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- Beschäftigungspolitik
Beschäftigungspolitik als Teil der Ablaufpolitik umfasst alle Maßnahmen, die darauf abzielen, Arbeitslosigkeit zu verhindern oder abzubauen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 10 f.) Beispiel: Die Einführung von staatlich geförderten Ausbildungsprogrammen und Umschulungsprogrammen, um arbeitslose Personen auf dem Arbeitsmarkt besser zu positionieren. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 10-11
- Fiskalpolitik
Fiskalpolitik als Teil der Ablaufpolitik bezeichnet die Verwendung von Einnahmen und Ausgaben durch staatliche Stellen, insbesondere die öffentlichen Haushalte. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 10) Beispiel: Eine Erhöhung der staatlichen Investitionen in Infrastrukturprojekte zur Stimulierung der Wirtschaft wäre ein Beispiel für Fiskalpolitik. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 10
- Geldpolitik und Kreditpolitik
Geldpolitik und Kreditpolitik als Teil der Ablaufpolitik bezieht sich auf die Maßnahmen, die von einer Zentralbank ergriffen werden, um die Geldmenge und das Zinsniveau in einer Volkswirtschaft zu kontrollieren und zu beeinflussen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 10) Beispiel: Die Zentralbank führt eine Senkung des Leitzinses durch, um die Wirtschaft anzukurbeln. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 10
- Ordnungspolitik
Ordnungspolitik bezeichnet die staatliche Gestaltung der Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln durch Gesetzgebung und entsprechende Maßnahmen. Ihr Ziel ist es, einen stabilen und geregelten Rahmen für die Wirtschaft zu schaffen, der Wettbewerb fördert, Eigentumsrechte schützt und das Funktionieren des Marktes gewährleistet. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 9 ff.) Beispiel: Ein Beispiel für Ordnungspolitik ist die Festlegung und Durchsetzung von Wettbewerbsregeln durch staatliche Kartellbehörden, um Monopole zu verhindern und fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 9-11
- Prozesspolitik
Prozesspolitik oder Ablaufpolitik bezeichnet den Versuch, den Ablauf und die Dynamik wirtschaftlicher Prozesse direkt zu beeinflussen. Dies kann durch Maßnahmen wie Geldpolitik und Fiskalpolitik geschehen. Bei der Ablaufpolitik wird darauf geachtet, den Marktmechanismus nicht außer Kraft zu setzen, sondern gezielte Anreize zu setzen, um bestimmte wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 9 ff.) Beispiel: Ein kurzes Beispiel für Ablaufpolitik ist die Senkung der Leitzinsen durch die Zentralbank, um die Kreditvergabe zu fördern und die Wirtschaft anzukurbeln, ohne jedoch direkt in den Marktmechanismus einzugreifen. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 9-11
- Strukturpolitik
Strukturpolitik zielt darauf ab, die Wirtschaftsstruktur gezielt zu beeinflussen. Sie befasst sich vor allem mit Anpassungsprozessen in der Wirtschaft, die zu sozialen Härten für einzelne Wirtschaftsteilnehmer führen können. Im Gegensatz zur Globalsteuerung setzt die Strukturpolitik oft auf maßgeschneiderte Interventionen für spezifische Fälle. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 9 ff.) Beispiel: Ein Beispiel für Strukturpolitik wäre die Förderung von strukturschwachen Regionen durch gezielte Investitionen in Infrastrukturprojekte oder die Schaffung von Arbeitsplätzen durch staatliche Subventionen für Unternehmen in diesen Regionen. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 9-11
- Meritorische Güter
Meritorische Güter sind Waren oder Dienstleistungen, bei denen angenommen wird, dass individuelle Konsumenten ihren Nutzen nicht vollständig erfassen oder angemessen bewerten. In einer reinen Marktwirtschaft könnte dies dazu führen, dass diese Güter in unzureichendem Maße nachgefragt werden. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 5) Beispiel: Schulbildung, Gesundheitsvorsorge, Umweltschutzmaßnahmen Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 5
- Öffentliche Güter
Öffentliche Güter zeichnen sich durch zwei Hauptmerkmale aus: Erstens, sie sind nicht rivalisierend im Konsum, was bedeutet, dass der Konsum des Guts durch eine Person den Konsum anderer Personen nicht beeinträchtigt. Mehrere Personen können das Gut gleichzeitig nutzen, ohne dass es knapp wird. Zweitens, es ist nicht möglich oder äußerst kostenintensiv, potenzielle Konsumenten von der Nutzung des Guts auszuschließen, selbst wenn sie keinen Preis dafür zahlen. Dieses Problem wird oft als das Trittbrettfahrerproblem bezeichnet, da Personen von den Vorteilen des öffentlichen Guts profitieren können, ohne dafür zu bezahlen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 4 f.) Beispiele: Straßenbeleuchtung, Rundfunk, Öffentliche Parks, Bibliotheken, Radwege Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 4-5
- Externe Effekte
Ein externer Effekt tritt auf, wenn die Handlungen oder Entscheidungen eines Wirtschaftsteilnehmers Auswirkungen auf die Situation eines anderen Wirtschaftsteilnehmers haben, ohne dass diese Effekte angemessen berücksichtigt oder entschädigt werden. Mit anderen Worten, Externalitäten sind das Resultat der Verursachung von Effekten bei Dritten ohne dass für die Schäden bezahlt wird. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 2) Beispiel: Angenommen, eine Fabrik produziert Waren und emittiert dabei Schadstoffe in die Luft. Die direkten Kosten für die Produktion (wie Materialien und Arbeitskraft) trägt das Unternehmen selbst. Allerdings leiden die Anwohner in der Umgebung unter den negativen Auswirkungen der Luftverschmutzung, wie Gesundheitsproblemen und Umweltschäden. Diese Kosten werden von der Fabrik nicht übernommen, was zu einem externen Effekt führt. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 2
- Organisation
Organisation bezeichnet die gezielte Strukturierung von Personen, Ressourcen und Informationen innerhalb eines Interaktionssystems, das darauf abzielt, bestimmte Ziele zu erreichen. Damit verbunden ist insbesondere die Lösung von Gestaltungsproblemen in zwei Bereichen: Aufbauorganisation und Ablauforganisation. (vgl. Kußmaul 2016, S. 535) Beispiele: In einem kleinen Unternehmen werden die Verkaufsaufgaben klar definiert und an das Verkaufsteam zugewiesen. Die Verkaufsleiterin legt fest, welche Vertriebsmitarbeiter für welche Kundengruppen zuständig sind und welche Verkaufsziele sie erreichen sollen. Dabei wird auch bestimmt, welche Ressourcen und Informationen sie für ihre Arbeit benötigen. In Bezug auf die Ablauforganisation legt das Unternehmen fest, dass Verkaufsgespräche während der regulären Geschäftszeiten geführt werden sollen und dass die Vertriebsmitarbeiter regelmäßige Besuche bei potenziellen Kunden durchführen sollen, um die Beziehungen zu pflegen und neue Geschäftsmöglichkeiten zu identifizieren. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 535
- SWOT-Analyse
Die SWOT-Analyse ist ein Instrument der strategischen Unternehmensführung und dient der Positionsbestimmung einer Unternehmung, um erfolgreich Strategien zu entwickeln. Die strategische Unternehmensführung beschreibt den Prozess der Abstimmung von Anforderungen und Möglichkeiten der Umwelt mit den Potenzialen der Unternehmung, um mit Hilfe von Strategien und Strukturen den langfristigen Erfolg (auf den Märkten) zu sichern. SWOT steht für Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats). (vgl. Kußmaul 2016, S. 530) Beispiel: Das kleine Café in der Innenstadt führt eine SWOT-Analyse durch, um seine Wettbewerbsposition zu bewerten und strategische Entscheidungen zu treffen. In Bezug auf die Stärken hebt es die günstige Lage in einer stark frequentierten Fußgängerzone, das gemütliche Ambiente und das freundliche Personal sowie die Spezialitätenkaffees hervor, die von Stammkunden geschätzt werden. Allerdings identifiziert das Café auch Schwächen wie den begrenzten Platz und das Menüangebot im Vergleich zu größeren Cafés sowie die mangelnde Online-Präsenz und begrenzte Marketingaktivitäten. In Bezug auf Chancen sieht das Café eine steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Kaffee und Café-Atmosphäre, die Möglichkeit zur Einführung von Liefer- und Take-Away-Services sowie Kooperationsmöglichkeiten mit lokalen Veranstaltungen oder Unternehmen für Promotion und Marketing. Auf der Risikoseite sieht das Café die Konkurrenz durch große Café-Ketten in der Umgebung, potenzielle Veränderungen in den örtlichen Baubestimmungen und unvorhergesehene Ereignisse wie Wetterbedingungen oder wirtschaftliche Turbulenzen, die die Kundenfrequenz beeinflussen könnten. Die SWOT-Analyse ermöglicht es dem Café, seine Stärken zu nutzen, Schwächen zu überwinden, Chancen zu ergreifen und Risiken zu minimieren, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 530
- Primärforschung
Primärforschung bezeichnet die Sammlung, Aufbereitung und Erschließung von neuem, bisher nicht bekanntem Datenmaterial aus dem Markt. Sie umfasst verschiedene Erhebungsverfahren wie Befragungen und Beobachtungen. Da für die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung dieser Methoden spezifisches Fachwissen erforderlich ist, wird Primärforschung oft von spezialisierten Marktforschungsinstituten durchgeführt. (vgl. Kußmaul 2016, S. 525) Beispiel: Ein Unternehmen, das ein neues Produkt auf den Markt bringen möchte, führt eine Befragung potenzieller Kunden durch, um deren Bedürfnisse und Präferenzen zu verstehen. Dazu erstellt es einen Fragebogen und führt Interviews oder Online-Umfragen durch, um Informationen darüber zu erhalten, welche Funktionen und Eigenschaften die Kunden von dem neuen Produkt erwarten. Die Ergebnisse dieser Primärforschung dienen dann als Grundlage für die Produktentwicklung und Marketingstrategie des Unternehmens. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 525


