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- Konsumorientierte Einkommensteuer
Die konsumorientierte Einkommensteuer, auch als Ausgabensteuer bekannt, besteuert nicht das gesamte Einkommen, sondern nur den Teil, der für Konsum ausgegeben wird. Unter diesem Konzept bleibt Einkommen, einschließlich Vermögenszuwächsen, steuerfrei, solange es nicht ausgegeben wird. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 400) Beispiel: Angenommen, Lisa verdient 60.000 Euro im Jahr, gibt aber nur 30.000 Euro für Konsum aus und spart den Rest. Bei einer konsumorientierten Einkommensteuer wird sie nur auf die 30.000 Euro Konsumausgaben Steuern zahlen, nicht auf ihr gesamtes Einkommen. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg
- Duale Einkommensteuer
Die duale Einkommensteuer behandelt Kapitaleinkommen und übrige Einkommen getrennt. Kapitaleinkommen werden dabei mit einem niedrigeren Steuersatz besteuert. In Deutschland wird diese Methode durch die Abgeltungsteuer umgesetzt, die Kapitaleinkommen ebenfalls mit einem niedrigeren, separaten Steuersatz besteuert. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 399) Beispiel: Angenommen, Max hat ein Gehalt von 50.000 Euro und Kapitaleinkünfte von 5.000 Euro. Bei der dualen Einkommensteuer wird das Gehalt mit dem regulären Einkommenssteuersatz und die Kapitaleinkünfte mit einem niedrigeren Steuersatz besteuert. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg
- Schedulensteuer
Eine Schedulensteuer ist eine Form der Einkommensteuer, bei der verschiedene Einkommensarten separat besteuert werden, anstatt sie zu einem steuerpflichtigen Gesamteinkommen zusammenzufassen. Diese Methode, auch als analytische Einkommensteuer bekannt, unterteilt das Einkommen nach seiner Herkunft, sodass jede Einkommensart eine eigene Bemessungsgrundlage hat und individuell besteuert wird. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 399) Beispiel: Angenommen, Anna hat ein Gehalt von 30.000 Euro und Mieteinnahmen von 10.000 Euro. Bei der Schedulensteuer werden diese Einkommensarten separat besteuert: Das Gehalt und die Mieteinnahmen haben jeweils eigene Steuersätze und Bemessungsgrundlagen, ohne zu einem Gesamteinkommen zusammengerechnet zu werden. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg
- Quellentheorie
Die Quellentheorie unterscheidet Einkommensarten nach ihrer Herkunft und erfordert dauerhafte Einkommensquellen. Arbeitseinkommen stammt aus Arbeitsleistung, Kapitaleinkommen aus Kapitalanlagen und Unternehmergewinne aus Betrieben. Einkünfte müssen regelmäßig fließen, um als Einkommen zu gelten. Einmalige Einnahmen wie Erbschaften, Lotteriegewinne oder Wertänderungen werden nicht berücksichtigt. Diese Theorie verknüpft Einkommen eng mit der volkswirtschaftlichen Wertschöpfung, lässt jedoch offen, warum einmalige Einkünfte grundsätzlich von der Besteuerung ausgeschlossen sein sollten. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 399) Beispiel: Gehälter, Mieteinnahmen und Unternehmensgewinne werden nach der Quellentheorie als Einkommen betrachtet, während ein Lotteriegewinn nicht als steuerpflichtiges Einkommen gilt. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg
- Reinvermögenszugangstheorie
Die Reinvermögenszugangstheorie definiert Einkommen als den gesamten Vermögenszuwachs plus Konsum in einer bestimmten Periode. Diese Theorie entspricht der synthetischen Einkommensteuer, bei der alle Einkünfte zusammengefasst und mit einem einheitlichen Steuersatz besteuert werden, unabhängig von ihrer Herkunft. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 398) Beispiel: Angenommen, das Einkommen in einem Jahr beträgt den Vermögenszuwachs (z.B. Aktiengewinne) plus das, was für Konsum ausgegeben wird. Diese umfassende Definition vermeidet Unterscheidungen zwischen verschiedenen Einkommensarten und erleichtert die Besteuerung. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg
- Synthetische Einkommensteuer
Die synthetische Einkommensteuer fasst alle unterschiedlichen Einkommensarten einer Person zu einer einheitlichen Bemessungsgrundlage zusammen und besteuert diese mit einem einheitlichen Steuersatz. Dabei wird nicht zwischen der Herkunft oder der Verwendung des Einkommens unterschieden, sondern alle Einkünfte werden gleich behandelt und gleich belastet. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 398) Beispiel: Angenommen, Lisa hat im Jahr ein Gehalt von 40.000 Euro, Mieteinnahmen von 10.000 Euro und Kapitaleinkünfte von 5.000 Euro. Bei der synthetischen Einkommensteuer werden all diese Einkünfte zu einer Bemessungsgrundlage von 55.000 Euro zusammengefasst. Dieser Gesamtbetrag wird dann mit einem einheitlichen Steuersatz besteuert, unabhängig von der Herkunft des Einkommens. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg
- Einkommensteuer
Die Einkommensteuer ist eine Steuer, die direkt auf das Einkommen einer Person erhoben wird. Dabei spielt der Einkommensbegriff eine wichtige Rolle, da er festlegt, was alles als Einkommen zählt. Diese Definition des Einkommens bildet die Basis, auf der die Steuer berechnet wird, also die sogenannte Bemessungsgrundlage. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 397) Beispiel: Andreas verdient im Jahr 50.000 Euro. In seinem Land gelten gestaffelte Steuersätze: 0 % für die ersten 10.000 Euro, 20 % für die nächsten 30.000 Euro und 30 % für Einkommen über 40.000 Euro. Für die ersten 10.000 Euro zahlt er keine Steuer. Für die nächsten 30.000 Euro zahlt er 6.000 Euro (20 %) und für die letzten 10.000 Euro zahlt er 3.000 Euro (30 %). Insgesamt beträgt seine Einkommensteuer 9.000 Euro. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg
- Output Gap
Output Gap bezeichnet die Differenz zwischen dem tatsächlichen Bruttoinlandsprodukt (BIP) und dem potenziellen oder Trend-BIP, das bei Vollauslastung der Wirtschaftskapazitäten erreicht werden könnte. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 390 f.) Beispiel: Angenommen, das tatsächliche BIP eines Landes beträgt 950 Milliarden Euro, während das potenzielle BIP, das bei Vollbeschäftigung und optimaler Nutzung der Ressourcen erreicht werden könnte, 1.000 Milliarden Euro beträgt. Die Outputlücke beträgt dann 50 Milliarden Euro (1.000 Milliarden - 950 Milliarden Euro). Diese Outputlücke zeigt, dass die Wirtschaft nicht voll ausgelastet ist. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg
- Saldo des Vollbeschäftigungsbudgets
Der Saldo des Vollbeschäftigungsbudgets (Full Employment Budget Surplus, FEBS) ist ein Konzept, das in den USA entwickelt wurde, um die konjunkturbedingten Schwankungen im Budgetsaldo zu eliminieren. Der FEBS zeigt, wie der Haushaltssaldo aussehen würde, wenn die Wirtschaft bei Vollbeschäftigung operieren würde. Dadurch wird sichergestellt, dass der Saldo nur durch gezielte politische Maßnahmen (diskretionäre Maßnahmen) beeinflusst wird, und nicht durch konjunkturelle Veränderungen. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 390) Beispiel: Angenommen, der Staat hat aktuell ein Budgetdefizit von 20 Milliarden Euro. Ein Teil dieses Defizits ist auf die hohe Arbeitslosigkeit und geringere Steuereinnahmen während einer Rezession zurückzuführen. Wenn die Wirtschaft bei Vollbeschäftigung wäre, würden die zusätzlichen Steuereinnahmen und geringeren Sozialausgaben das Defizit auf nur 5 Milliarden Euro reduzieren. Dieser Betrag von 5 Milliarden Euro ist der FEBS und zeigt, dass das strukturelle Defizit geringer ist als das aktuelle Defizit, das durch konjunkturelle Faktoren beeinflusst wird. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg
- Primärsaldo
Der Primärsaldo ist der Budgetsaldo eines Haushalts ohne Berücksichtigung der Zinszahlungen auf die bestehenden Schulden. Er gibt an, ob die laufenden Einnahmen und Ausgaben eines Staates, abzüglich der Zinsausgaben, im Gleichgewicht sind. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 389) Beispiel: Ein Staat hat einen Budgetsaldo von -5 Milliarden Euro, wobei 2 Milliarden Euro auf Zinszahlungen entfallen. Der Primärsaldo beträgt somit -3 Milliarden Euro, da die laufenden Ausgaben (ohne Zinszahlungen) die laufenden Einnahmen um 3 Milliarden Euro übersteigen. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg
- Budgetsaldo
Der Budgetsaldo ist der Saldo zwischen den Einnahmen und Ausgaben eines Haushalts, beispielsweise eines Staates, innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Er zeigt, ob der Haushalt einen Überschuss oder ein Defizit aufweist. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 389) Beispiel: Der Budgetsaldo eines Staates beträgt -10 Milliarden Euro. Das bedeutet, dass die Ausgaben des Staates um 10 Milliarden Euro höher sind als seine Einnahmen. Dieser negative Budgetsaldo zeigt an, dass der Staat ein Defizit hat. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg
- Parallelpolitik
Parallelpolitik bezeichnet eine Situation, in der staatliche Ausgaben direkt an die Einnahmen gekoppelt sind und sich somit in die gleiche Richtung entwickeln. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 387) Beispiel: Wenn die Regierung während eines Wirtschaftsbooms höhere Steuereinnahmen verzeichnet und diese zusätzlichen Einnahmen direkt für erhöhte Staatsausgaben verwendet. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg


