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- Preisspaltung
Preisspaltung bezieht sich darauf, dass bestimmte Bestandteile oder Komponenten eines Produkts separat berechnet werden und Kunden diese nur einzeln bestellen können. Ein Beispiel hierfür sind Zusatzpakete für Kraftfahrzeuge, bei denen der Kunde wählen kann, welche zusätzlichen Ausstattungsmerkmale oder Funktionen er wünscht und dafür jeweils einen separaten Preis bezahlt. (vgl. Kußmaul 2016, S. 91) Beispiel: Ein Kunde kann ein Basisauto zu einem bestimmten Preis kaufen, aber dann werden zusätzliche Optionen wie Navigationssystem, Ledersitze oder ein Panoramadach separat angeboten und zu einem zusätzlichen Preis verkauft. Der Kunde kann dann je nach Bedarf und Budget wählen, welche dieser Zusatzoptionen er hinzufügen möchte. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 91
- Verbundpreisbildung
Die Verbundpreisbildung bezeichnet den Verkauf eines Produkts nur in Kombination mit einem anderen Produkt. (vgl. Kußmaul 2016, S. 91) Beispiele: Drucker und Tintenpatrone, Smartphone und Mobilfunkvertrag Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 91
- Penetrationsstrategie
Die Penetrationsstrategie beinhaltet die Absicht, den Preis von Anfang an relativ niedrig zu halten, um potenzielle Konkurrenten davon abzuhalten, in den Markt einzutreten. Dies dient als eine Art Barriere für den Markteintritt. Die Effektivität dieser Strategie hängt von der Preiselastizität ab. Wenn die Nachfrage nach dem Produkt relativ unempfindlich auf Preisänderungen reagiert, ist die Penetrationsstrategie möglicherweise nicht besonders wirksam. Im Gegensatz dazu kann sie erfolgreich sein, wenn die Preiselastizität hoch ist, was bedeutet, dass die Nachfrage stark von Preisänderungen beeinflusst wird. Wenn der Preis jedoch als Indikator für Qualität betrachtet wird, ist es möglicherweise ratsam, auf die Penetrationsstrategie zu verzichten, da ein zu niedriger Preis die Wahrnehmung der Qualität beeinträchtigen könnte. (vgl. Kußmaul 2016, S. 91) Beispiel: Ein neues Unternehmen tritt in den Markt für Smartphones ein. Um sich schnell einen Marktanteil zu sichern und etablierte Konkurrenten abzuwehren, bietet das Unternehmen sein Smartphone zu einem deutlich niedrigeren Preis als vergleichbare Modelle der etablierten Marken an. Dadurch lockt es Kunden an, die auf der Suche nach einem kostengünstigen Produkt sind. Durch die niedrigen Preise kann das Unternehmen schnell Marktanteile gewinnen und eine treue Kundenbasis aufbauen. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 91
- Abschöpfungsstrategie
Die Abschöpfungsstrategie beinhaltet den Verkauf eines Produkts zu einem anfänglich höheren Preis, um die erste Käuferschicht anzusprechen, gefolgt von einer Preissenkung, um neue Käuferschichten zu erreichen. (vgl. Kußmaul 2016, S. 91) Beispiel: Ein Unternehmen bringt ein neues Buch auf den Markt und entscheidet sich dafür, es zunächst nur in einer teureren gebundenen Ausgabe anzubieten, um diejenigen anzusprechen, die bereit sind, einen höheren Preis zu zahlen. Nachdem diese anfängliche Gruppe von Käufern bedient wurde, wird das Unternehmen eine günstigere Taschenbuchausgabe herausbringen, um ein breiteres Publikum zu erreichen und die Verkaufszahlen weiter zu steigern. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 91
- Preispolitik
Die Preispolitik befasst sich mit der Festlegung der Verkaufspreise eines Unternehmens. Sie besteht aus zwei Hauptbereichen: der Preisstrukturpolitik und der Preisablaufpolitik, auch bekannt als laufende Preispolitik. Die Preisstrukturpolitik betrifft das Preisgefüge der Produkte innerhalb des Unternehmens, einschließlich des Basisprogramms und der Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen. Dabei legen Preislagen eine Bandbreite fest, die den Spielraum für laufende Preisentscheidungen bildet. Die Preisablaufpolitik, oder laufende Preispolitik, wird hauptsächlich von Marktdaten, rechtlichen Aspekten und Kostenstrukturen beeinflusst. (vgl. Kußmaul 2016, S. 90) Beispiel: Ein Supermarkt bietet verschiedene Marken von Fruchtsaft an. Die Preisstrukturpolitik könnte festlegen, dass die Eigenmarke des Supermarktes preislich unter den Markenprodukten positioniert ist, um Kunden anzuziehen. Innerhalb dieser Preislage gibt es dann Spielraum für laufende Preisentscheidungen, zum Beispiel Rabatte oder Sonderangebote, um die Verkaufszahlen zu steigern. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 90
- Produktpolitik
Die Produktpolitik beinhaltet alle Entscheidungen und Aktionen, die die Einführung neuer Produkte oder die Anpassung bereits existierender Produkte betreffen. Ihr Hauptziel ist es, Marktanteile zu erweitern oder zu erhalten. Da Produkte jedoch eine begrenzte Lebensdauer haben, ist es entscheidend, rechtzeitig vor dem Ende der Marktfähigkeit eines Produkts ein Ersatzprodukt zu entwickeln. (vgl. Kußmaul 2016, S. 87) Beispiel: Ein Technologieunternehmen führt ein neuen Smartphones ein. Das Unternehmen könnte Entscheidungen treffen bezüglich des Designs, der Funktionen, des Preises und der Vermarktungsstrategie des neuen Produkts, um Marktanteile zu gewinnen oder zu halten. Gleichzeitig könnte es auch bereits bestehende Smartphones durch regelmäßige Updates oder neue Modelle verbessern, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die Nachfrage der Kunden zu erfüllen. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 87
- Laterale Diversifikation
Bei der lateralen Diversifikation wagt ein Unternehmen einen Schritt in völlig neue Produkte und Marktgebiete. Die neuen Produkte haben keinen sachlichen Zusammenhang mit den bisherigen. Die Motive für diese Strategie liegen unter anderem in der Risikostreuung oder dem Wunsch, am Wachstum einer Branche teilzuhaben. (vgl. Kußmaul 2016, S. 85) Beispiel: Ein Lebensmittelhersteller beschließt, in die Unterhaltungselektronikbranche einzusteigen, indem er Fernsehgeräte oder Smartphones herstellt. Hierbei gibt es keinen offensichtlichen Zusammenhang zwischen Lebensmitteln und Elektronik, und das Unternehmen betritt völlig neue Marktgebiete außerhalb seines bisherigen Tätigkeitsfeldes. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 85
- Vertikale Diversifikation
Vertikale Diversifikation bezeichnet die strategische Entscheidung eines Unternehmens, seine Aktivitäten entweder auf vorgelagerte oder nachgelagerte Wirtschaftsstufen auszudehnen. (vgl. Kußmaul 2016, S. 85) Beispiel: Ein Unternehmen, das bisher nur in der Herstellung von Kleidung tätig war, beschließt, auch in die Produktion von Stoffen oder Garnen einzusteigen (vorwärts integriert) oder entscheidet sich, Einzelhandelsgeschäfte für seine Kleidung zu eröffnen (rückwärts integriert). Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 85
- Horizontale Diversifikation
Horizontale Diversifikation bezeichnet die strategische Entscheidung eines Unternehmens, sein Produktangebot durch verwandte Produkte auf derselben Wirtschaftsstufe für die gleiche Zielgruppe zu erweitern. Dabei besteht ein sachlicher Zusammenhang innerhalb des Produktprogramms, der sich beispielsweise in der Verwendung ähnlicher Werkstoffe und Technologien, der Nutzung bestehender Vertriebssysteme oder der Belieferung verwandter Teilmärkte zeigt. (vgl. Kußmaul 2016, S. 85) Beispiel: Ferreros Erweiterung seines Schokoladenprogramms, indem es Kinder-Milchschnitte, Kinder-Pingui und ähnliche Produkte einführte, die sich an dieselbe Zielgruppe wie ihre Kinder-Schokoladenprodukte richteten. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 85
- Diversifikationsstrategie
Die Diversifikationsstrategie bezieht sich darauf, dass Unternehmen ihre Geschäftsaktivitäten auf neue Produkte für neue Märkte ausweiten, um das Risiko zu streuen und das Wachstumspotenzial zu maximieren. (vgl. Kußmaul 2016, S 85) Beispiele: Horizontale Diversifikation, Vertikale Diversifikation, Laterale Diversifikation Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 85
- Produktentwicklungsstrategie
Bei der Produktentwicklungsstrategie werden auf den bestehenden Märkten neue Produkte eingeführt. Diese können entweder echte Innovationen sein, also originäre Produkte, die zuvor nicht existierten, oder sie können Imitationen bereits vorhandener Produkte sein, die jedoch neue Merkmale oder Funktionen bieten. In der heutigen Marktumgebung und Wettbewerbsumgebung ist es entscheidend, dass die Produktentwicklung stark kundenorientiert und marktorientiert ist. Das bedeutet, dass bei der Gestaltung neuer Produkte die Wünsche, Erwartungen und Probleme der Kunden berücksichtigt werden müssen, um entsprechende Lösungen anzubieten. (vgl. Kußmaul 2016, S. 84 f.) Beispiel: Ein Unternehmen beschließt die Einführung eines neuen Smartphones auf dem Markt. Wenn ein Technologieunternehmen die Bedürfnisse seiner Kunden analysiert und feststellt, dass diese ein Smartphone mit verbesserten Kamerafunktionen und längerer Akkulaufzeit wünschen, könnte das Unternehmen ein neues Modell entwickeln, das genau diese Anforderungen erfüllt. Das neue Smartphone wäre eine Innovation, da es neue Funktionen bietet, die es in früheren Modellen nicht gab, und es würde den Bedürfnissen der Kunden besser entsprechen, was zu einem erfolgreichen Produkt auf dem Markt führen könnte. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 84-85
- Marktentwicklungsstrategie
Die Marktentwicklungsstrategie zielt darauf ab, für vorhandene Produkte neue Absatzmärkte zu erschließen oder zu entwickeln. Dies kann auf verschiedene Weisen geschehen. Ein Ansatz besteht darin, geografische Märkte zu erweitern, sei es regional, national oder international, um zusätzliche Kunden zu gewinnen. Ein anderer Ansatz besteht darin, in Zusatzmärkte vorzudringen, indem die Funktionen bestehender Produkte gezielt erweitert werden, um neue Kundengruppen anzusprechen. (vgl. Kußmaul 2016, S. 84) Beispiel: Ein Unternehmen ist bisher nur in seinem Heimatland aktiv und beschließt, in internationale Märkte vorzudringen. Indem es seine Produkte in neuen Ländern einführt, kann es eine größere Kundenbasis erreichen und seinen Umsatz steigern. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 84


