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Baumol’sche Kostenkrankheit

Die Baumol’sche Kostenkrankheit beschreibt das Phänomen, dass die Kosten im öffentlichen Dienstleistungssektor überdurchschnittlich steigen, weil dort die Produktivität kaum zunimmt, die Löhne sich jedoch an produktiveren Sektoren orientieren. Dadurch erhöhen sich die Stückkosten und der nominelle Anteil staatlicher Ausgaben wächst, auch wenn der reale Umfang der Leistungen konstant bleibt. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 43 f.)


Beispiel: Kostenkrankheit im Schulwesen: Eine Lehrkraft kann heute nicht wesentlich mehr Schülerinnen und Schüler gleichzeitig unterrichten als vor 30 Jahren. Die Produktivität bleibt also nahezu konstant, während die Löhne steigen, weil sie sich an der allgemeinen Lohnentwicklung der Wirtschaft orientieren. Dadurch steigen die Kosten pro Unterrichtsstunde, obwohl sich die erbrachte Leistung real kaum verändert.


Nowotny, E.; Zagler, M. (2022): Der öffentliche Sektor. Einführung in die Finanzwissenschaft. 6. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien

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