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- Gemeinlastprinzip
Das Gemeinlastprinzip als Teil der Umweltpolitik besagt, dass die Gemeinschaft oder der Staat die Verantwortung für die Folgen von Umweltschäden trägt, im Gegensatz zum Verursacherprinzip, bei dem die Verursacher für die Beseitigung oder Kompensation von Umweltschäden verantwortlich sind. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 33 f.) Beispiel: Abfallbeseitigung in einem öffentlichen Park durch die Gemeinde Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 33-34
- Kooperationsprinzip
Das Kooperationsprinzip als Teil der Umweltpolitik sieht vor, dass verschiedene gesellschaftliche Gruppen bei der Festlegung und Umsetzung von Umweltzielen zusammenarbeiten. Das bedeutet, dass beispielsweise von umweltschädlichen Maßnahmen betroffene Personen in Planungsprozesse einbezogen werden. Auch Selbstverpflichtungen ganzer Industriezweige können diesem Prinzip entsprechen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 33 f.) Beispiel: Verzicht auf Palmöl in der Lebensmittelproduktion Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 33-34
- Verursacherprinzip
Das Verursacherprinzip als Teil der Umweltpolitik besagt, dass diejenigen, die Umweltschäden verursachen, für deren Beseitigung oder Ausgleich verantwortlich sind. Das bedeutet, dass die Verursacher für die entstandenen Schäden aufkommen müssen, indem externe Kosten auf sie übertragen werden und somit zu privaten Kosten werden. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 33) Beispiel: Verschütten von Chemikalien in einen Fluss Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 33
- Vorsorgeprinzip
Das Vorsorgeprinzip als Teil der Umweltpolitik besagt, dass Maßnahmen im Umweltschutz frühzeitig ergriffen werden sollten, um Umweltschäden von vornherein zu vermeiden. Dies bedeutet, dass Vorschriften, Auflagen und Verbote im Hinblick auf potenzielle Umweltgefahren erlassen werden, um diese zu verhindern, bevor sie auftreten können. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 33) Beispiel: Einführung strenger Emissionsstandards für Fahrzeuge Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 33
- Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit bedeutet, dass die Produktion und der Verbrauch von Gütern sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene nur in dem Umfang stattfinden sollten, dass sich die Natur selbst regenerieren kann. Das Konzept des nachhaltigen Wirtschaftens, auch als Prinzip der Nachhaltigkeit bekannt, wurde erstmals 1987 im Brundtland-Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung eingeführt. Es beinhaltet einen intergenerationellen Ausgleich, bei dem die heutige Generation ihre Bedürfnisse nur in dem Maße befriedigen darf, dass sie die Bedürfnisbefriedigungsmöglichkeiten zukünftiger Generationen nicht beeinträchtigt. Dies erfordert den Schutz der Natur und schließt die Übernutzung von Ressourcen oder Umweltverschmutzung über die Aufnahmefähigkeit der Natur hinaus aus. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 32) Beispiele: Nutzung erneuerbarer Energien, Recycling von Abfallmaterialien Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 32
- Wirtschaftswachstum
Wirtschaftswachstum bezieht sich auf zwei miteinander verbundene wirtschaftliche Phänomene. Erstens beschreibt es das Wachstum des Produktionspotenzials, also der Produktionsmöglichkeiten einer Volkswirtschaft. Zweitens steht es für das tatsächliche Wachstum der Produktion, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) oder einer ähnlichen Größe. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 24 f.) Beispiele: Nominales Wachstum, Reales Wachstum, Nullwachstum, Negativwachstum Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 24-25
- Spätindikatoren
Spätindikatoren sind wirtschaftliche Kennzahlen, die mit einem zeitlichen Verzug auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung reagieren. Sie werden hauptsächlich verwendet, um die Auswirkungen der Konjunktur zu messen, können aber auch zur Analyse vergangener konjunktureller Phasen herangezogen werden. Beispiele für Spätindikatoren sind die Beschäftigungszahlen und die Preisentwicklung, da sich diese Größen nur langsam an Veränderungen anpassen und daher zeitverzögert auf konjunkturelle Entwicklungen reagieren. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 23 f.) Beispiel: Während einer wirtschaftlichen Abschwungphase steigt die Arbeitslosigkeit oft erst verzögert an, da Unternehmen in der Regel zunächst versuchen, andere Maßnahmen zu ergreifen, um Kosten zu senken, bevor sie Mitarbeiter entlassen. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 23-24
- Präsenzindikatoren
Präsenzindikatoren sind Kennzahlen, die den aktuellen Zustand der wirtschaftlichen Entwicklung anzeigen. Der Hauptpräsenzindikator ist das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) und seine Veränderungen, da es eine wichtige Messgröße für die momentane wirtschaftliche Lage eines Landes ist. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 23 f.) Beispiel: Die monatliche Arbeitslosenquote gibt den aktuellen Stand der Arbeitslosigkeit in einer Volkswirtschaft an. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 23-24
- Frühindikatoren
Frühindikatoren sind wirtschaftliche Kennzahlen, die Veränderungen in der Wirtschaft frühzeitig anzeigen können und oft als Vorläufer für die Gesamtwirtschaft dienen. Sie werden vor allem für Prognosen verwendet und um zukünftige Entwicklungen einzuschätzen. Beispiele für Frühindikatoren sind Auftragseingänge, Investitionen, Lagerbestände und Geschäftserwartungen, da sie typischerweise vor anderen wirtschaftlichen Aktivitäten reagieren. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 23 f.) Beispiel: Wenn Unternehmen vermehrt Aufträge für neue Produkte oder Dienstleistungen erhalten, deutet dies oft auf eine steigende Nachfrage und eine zukünftige Expansion der Wirtschaft hin. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 23-24
- Konjunkturzyklus
Ein Konjunkturzyklus durchläuft klassischerweise vier Phasen. Es beginnt mit dem Aufschwung, gekennzeichnet durch zunehmende Wirtschaftsleistung und steigende Wachstumsraten. Anschließend folgt der Boom, in dem die Zuwächse zwar weiterhin positiv sind, aber abnehmen. Danach kommt der Abschwung, gekennzeichnet durch einen Rückgang der Wirtschaftsentwicklung, der sich zunächst beschleunigt und dann in die Rezession übergeht. In der Rezession verlangsamt sich der Rückgang und endet schließlich, um in einen neuen Aufschwung überzugehen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 21 f.) Beispiel: Während des Aufschwungs steigen die Unternehmensgewinne, es gibt mehr Neueinstellungen und die Produktion nimmt zu. Im Boom sind Unternehmen stark profitabel, die Nachfrage steigt rapide an, und es herrscht ein hoher Grad an wirtschaftlicher Aktivität. Im Abschwung sinken die Gewinne, die Arbeitslosigkeit steigt, und die Wirtschaftsaktivität verlangsamt sich. Schließlich, in der Rezession, gehen die Unternehmensgewinne stark zurück, es gibt Entlassungen, und die Wirtschaft schrumpft. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 21-22
- Strukturplanung
Strukturplanung bezeichnet ein staatliches Konzept, das stärker interventionistisch ist als andere Ansätze wie Strukturgestaltung und Strukturerhaltung. Während bei letzteren die Entscheidungen der Wirtschaftssubjekte durch Subventionen oder andere Maßnahmen beeinflusst werden, behalten sie dennoch eine gewisse Entscheidungsfreiheit. Bei der Strukturplanung geht es jedoch noch einen Schritt weiter, indem der Staat in bestimmten Bereichen, insbesondere bei Investitionsentscheidungen, die unternehmerische Entscheidung übernimmt. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 17) Beispiel: Der Staat übernimmt die Entscheidung, in welchen Industriezweigen und Regionen neue Fabriken gebaut werden sollen, anstatt den Unternehmen die Entscheidung zu überlassen. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 17
- Konjunktur
Die Konjunktur beschreibt die periodischen Schwankungen der wirtschaftlichen Aktivität innerhalb eines Landes oder einer Region. Diese Schwankungen umfassen sowohl Phasen des Wirtschaftswachstums als auch Phasen der Abschwächung oder Rezession. Die Konjunktur wird oft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemessen und zeigt sich in einem Wechsel von wirtschaftlichen Aufschwüngen und Abschwüngen. Diese zyklischen Veränderungen sind charakteristisch für die Konjunktur und treten regelmäßig auf, während das langfristige Wirtschaftswachstum den Trend über einen längeren Zeitraum beschreibt. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 19 f.) Beispiel: Konjunktur ist, wenn während einer wirtschaftlichen Boom-Phase Unternehmen vermehrt investieren, Arbeitsplätze schaffen und die Verbraucherausgaben steigen. Im Gegensatz dazu könnten während einer Rezession Unternehmen ihre Investitionen reduzieren, Mitarbeiter entlassen und die Verbrauchernachfrage sinken. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 19-20


