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- Offene Inflation
Offene Inflation tritt auf, wenn die Preise auf dem Markt frei von Beschränkungen sind und sich das allgemeine Preisniveau unmittelbar erhöht. Es gibt keine staatlichen Maßnahmen oder Regulierungen, um die Preisentwicklung zu kontrollieren. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 75 f.) Beispiel: Während einer offenen Inflation können beispielsweise die Preise für Lebensmittel innerhalb weniger Wochen um mehrere Prozentpunkte steigen, ohne dass die Regierung Maßnahmen ergreift, um dies zu bremsen. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 75-76
- Galoppierende Inflation
Galoppierende Inflation bezeichnet eine Situation, in der die Inflationsrate schnell und stark ansteigt, wodurch das Geld als Wertaufbewahrungsmittel nahezu vollständig seine Funktion verliert. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 75 f.) Beispiel: In Simbabwe gab es in den späten 2000er Jahren ein Beispiel für galoppierende Inflation, wo die Preise für Waren und Dienstleistungen täglich in die Höhe schnellten und die Landeswährung nahezu wertlos wurde. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 75-76
- Schleichende Inflation
Schleichende Inflation tritt auf, wenn die Preise nur sehr langsam steigen. Sie kann schwierig von einer stabilen Preisentwicklung zu unterscheiden sein, da die Messung der Inflation mit einigen Unsicherheiten verbunden ist. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 75 f.) Beispiel: In den letzten Jahren stiegen die Verbraucherpreise in meinem Land nur um etwa 1-2 % pro Jahr, was als schleichende Inflation betrachtet werden kann. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 75-76
- Eurogeldmarkt
Der Eurogeldmarkt ist ein internationaler Markt, auf dem Bankguthaben in verschiedenen Währungen gehandelt werden, obwohl der Name auf den Euro hinweist. Hier agieren hauptsächlich große Banken und gelegentlich auch große Unternehmen wie Versicherungen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 71) Beispiel: Eine große internationale Bank tätigt kurzfristige Einlagen in US-Dollar bei einer anderen Bank, um ihre Liquiditätsbedürfnisse zu decken. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 71
- Kapitalmarkt
Der Kapitalmarkt im engeren Sinn ist ein Markt für langfristige Wertpapiere. Diese Wertpapiere werden je nach Art der Erträge unterteilt: Festverzinsliche Wertpapiere, Dividendenpapiere und Finanzinnovationen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 70) Beispiel: Der Handel mit Unternehmensanleihen, bei dem Investoren langfristige Schuldverschreibungen von Unternehmen erwerben, die feste Zinszahlungen und eine Rückzahlung des Kapitals zum Fälligkeitsdatum bieten. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 70
- Bankenkreditmarkt
Der Bankenkreditmarkt ist der Markt, auf dem Kreditinstitute als Anbieter ihren Kunden, den Kreditnehmern, Kredite zur Verfügung stellen. Die Nachfrager nach diesen Krediten können private Haushalte, Unternehmen und die öffentliche Hand sein. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 70) Beispiel: Ein Unternehmen beantragt bei einer Bank einen Kredit, um neue Maschinen zu kaufen und seine Produktionskapazität zu erweitern. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 70
- Privatdiskonten
Privatdiskonten sind Wechsel, die von privaten Schuldnern ausgestellt werden und von einer autorisierten Akzeptbank angenommen werden. Diese haben eine Laufzeit von 10 bis 90 Tagen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 69 f.) Beispiel: Ein Wechsel, den ein Unternehmen ausstellt, um kurzfristige Mittel zu beschaffen, und den eine Bank akzeptiert, um die Zahlung zu garantieren. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 69-70
- Unverzinsliche Schatzanweisungen
Unverzinsliche Schatzanweisungen sind Wertpapiere, die den Schatzwechseln ähneln, jedoch im Gegensatz zu diesen keine Zinsen abwerfen. Sie haben in der Regel eine längere Laufzeit von 6 bis 8 Monaten. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 69) Beispiel: Eine Staatsanleihe, die vom Staat ausgegeben wird und nach einer Laufzeit von beispielsweise 8 Monaten zum Nennwert zurückgezahlt wird, ohne dass während dieser Zeit Zinsen gezahlt werden. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 69
- Schatzwechsel
Ein Schatzwechsel ist ein Wertpapier, das vom Staat ausgegeben wird. Es wird zu einem niedrigeren Wert (diskontiert) verkauft als seinem Nennwert und wird nach Ablauf einer bestimmten Frist zum Nennwert zurückgezahlt. Diese Frist kann von einigen Tagen bis zu sechs Monaten reichen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 69) Beispiel: Wenn eine Regierung einen Schatzwechsel über 1000 Euro ausstellt und diesen zu einem Preis von 980 Euro verkauft. Nach Ablauf eines Monats zahlt die Regierung dem Käufer den vollen Nennwert von 1000 Euro zurück. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 69
- Geldmarkt
Der Geldmarkt ist ein Markt, auf dem Zentralbankgeldüberschüsse zwischen verschiedenen Marktteilnehmern gehandelt werden. Zu den Marktteilnehmern zählen in erster Linie Kreditinstitute, aber auch große Unternehmen und Kapitalsammelstellen. Die Europäische Zentralbank (EZB) selbst nimmt im engeren Sinne nicht aktiv am Geldmarkt teil. Der Geldmarkt im weiteren Sinne bezieht sich auf den Handel mit Geldmarktpapieren. Zu den wichtigsten Geldmarktpapieren gehören Schatzwechsel, unverzinste Schatzanweisungen und Privatdiskonten. Der größte Teil dieses Marktes besteht aus Offenmarktgeschäften der Europäischen Zentralbank (EZB) mit den Kreditinstituten, während der Handel zwischen den Kreditinstituten oder zwischen Kreditinstituten und Nichtbanken kaum stattfindet. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 68 ff.) Beispiel: Handel mit kurzfristigen Schatzwechsel, Commercial Papers Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 68-70
- Monetäre Märkte
Monetäre Märkte sind Märkte, auf denen finanzielle Aktiva gehandelt werden. Finanzielle Aktiva sind dabei Vermögensgegenstände, die in unterschiedlichen Formen auftreten können und auf diesen Märkten gehandelt werden. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 66) Beispiel: Derivate, Aktien, Staatsanleihen, Devisen Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 66
- Devisenswapgeschäfte
Devisenswapgeschäfte sind Transaktionen, bei denen sowohl ein sofortiger Devisenkauf oder Devisenverkauf als auch ein zukünftiger Devisentausch vereinbart werden. Beim Kauf von Devisen wird dem Markt Liquidität zugeführt, während beim Verkauf Liquidität entzogen wird. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 65) Beispiel: Wenn eine Bank Euro gegen Dollar tauscht und gleichzeitig vereinbart, diese Transaktion zu einem späteren Zeitpunkt rückgängig zu machen, zu einem festgelegten Wechselkurs. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 65


