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  • Repräsentative Demokratie

    Repräsentative Demokratie ist ein politisches System, in dem die Bürger durch allgemeine Wahlen Vertreter wählen, die ihre Interessen im Parlament vertreten. Diese gewählten Politiker, die für einen begrenzten Zeitraum im Amt sind, übernehmen die Entscheidungsgewalt und treffen Entscheidungen über die Bereitstellung öffentlicher Güter und Dienstleistungen. Im Gegensatz zur direkten Demokratie, in der die Bürger selbst über politische Maßnahmen abstimmen, delegieren die Bürger in einer repräsentativen Demokratie ihre Entscheidungsbefugnisse an die gewählten Repräsentanten. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 109) Beispiel: USA, Deutschland, UK, Kanada, Frankreich, Japan Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Arrows Paradox

    Der Satz von Arrow besagt, dass es keine Verfahren gibt, die alle Axiome erfüllt. Dementsprechend muss gefolgert werden, dass kein wie auch immer gearteter Mechanismus existiert, der zu einer eindeutigen kollektiven Entscheidung unter den restriktiven Annahmen führt. In manchen Fällen kann man auf universelle Anwendbarkeit verzichten, wie etwa bei eingipfligen Präferenzen. In anderen Fällen muss man sich mit Einschränkungen, etwa der Transitivität, zufrieden geben. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 108) Beispiel: Angenommen, drei Freunde wollen entscheiden, wohin sie in den Urlaub fahren: Strand, Berge oder Stadt. Freund A bevorzugt Strand über Berge und Berge über Stadt. Freund B bevorzugt Berge über Stadt und Stadt über Strand. Freund C bevorzugt Stadt über Strand und Strand über Berge. Wenn man paarweise abstimmt, ergibt sich: Strand gewinnt gegen Berge, Berge gewinnt gegen Stadt, und Stadt gewinnt gegen Strand. Es gibt also keine konsistente Rangfolge, die alle individuellen Präferenzen berücksichtigt, was das Unmöglichkeitstheorem veranschaulicht. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Unmöglichkeitstheorem

    Das Unmöglichkeitstheorem, auch bekannt als Arrow's Unmöglichkeitstheorem, zeigt auf, dass es unter bestimmten Bedingungen unmöglich ist, eine soziale Rangfolge aus individuellen Präferenzen zu erstellen. Konkret bedeutet dies, dass es kein Gruppenentscheidungsverfahren gibt, das ein Gleichgewicht gewährleisten kann, wenn mindestens drei alternative Programme zur Auswahl stehen. Dieses Theorem stellt fest, dass keine gesellschaftliche oder soziale Wohlfahrtsfunktion existiert, die bestimmte normative Kriterien erfüllt, und damit konsistente gesellschaftliche Ergebnisse liefert. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 108) Beispiel: Angenommen, eine Gruppe von drei Freunden muss zwischen drei Restaurants wählen: Italienisch, Chinesisch und Mexikanisch. Jeder hat seine eigenen Vorlieben: Freund A bevorzugt Italienisch über Chinesisch und Chinesisch über Mexikanisch. Freund B bevorzugt Chinesisch über Mexikanisch und Mexikanisch über Italienisch. Freund C bevorzugt Mexikanisch über Italienisch und Italienisch über Chinesisch. Wenn man also nach der Mehrheit abstimmen lässt, ergibt sich kein klarer Gewinner, da jede Option in irgendeiner Weise von einer Mehrheit abgelehnt wird. Das Unmöglichkeitstheorem zeigt, dass es in solchen Situationen unmöglich ist, eine Rangfolge zu finden, die die Präferenzen aller widerspiegelt und konsistente Ergebnisse liefert. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Condorcet-Sieger

    Ein Condorcet-Sieger ist eine Entscheidung oder Alternative, die in Paarvergleichen mit jeder anderen möglichen Entscheidung von der Mehrheit der Wähler bevorzugt wird. Das bedeutet, wenn jede mögliche Alternative gegen jede andere Alternative zur Abstimmung steht, würde der Condorcet-Sieger in jedem dieser Duelle als die bevorzugte Wahl hervorgehen. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 105) Beispiel: Stellen wir uns vor, eine Gruppe von Menschen muss zwischen drei Alternativen wählen: A, B und C. Jede Person hat ihre eigene Präferenzreihenfolge. Nun werden alle möglichen Paarungen verglichen: A gegen B, A gegen C und B gegen C. Angenommen, die Mehrheit bevorzugt A gegenüber B, A gegenüber C und B gegenüber C. In diesem Fall wäre A der Condorcet-Sieger, weil A in allen Paarvergleichen von der Mehrheit bevorzugt wird. Es gibt keine andere Alternative, die A in einem direkten Vergleich schlagen würde. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Eingipflige Präferenzen

    Eingipflige Präferenzen sind ein Konzept in der Wahltheorie und Entscheidungstheorie, das beschreibt, wie Wähler ihre Präferenzen bezüglich einer Menge eines Gutes oder einer Politikoption ordnen. Konkret bedeutet es, dass jeder Wähler eine bestimmte Menge oder Option bevorzugt, die den höchsten Nutzen (den „Gipfel“) für ihn darstellt. Mengen, die weiter von diesem Idealpunkt entfernt sind, werden mit abnehmendem Nutzen bewertet. Die Präferenzfunktion eines Wählers hat also nur einen einzigen höchsten Punkt. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 103 f.) Beispiel: Angenommen, drei Bürger müssen entscheiden, wie viel Geld für das Parkprojekt ausgegeben werden soll. Bürger 1 bevorzugt 50.000 Euro, Bürger 2 bevorzugt 100.000 Euro und Bürger 3 bevorzugt 150.000 Euro. Jeder dieser Bürger hat einen spezifischen Betrag, den er als optimal ansieht und der den höchsten Nutzen für ihn darstellt. Diese Beträge sind die "Gipfel" ihrer Präferenzen. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Einfache Mehrheit

    Eine einfache Mehrheit (auch als absolute Mehrheit bezeichnet) ist eine Entscheidungsregel, die in demokratischen Staaten häufig verwendet wird. Um eine Entscheidung zu treffen oder eine Maßnahme anzunehmen, muss die Anzahl der Stimmen, die dafür sind, mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen betragen. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 104) Beispiel: In einer Abstimmung über einen neuen Park in einer Gemeinde mit 100 Wählern müssen mindestens 51 Wähler (100 / 2 + 1) für den Park stimmen, damit der Vorschlag angenommen wird. Wenn 50 Wähler oder weniger dafür stimmen, wird der Vorschlag abgelehnt. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Einstimmigkeit

    Einstimmigkeit bedeutet, dass alle Stimmen für eine Maßnahme stimmen müssen, damit diese angenommen wird. Dies stellt eine extreme Form der Abstimmungsregel dar, bei der jede einzelne Person die Möglichkeit hat, das Ergebnis zu blockieren. In der Praxis führt Einstimmigkeit oft dazu, dass keine Entscheidung getroffen wird oder der Entscheidungsprozess sehr lange dauert, da es schwierig ist, eine Lösung zu finden, die von allen akzeptiert wird. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 103) Beispiel: Eine Gruppe von fünf Freunden, die sich entscheiden möchten, welches Restaurant sie besuchen. Alle müssen sich auf ein einziges Restaurant einigen, damit die Entscheidung getroffen wird. Wenn auch nur einer der Freunde gegen das vorgeschlagene Restaurant ist, wird dieses Restaurant nicht gewählt und die Gruppe muss weiter diskutieren, bis sie eine Option findet, die alle akzeptieren können. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Transformation

    Transformation beschreibt fundamentale Änderungen, die nicht routinemäßig, sondern grundlegend für die Beziehung zwischen Organisation und deren Hauptbestandteile sind. Beispielsweise kann die Änderung der Unternehmensstruktur als Transformation verstanden werden. (vgl. Labusch et al. 2014, S. 90) Beispiel: Enterprise Transformation, Digitale Transformation Labusch, N. et. al. (2014): Architectural Support of Enterprise Transformations: Insights from Corporate Practice

  • Technische Systeme

    Technische Systeme sind definiert durch ihre Fähigkeit, Material, Energie oder Information umzuwandeln, zu transportieren oder zu speichern. Diese Systeme können in drei Kategorien unterteilt werden: materialbasierte, energiebasierte und informationsbasierte technische Systeme. In der Wirtschaftsinformatik liegt der Schwerpunkt besonders auf Informationssystemen. (vgl. Czichos 2015, S. 11) Beispiele: Computernetzwerke, Kraftwerke, Produktionsmaschinen, Datenbanken Czichos, H (2015): Mechatronik. Grundlagen und Anwendungen technischer Systeme. Wiesbaden: Springer Vieweg

  • Enterprise

    Enterprise ist ein komplexes, integriertes, voneinander abhängiges System von Menschen, Prozessen und Technologien. Enterprise und Unternehmen sind identisch. Daher wäre die gleiche Definition für beide Begriffe möglich. (vgl. Nightingale/Srinivasan 2011, S. 8) Beispiele: Logistikunternehmen, Kreditinstitute, Gesundheitsorganisation Nightingale, D. J.; Srinivasan, J. (2011): Beyond the Lean Revolution: Achieving Successful and Sustainable Enterprise Transformation. New York: AMACOM

  • Low-End Disruption

    Low-End Disruption bezieht sich auf Geschäftsmodelle, die durch niedrige Kosten weniger anspruchsvolle Kunden in bestehenden Märkten ansprechen und dadurch Wachstum generieren. (vgl. Christensen 2016, S. 81 ff.) Beispiele: Einführung von Billigfluggesellschaften, Aufstieg von einfachen Smartphones Christensen, C. M. (2016): The innovator's solution: creating and sustaining successful growth. Boston: Harvard Business School Press

  • Direkte Demokratie

    Direkte Demokratie ist ein System, bei dem die Bürger selbst direkt über politische Maßnahmen und Programme abstimmen, ohne dass diese Entscheidungen an gewählte Vertreter oder Institutionen delegiert werden. In der Praxis bedeutet dies, dass die gesellschaftliche Entscheidung unmittelbar durch die Ergebnisse eines Abstimmungsprozesses getroffen wird. Ein prominentes Beispiel für direkte Demokratie ist die Schweiz, wo Bürger über eine Vielzahl von Themen durch Volksabstimmungen entscheiden können. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 102 f.) Beispiel: Eine Volksabstimmung über den Bau eines neuen Parks in einer Stadt. Die Bürger der Stadt würden an einer Abstimmung teilnehmen und direkt darüber entscheiden, ob der Park gebaut werden soll oder nicht. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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