kinder in der Sekundarstufe die Probe bei einer Subtraktionsaufgabe nur dann durch, wenn der Lehrer sie ausdrücklich dazu auffordert, wenden sie die Strategie aber eigenständig noch nicht an. Hesse, I.; Latzko, B. (2017): Diagnostik für Lehrkräfte. 3

Andreas Armster
23. Dez. 20251 Min. Lesezeit


Mediationsdefizit
Ein Mediationsdefizit liegt vor, wenn Schüler die kognitiven Voraussetzungen für eine Lernstrategie besitzen, diese aber noch nicht anwenden können, selbst wenn ihnen die Strategie vom Lehrer vorgemacht wird. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 130) Beispiel: Rechnen in der Grundschule: Der Lehrer erklärt den Kindern, wie man die Probe bei einer Subtraktionsaufgabe durchführt. Obwohl die Schüler die Probe verstehen könnten, wenden sie sie nicht selbstständig an und warten darauf, das

Andreas Armster
23. Dez. 20251 Min. Lesezeit


Ressourcenstrategien
Ressourcenstrategien sind Lernstrategien, die darauf abzielen, innere und äußere Voraussetzungen des Lernens gezielt zu steuern und zu optimieren, etwa durch Aufmerksamkeitssteuerung, Zeitmanagement, eine geeignete Lernumgebung, die Nutzung von Hilfsmitteln sowie die Wahl passender Arbeitsformen und Sozialformen, um den Lernprozess effektiv zu unterstützen. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 129 f.) Beispiel: Ein Schüler legt vor dem Lernen sein Smartphone weg, richtet seinen Schrei

Andreas Armster
23. Dez. 20251 Min. Lesezeit


Bewertungskomponente
Die Bewertungskomponente bezeichnet die metakognitive Fähigkeit, den eigenen Lernprozess nach Abschluss einer Lernphase kritisch zu reflektieren. Dabei überprüft der Lerner, ob die gesetzten Lernziele erreicht wurden, ob Zeitplanung und Vorgehen sinnvoll waren und welche Lernstrategien effektiv oder verbesserungsbedürftig sind, um zukünftige Lernprozesse gezielter zu optimieren. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 129) Beispiel: Nach dem Lernen für eine Biologieklausur schaut sich ei

Andreas Armster
23. Dez. 20251 Min. Lesezeit


Überwachungskomponente
Die Überwachungskomponente bezeichnet die metakognitive Kontrolle des laufenden Lernprozesses, bei der Lernende ihren Arbeitsfortschritt fortwährend mit den gesetzten Lernzielen vergleichen, um Verständnisprobleme, Fehler oder Wissenslücken frühzeitig zu erkennen und ihr Vorgehen bei Bedarf anzupassen. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 129) Beispiel: Während des Lernens für eine Geschichtsarbeit überprüft ein Schüler regelmäßig, ob er die Inhalte ohne Hilfe des Buches erklären kann

Andreas Armster
23. Dez. 20251 Min. Lesezeit


Planungskomponente
Die Planungskomponente metakognitiver Lernstrategien umfasst alle bewussten Vorbereitungen eines Lerners vor Beginn einer Lernphase, wie das Festlegen von Lernzielen, das Einteilen der Lernzeit, die Auswahl geeigneter Lernstrategien sowie die Strukturierung der einzelnen Lernschritte, um den Lernprozess zielgerichtet und effizient zu gestalten. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 129) Beispiel: Vor dem Lernen für eine Biologiearbeit über das Herz-Kreislauf-System überlegt sich die Sc

Andreas Armster
23. Dez. 20251 Min. Lesezeit
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