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- Zeichnen
Zeichnen bedeutet, Sachverhalte visuell darzustellen, indem man Modelle, Diagramme oder Bilder erstellt. (vgl. Lehner 2019, S. 197) Beispiel: Ein Schüler zeichnet ein Modell, um die Struktur eines Unternehmens zu veranschaulichen. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Sprechen
Sprechen bedeutet, Inhalte zusammenzufassen, zu erklären, Fragen zu stellen und eigene Meinungen zu äußern. (vgl. Lehner 2019, S. 197) Beispiel: In einer Diskussion über Klimawandel erklärt Lisa die Hauptursachen und Auswirkungen des Phänomens. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Reihenfolge-Effekt
Der Reihenfolge-Effekt beschreibt die Beeinflussung der Bewertung einer Leistung durch die Reihenfolge, in der diese präsentiert oder beurteilt wird. (vgl. Lehner 2019, S. 187) Beispiel: Wenn ein Lehrer zuerst eine herausragende Leistung bewertet, neigt er dazu, nachfolgende Leistungen relativ zur ersten Bewertung einzuordnen. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Referenz-Fehler
Der Referenz-Fehler (auch Vergleichsfehler genannt) tritt auf, wenn die beurteilende Person ihre Bewertung an einer bestimmten Bezugsgruppe orientiert, was dazu führt, dass die Bewertung nicht objektiv ist und Noten oder Leistungen nicht mehr zwischen verschiedenen Gruppen vergleichbar sind. (vgl. Lehner 2019, S. 187) Beispiel: Wenn ein Lehrer die Leistungen seiner Schüler im Vergleich zu den Leistungen einer besonders leistungsstarken Klasse bewertet, könnte er geneigt sein, alle Schüler der eigenen Klasse niedriger einzuschätzen, selbst wenn deren Leistungen relativ gut sind. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Tendenz zur Strenge
Die Tendenz zur Strenge (auch als Strengefehler bezeichnet) ist ein Bewertungsfehler, bei dem die beurteilende Person dazu neigt, die Leistung zu negativ zu bewerten. (vgl. Lehner 2019, S. 187) Beispiel: Ein Lehrer, der eine Tendenz zur Strenge hat, könnte dazu neigen, selbst bei guten Leistungen der Schüler nur niedrige Noten zu vergeben oder sehr strenge Kriterien anzuwenden. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Tendenz zur Milde
Die Tendenz zur Milde (auch als Mildefehler bezeichnet) ist ein Bewertungsfehler, bei dem die beurteilende Person dazu neigt, die Leistung übermäßig positiv zu bewerten. (vgl. Lehner 2019, S. 187) Beispiel: Ein Lehrer, der eine Tendenz zur Milde hat, könnte dazu neigen, vielen Schülern höhere Noten zu geben, selbst wenn ihre Leistungen nur durchschnittlich sind. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Tendenz zu Extremen
Die Tendenz zu Extremen ist ein Bewertungsfehler, bei dem die beurteilende Person dazu neigt, extrem hohe oder niedrige Bewertungen zu vergeben, anstatt differenzierte Bewertungen im mittleren Bereich zu verwenden. (vgl. Lehner 2019, S. 187) Beispiel: Ein Lehrer, der diese Tendenz zeigt, könnte die meisten Schüler entweder mit „sehr gut“ (Note 1) oder „mangelhaft“ (Note 5) bewerten, selbst wenn die Leistungen in Wirklichkeit eher im mittleren Bereich liegen. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Tendenz zur Mitte
Die Tendenz zur Mitte ist ein Bewertungsfehler, bei dem die beurteilende Person dazu neigt, extreme Bewertungen zu vermeiden und stattdessen bevorzugt mittlere Bewertungen vergibt. (vgl. Lehner 2019, S. 187) Beispiel: Ein Lehrer, der bei der Notenvergabe sehr zögerlich ist, könnte dazu neigen, den Großteil seiner Schüler mit „befriedigend“ (Note 3) zu bewerten, selbst wenn einige Schüler deutlich bessere oder schlechtere Leistungen erbringen. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Verknüpfungsfehler
Der Verknüpfungsfehler (auch als logischer Fehler bekannt) tritt auf, wenn zwei Bereiche oder Eigenschaften miteinander verknüpft werden, obwohl sie wenig oder nichts miteinander zu tun haben. Dies führt zu falschen Schlussfolgerungen über eine Person oder deren Leistungen. (vgl. Lehner 2019, S. 186) Beispiel: Angenommen, ein Schüler ist im Unterricht eher zurückhaltend und spricht selten. Ein Lehrer könnte fälschlicherweise annehmen, dass dieser Schüler auch kein Interesse am Unterricht hat oder wenig weiß, obwohl Zurückhaltung und Interesse keine direkte Verbindung haben. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Halo-Effekt
Der Halo-Effekt ist ein kognitiver Verzerrungseffekt, bei dem das Urteil über eine Person stark von einem einzelnen positiven oder negativen Merkmal beeinflusst wird. Dieses Merkmal "überstrahlt" andere Eigenschaften, sodass die beurteilende Person aus diesem einen Merkmal auf die gesamte Persönlichkeit oder Leistung schließt. (vgl. Lehner 2019, S. 186) Beispiel: Angenommen, ein Schüler ist immer sehr höflich und hat eine ordentliche Handschrift. Aufgrund dieser Eigenschaften könnte der Lehrer den Schüler generell als besonders fleißig und leistungsstark einschätzen, selbst wenn seine tatsächlichen fachlichen Leistungen durchschnittlich sind. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Recency-Effekt
Der Recency-Effekt (Neuheits-Effekt) ist ein psychologisches Phänomen, bei dem die zuletzt erhaltenen Informationen einen besonders starken Einfluss auf die Beurteilung oder den Gesamteindruck haben. (vgl. Lehner 2019, S. 186) Beispiel: Angenommen, ein Schüler hat während eines langen Vortrags viele Fragen nicht beantworten können, aber am Ende stellt er eine besonders gute und durchdachte Frage. Der Lehrer könnte aufgrund dieser letzten, positiven Interaktion den gesamten Vortrag des Schülers als kompetent und erfolgreich bewerten, obwohl der Großteil des Vortrags weniger beeindruckend war. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Primacy-Effekt
Der Primacy-Effekt (Vorrang-Effekt) beschreibt ein psychologisches Phänomen, bei dem die ersten Informationen, die wir über eine Person oder eine Situation erhalten, einen besonders starken Einfluss auf unseren Gesamteindruck haben. (vgl. Lehner 2019, S. 186) Beispiel: Angenommen, ein Lehrer bekommt zu Beginn des Schuljahres von einem Kollegen die Information, dass ein bestimmter Schüler besonders motiviert und intelligent sei. Diese erste Information könnte dazu führen, dass der Lehrer später alle Verhaltensweisen des Schülers im Unterricht positiv interpretiert und kleine Fehler übersieht, weil er weiterhin davon ausgeht, dass der Schüler besonders begabt ist. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag


