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Baumol’sche Kostenkrankheit
Die Baumol’sche Kostenkrankheit beschreibt das Phänomen, dass die Kosten im öffentlichen Dienstleistungssektor überdurchschnittlich steigen, weil dort die Produktivität kaum zunimmt, die Löhne sich jedoch an produktiveren Sektoren orientieren. Dadurch erhöhen sich die Stückkosten und der nominelle Anteil staatlicher Ausgaben wächst, auch wenn der reale Umfang der Leistungen konstant bleibt. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 43 f.) Beispiel: Kostenkrankheit im Schulwesen: Eine Leh

Andreas Armster
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Verstädterungsgrad
Der Verstädterungsgrad bezeichnet den Anteil der Bevölkerung, der in Städten beziehungsweise urbanen Räumen lebt, und gibt damit an, wie stark eine Gesellschaft räumlich urbanisiert ist. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 42 f.) Beispiel: Steigt der Verstädterungsgrad, etwa wenn immer mehr Menschen vom Land in eine Großstadt ziehen, wächst der Anteil der Stadtbevölkerung an der Gesamtbevölkerung. Dadurch müssen Städte zusätzliche öffentliche Leistungen wie Verkehr, Wohnraum, Schul

Andreas Armster
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Realausgabenquote
Die Realausgabenquote misst den Anteil der staatlichen Ausgaben für Güter und Dienstleistungen (öffentlicher Konsum und öffentliche Investitionen, ohne Transferzahlungen) am Bruttoinlandsprodukt und zeigt damit den tatsächlichen Anteil des öffentlichen Sektors an der gesamtwirtschaftlichen Produktion. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 35 f.) Beispiel: Gibt ein Staat im Jahr 300 Mrd. € für Schulen, Krankenhäuser, Polizei und Infrastruktur aus (ohne Sozialtransfers) und beträgt das

Andreas Armster
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Staatsausgabenquote
Die Staatsausgabenquote gibt den Anteil der Gesamtausgaben des öffentlichen Sektors am Bruttoinlandsprodukt (BIP) an. Sie zeigt, wie groß der Teil der gesamtwirtschaftlichen Leistung ist, der über staatliche Ausgaben und Transfers läuft. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 35 f.) Beispiel: Beträgt das Bruttoinlandsprodukt eines Landes 1.000 Mrd. Euro und gibt der Staat im selben Jahr insgesamt 500 Mrd. Euro für Konsum, Investitionen und Transferzahlungen aus, liegt die Staatsausgab

Andreas Armster
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Staatsquoten
Staatsquoten sind Kennzahlen, mit denen der Umfang und die wirtschaftliche Bedeutung staatlicher Aktivitäten in einer Volkswirtschaft gemessen werden. Sie erfassen jedoch nur monetäre staatliche Eingriffe und bilden nicht-monetäre Interventionen wie Regulierungen, Gebote oder Verbote nur unvollständig ab. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 34 ff.) Beispiel: Beträgt das Bruttoinlandsprodukt eines Landes 1.000 Mrd. € und die staatlichen Ausgaben 450 Mrd. €, liegt die Staatsausgabenq

Andreas Armster
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Öffentliche Unternehmensbeteiligungen
Öffentliche Unternehmensbeteiligungen sind prinzipiell erwerbswirtschaftlich orientierte Unternehmen, die vollständig oder teilweise im Eigentum öffentlicher Haushalte (z. B. Bund, Länder, Gemeinden) stehen. Sie werden marktwirtschaftlich geführt, dienen aber häufig zusätzlich wirtschaftspolitische oder gesellschaftspolitischen Zielen und können als Instrumente staatlicher Politik (z. B. Strukturpolitik, Regionalpolitik oder Energiepolitik) eingesetzt werden. (vgl. Nowotny/Za

Andreas Armster
vor 6 Tagen1 Min. Lesezeit
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