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argumentum ad absurdum
Das argumentum ad absurdum ist eine juristische Argumentationsform, bei der eine Auslegung abgelehnt wird, weil sie zu einem offensichtlich unvernünftigen oder absurden Ergebnis führen würde. (vgl. Fischer 2023, S. 50 f.) Beispiel: Wenn eine Gesetzesauslegung dazu führen würde, dass Studierende durch Vorlesungsbesuche keinen Vorteil in der Klausur haben dürften, wäre das ein absurdes Ergebnis. Daher wird diese Auslegung abgelehnt. Fischer, P. C. (2023): Wirtschaftsprivatrecht

Andreas Armster
vor 1 Tag1 Min. Lesezeit


argumentum e contrario
Das argumentum e contrario (Umkehrschluss) ist eine juristische Argumentation, bei der aus einer gesetzlichen Regel geschlossen wird, dass Fälle, die nicht unter die Regel fallen, gegenteilig zu behandeln sind. (vgl. Fischer 2023, S. 50) Beispiel: Wenn ein Gesetz sagt, dass Minderjährige für nachteilige Geschäfte die Zustimmung der Eltern brauchen, folgt im Umkehrschluss, dass für rein vorteilhafte Geschäfte keine Zustimmung nötig ist. Fischer, P. C. (2023): Wirtschaftsprivat

Andreas Armster
vor 1 Tag1 Min. Lesezeit


Erst-Recht-Schluss
Der Erst-Recht-Schluss ist eine juristische Argumentationsform, bei der eine Rechtsfolge erst recht auf einen weniger schwerwiegenden oder logisch eingeschlossenen Fall angewendet wird. (vgl. Fischer 2023, S. 50) Beispiel: Wenn ein Arbeitgeber aus wichtigem Grund fristlos kündigen darf, darf er erst recht auch fristgemäß kündigen. Fischer, P. C. (2023): Wirtschaftsprivatrecht. Einführung in die Grundlagen und Kerngebiete des Wirtschaftsrechts. 2. Auflage. Stuttgart: Kohlhamme

Andreas Armster
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Teleologische Reduktion
Die teleologische Reduktion ist eine juristische Methode, bei der eine gesetzliche Regel nicht angewendet wird, obwohl ihr Wortlaut passt, weil der Zweck der Norm diesen Fall eigentlich nicht erfassen soll. (vgl. Fischer 2023, S. 50) Beispiel: Bei kleinen Bargeschäften im Alltag (z. B. Brötchenkauf) muss ein Vertreter nicht ausdrücklich im Namen einer anderen Person handeln, obwohl das Gesetz dies eigentlich verlangt. Fischer, P. C. (2023): Wirtschaftsprivatrecht. Einführung

Andreas Armster
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Rechtsnormenpyramide
Die Rechtsnormenpyramide beschreibt die Hierarchie der Rechtsquellen, bei der höherrangige Normen (z. B. EU-Recht oder Grundgesetz) Vorrang vor niedrigeren Normen (z. B. Gesetzen oder Satzungen) haben. (vgl. Fischer 2023, S. 44 ff.) Beispiel: Wenn ein deutsches Gesetz gegen EU-Recht verstößt, wird das EU-Recht angewendet, weil es in der Rechtsnormenpyramide höher steht. Fischer, P. C. (2023): Wirtschaftsprivatrecht. Einführung in die Grundlagen und Kerngebiete des Wirtschafts

Andreas Armster
vor 1 Tag1 Min. Lesezeit


Materielles Recht
Materielles Recht umfasst alle Rechtsnormen, die Rechte, Pflichten und Ansprüche von Personen oder Unternehmen festlegen (z. B. im BGB oder StGB). (vgl. Fischer 2023, S. 41 ff.) Beispiel: Im BGB steht, dass ein Käufer den Kaufpreis zahlen muss, wenn er eine Ware kauft. Fischer, P. C. (2023): Wirtschaftsprivatrecht. Einführung in die Grundlagen und Kerngebiete des Wirtschaftsrechts. 2. Auflage. Stuttgart: Kohlhammer

Andreas Armster
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