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- Intelligenzquotient
Der Intelligenzquotient (IQ) ist ein Maß bzw. Kennzahl für die allgemeine intellektuelle Leistungsfähigkeit von Individuen. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 165 f.) Beispiel: Wenn du einen IQ-Wert von 132 hast, dann bist du überdurchschnittlich intelligent. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Kristalline Intelligenz
Kristalline Intelligenz beschreibt das Wissen, das im Laufe des Lebens erworben und angesammelt wird. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 160 f.) Beispiel: Angenommen, jemand hat im Laufe der Jahre umfassende Kenntnisse über historische Ereignisse und literarische Werke erworben, so spiegelt sich dieses Wissen in der kristallinen Intelligenz wider. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Fluide Intelligenz
Fluide Intelligenz beschreibt die Fähigkeit, logisch zu denken und Probleme zu lösen. Sie wird als angeboren angesehen. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 160 f.) Beispiel: Wenn du ein neues Puzzle löst, indem du logisch denkst und Muster erkennst, nutzt du deine fluide Intelligenz. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Generalfaktor
Der Generalfaktor (g-Faktor) bezeichnet das allgemeine und angeborene Intelligenzniveau einer Person. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 159) Beispiel: Angenommen, jemand schneidet in Mathematik, Sprache und räumlichem Vorstellungsvermögen durchweg gut ab. Das deutet darauf hin, dass diese Person einen hohen g-Faktor oder allgemeine Intelligenz hat, da ihre Leistungen in verschiedenen Bereichen konsistent hoch sind. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Arbeitsgedächtnis
Das Kurzzeitgedächtnis, auch Arbeitsgedächtnis genannt, verfügt nur über einen geringen Speicherplatz. Informationen werden hier nur kurzzeitig gespeichert und einer ersten Verarbeitung unterzogen. Wenn diese Informationen als wichtig erachtet werden, gelangen sie ins Langzeitgedächtnis. Zudem können im Kurzzeitgedächtnis Informationen aus dem Langzeitgedächtnis abgerufen werden, was die Bezeichnung 'Arbeitsgedächtnis' erklärt. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 80 ff.) Beispiel: Angenommen, du hörst eine Telefonnummer und merkst sie dir für einen kurzen Moment, bis du sie eintippen kannst. Wenn die Nummer wichtig ist, speicherst du sie später vielleicht im Langzeitgedächtnis ab. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Langzeitgedächtnis
Im Langzeitgedächtnis ist das gesamte Wissen einer Person gespeichert. Dieses Wissen kann über das Arbeitsgedächtnis abgerufen werden. Der Speicher des Langzeitgedächtnisses scheint unbegrenzt zu sein, da Informationen über einen langen Zeitraum hinweg gespeichert bleiben. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 97 ff.) Beispiel: Angenommen, jemand erinnert sich an eine Mathematikformel, die er vor Jahren in der Schule gelernt hat, um sie jetzt bei einer Berechnung zu verwenden. Die Information wurde im Langzeitgedächtnis gespeichert und durch das Arbeitsgedächtnis abgerufen. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Intelligenz
Intelligenz ist die Fähigkeit einer Person, sich erfolgreich an neue Herausforderungen oder Umstände anzupassen und dabei effektive und effiziente Lösungen zu finden. Sie umfasst sowohl das zielgerichtete Handeln als auch das rationale Denken und den Umgang mit der Umwelt, wobei Intelligenz aus verschiedenen, qualitativ unterscheidbaren Fähigkeiten besteht. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 158) Beispiel: Angenommen, jemand lernt schnell, wie man eine neue Software bedient, indem er sich an die Bedienung anpasst und herausfindet, wie er sie effizient nutzen kann. Das zeigt Intelligenz in Form von Anpassungsfähigkeit und Problemlösung. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Metakognitionsforschung
Die Metakognitionsforschung beschäftigt sich mit dem Wissen und der Kontrolle über die eigenen kognitiven Prozesse, wie Lernen und Gedächtnis. Ursprünglich von John Flavell (1970) initiiert, wurde festgestellt, dass Kinder oft effektive Lernstrategien kennen, aber diese nicht spontan anwenden, wenn sie nicht gezielt dazu angeregt werden. Die Forschung untersucht, wie Menschen ihr Wissen über Lern- und Gedächtnisstrategien nutzen, um ihre kognitiven Fähigkeiten zu verbessern, und wie sie ihre eigenen Lern- und Erinnerungsprozesse überwachen und steuern. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 146 f.) Beispiel: Angenommen, ein Schüler weiß, dass das Erstellen von Mindmaps eine gute Methode ist, um Informationen zu lernen, nutzt diese Technik aber nur sporadisch. Die Metakognitionsforschung würde untersuchen, warum der Schüler diese effektive Strategie nicht regelmäßig anwendet und wie er sein Wissen über die Strategie besser nutzen kann, um sein Lernen zu verbessern. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Informationsverarbeitungsstrategie
Eine Informationsverarbeitungsstrategie im Kontext des Problemlösens ist eine systematische Methode, die man verwendet, um ein Problem zu analysieren und zu lösen. Diese Strategie folgt festen Regeln und Prinzipien, die unabhängig von der konkreten Situation sind. Sie hilft dabei, einen Lösungsplan zu entwickeln und umzusetzen. Manchmal wird diese Art von allgemeiner Vorgehensweise auch als Metaplan bezeichnet. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 144) Beispiel: Angenommen, jemand verwendet eine Informationsverarbeitungsstrategie, um ein neues Projekt zu planen. Die Strategie umfasst folgende Schritte: Zielsetzung, Planung der notwendigen Ressourcen, Zeitplanung und regelmäßige Überprüfung des Fortschritts. Diese Methode wird unabhängig vom spezifischen Projekt immer auf ähnliche Weise angewendet, um effizient eine Lösung zu entwickeln. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Planen
Planen ist der Prozess, bei dem man sich Gedanken darüber macht, wie man ein Problem systematisch und Schritt für Schritt lösen kann. Dabei erstellt man eine Strategie oder einen Plan, um die verschiedenen Aufgaben zu bewältigen. Dieser Plan hilft dabei, das Problem effizienter zu lösen und ermöglicht es, den Fortschritt zu überwachen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen, um die Lösung zu verbessern. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 142) Beispiel: Angenommen, du planst eine Reise in eine fremde Stadt. Zuerst erstellst du einen Plan, indem du dir überlegst, welche Sehenswürdigkeiten du besuchen möchtest, wie du dich fortbewegen willst und wo du übernachten kannst. Du überprüfst die Öffnungszeiten der Sehenswürdigkeiten, buchst Unterkünfte und planst die Transportwege. Durch diese Planung stellst du sicher, dass du deine Zeit optimal nutzt und mögliche Probleme wie ausgebuchte Hotels oder unzureichende Transportmöglichkeiten im Voraus vermeidest. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Verknüpfungsfixierung
Die Verknüpfungsfixierung bezieht sich auf eine Einschränkung im Problemlösungsprozess, bei der das Veränderungswissen (prozedurales Wissen) betroffen ist. Dies bedeutet, dass man Schwierigkeiten hat, neue oder alternative Strategien anzuwenden, weil der Zugang zu den notwendigen Veränderungsprozessen eingeschränkt ist. Dadurch wird man auf bereits bekannte Lösungswege fixiert, selbst wenn diese nicht optimal sind. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 135) Beispiel: Angenommen, jemand hat immer dieselbe Methode genutzt, um ein Matheproblem zu lösen, und versucht nun ein neues Problem auf die gleiche Weise zu lösen, obwohl eine einfachere Methode existiert. Die Person bleibt an der alten Strategie hängen, was die Lösung erschwert – das ist eine Verknüpfungsfixierung. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag
- Maximalfixierung
Eine Maximalfixierung ist eine Festlegung im Problemlösungsprozess, die durch das Faktenwissen (deklaratives Wissen) entsteht und dazu führt, dass bestimmte Merkmale eines Begriffs oder Objekts, die für die Lösung relevant sind, nicht vollständig oder nur schwer zugänglich sind. Diese Einschränkung kann den Lösungsweg blockieren, da man sich zu stark auf bekannte Informationen fixiert und andere mögliche Ansätze oder Merkmale außer Acht lässt. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 134) Beispiel: Angenommen, jemand versucht, einen Nagel in die Wand zu schlagen, hat aber keinen Hammer zur Verfügung. Aufgrund einer Maximalfixierung denkt die Person nur an den Hammer als mögliches Werkzeug und übersieht, dass sie auch einen schweren Gegenstand wie einen Stein verwenden könnte, um das Problem zu lösen. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag


