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- Änderungsaufwand
Der Änderungsaufwand bezeichnet den Zeitaufwand, Personalaufwand und Sachmittelaufwand sowie die Kosten, die für die Umsetzung einer Projektänderung erforderlich sind. Er kann sich auf eine einzelne Änderung oder auf die Gesamtheit aller Änderungen einschließlich des Änderungsmanagements beziehen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Änderungsaufwand“) Beispiel: Bei einem Softwareprojekt soll nachträglich eine zusätzliche Funktion entwickelt werden. Das Projektteam schätzt, dass dafür 40 zusätzliche Arbeitsstunden und weitere Kosten für technische Hilfsmittel erforderlich sind. Dieser geplante Aufwand wird als Änderungsaufwand erfasst. Nach der Umsetzung wird der tatsächliche Aufwand mit der ursprünglichen Schätzung verglichen, um die Auswirkungen der Änderung auf das Projektbudget zu bewerten. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Änderungsauftrag
Ein Änderungsauftrag ist ein schriftlicher Auftrag zur Umsetzung einer beantragten und genehmigten Projektänderung. Er informiert die beteiligten Stellen über die erforderliche Änderung und dient der ausführenden Stelle als verbindliche Anweisung zur Durchführung. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Änderungsauftrag“) Beispiel: Bei einem Bauprojekt wird beschlossen, zusätzliche Steckdosen in mehreren Räumen einzubauen. Nachdem die Änderung geprüft und genehmigt wurde, erhält das ausführende Elektrikerteam einen schriftlichen Änderungsauftrag mit Angaben zum Umfang der Arbeiten und zur Umsetzung. Dadurch ist klar geregelt, welche zusätzlichen Arbeiten durchgeführt werden sollen. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Änderungsantrag
Ein Änderungsantrag ist ein Dokument im Änderungsmanagement, in dem alle wichtigen Informationen zu einer geplanten Projektänderung festgehalten werden. Dazu gehören die Beschreibung der Änderung, ihre Auswirkungen auf Kosten, Termine und Projektziele sowie eine Empfehlung und die Entscheidung über ihre Freigabe. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Änderungsantrag“) Beispiel: Bei der Entwicklung einer Software möchte der Auftraggeber nachträglich eine zusätzliche Funktion integrieren lassen. Dafür wird ein Änderungsantrag erstellt, in dem die gewünschte Funktion beschrieben und der zusätzliche Zeitaufwand und Kostenaufwand eingeschätzt wird. Anschließend entscheidet die Projektleitung, ob die Änderung genehmigt und in die weitere Projektplanung aufgenommen wird. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Änderung im Projektmanagement
Eine Änderung im Projektmanagement bezeichnet die Anpassung von Projektzielen oder Projektinhalten gegenüber der ursprünglichen Planung. Sie kann Auswirkungen auf die Qualität, den Umfang, die Kosten oder die Termine eines Projekts haben und wird mithilfe eines festgelegten Änderungsverfahrens dokumentiert und gesteuert. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Änderung“) Beispiel: Bei der Entwicklung einer Software wünscht der Auftraggeber nachträglich eine zusätzliche Funktion. Da diese Änderung mehr Entwicklungszeit und zusätzliche Kosten verursacht, prüft das Projektteam die Auswirkungen auf den Projektplan und das Budget. Nach der Genehmigung werden die Planung und die entsprechenden Projektdokumente angepasst. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Analyse technischer Störungen
Die Analyse technischer Störungen (ATS) ist ein systematisches Verfahren zur Untersuchung technischer Probleme. Mithilfe standardisierter Checklisten und gezielter Fragen werden mögliche Ursachen ermittelt, um Störungen nachvollziehbar zu analysieren und geeignete Lösungen zu finden. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Analyse technischer Störungen“) Beispiel: In einer Produktionsanlage fällt eine Maschine wiederholt aus. Das Projektteam nutzt die ATS, um mithilfe einer Checkliste zu untersuchen, wann die Störung auftritt, welche Bauteile betroffen sind und unter welchen Bedingungen der Fehler entsteht. Anhand der Ergebnisse wird beispielsweise festgestellt, dass eine Überhitzung die Ursache ist. Daraufhin werden geeignete Maßnahmen zur Behebung des Problems eingeleitet. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Ampelbericht
Ein Ampelbericht ist eine Form des Projektberichts, bei der der aktuelle Status eines Projekts oder einzelner Projektaufgaben mithilfe der Farben Rot, Gelb und Grün dargestellt wird. Grün bedeutet, dass das Projekt planmäßig verläuft, Gelb weist auf Abweichungen hin, bei denen Gegenmaßnahmen erforderlich sind, und Rot signalisiert ernsthafte Probleme, die häufig Entscheidungen des Managements erfordern. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Ampelbericht“) Beispiel: Bei einem Bauprojekt erstellt der Projektleiter wöchentlich einen Ampelbericht. Die Rohbauarbeiten werden mit Grün bewertet, da sie im Zeitplan liegen. Die Materialbeschaffung erhält Gelb, weil Lieferungen verspätet eintreffen und Gegenmaßnahmen notwendig sind. Die Elektroinstallationen werden mit Rot gekennzeichnet, da erhebliche Verzögerungen den Fertigstellungstermin gefährden und eine Entscheidung der Projektleitung erforderlich ist. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Ambiguitätstoleranz
Ambiguitätstoleranz bezeichnet die Fähigkeit eines Menschen, Unklarheiten, Unsicherheiten und mehrdeutige Situationen auszuhalten, ohne sich dadurch übermäßig verunsichern zu lassen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Ambiguitätstoleranz“) Beispiel: In einem Projekt sind zu Beginn noch nicht alle Anforderungen des Auftraggebers eindeutig festgelegt. Der Projektleiter bleibt trotz dieser Unsicherheit handlungsfähig und plant zunächst die bereits bekannten Aufgaben. Sobald weitere Informationen vorliegen, passt er die Planung entsprechend an. Damit zeigt er Ambiguitätstoleranz. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Alternativenbewertungsmethoden
Alternativenbewertungsmethoden sind Verfahren zur systematischen Bewertung und zum Vergleich verschiedener Lösungsmöglichkeiten. Sie helfen dabei, Vorteile und Nachteile abzuwägen, Alternativen nach festgelegten Kriterien zu ordnen und eine nachvollziehbare Entscheidung zu treffen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Alternativenbewertungsmethoden“) Beispiel: Ein Unternehmen möchte eine neue Projektmanagement-Software auswählen und vergleicht drei verschiedene Anbieter. Dabei werden Kriterien wie Kosten, Benutzerfreundlichkeit, Funktionsumfang und Datenschutz bewertet. Mithilfe einer Nutzwertanalyse werden die Ergebnisse gewichtet und die Anbieter anhand ihrer Gesamtpunktzahl verglichen. So kann das Unternehmen die Alternative auswählen, die am besten zu seinen Anforderungen passt. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- ALPEN-Methode
Die ALPEN-Methode ist eine Selbstmanagement-Methode zur Planung und Kontrolle des Tagesablaufs. Dabei werden Aufgaben und Termine festgelegt, die benötigte Zeit geschätzt, Pufferzeiten eingeplant sowie Prioritäten gesetzt und Aufgaben gegebenenfalls delegiert. Am Ende des Tages wird überprüft, welche Aufgaben erledigt wurden. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „ALPEN-Methode“) Beispiel: Ein Projektleiter plant seinen Arbeitstag mit der ALPEN-Methode. Er notiert Aufgaben wie eine Teambesprechung, die Prüfung des Projektfortschritts und die Erstellung eines Berichts. Anschließend schätzt er die benötigte Zeit für jede Aufgabe und reserviert Pufferzeiten für unerwartete Verzögerungen. Besonders wichtige Aufgaben erledigt er zuerst. Am Tagesende überprüft er, welche Aufgaben noch offen sind, und übernimmt diese in die Planung für den nächsten Tag. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Akzeptanzkriterien
Akzeptanzkriterien sind festgelegte Bedingungen und Anforderungen, die erfüllt sein müssen, damit eine Aufgabe, ein Arbeitspaket oder ein gesamtes Projekt erfolgreich abgenommen werden kann. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Akzeptanzkriterien“) Beispiel: Bei der Entwicklung einer App wird vereinbart, dass sich Nutzer anmelden können, ihre Daten sicher gespeichert werden und die App auf den vorgesehenen Geräten funktioniert. Diese Anforderungen bilden die Akzeptanzkriterien. Erst wenn sie erfüllt sind, kann die entwickelte App vom Auftraggeber abgenommen werden. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Akkreditierungsstelle
Eine Akkreditierungsstelle ist eine unabhängige und autorisierte Institution, die überprüft, ob Organisationen oder Einrichtungen bestimmte fachliche Anforderungen und Qualitätsstandards erfüllen, und ihnen bei erfolgreicher Prüfung eine Akkreditierung erteilen kann. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Akkreditierungsstelle“) Beispiel: Ein Prüflabor möchte nachweisen, dass es zuverlässige und fachlich korrekte Messergebnisse liefert. Eine zuständige Akkreditierungsstelle überprüft dafür die Kompetenz des Labors, seine Prüfverfahren und die Qualitätssicherung. Erfüllt das Labor die festgelegten Anforderungen, erhält es eine Akkreditierung. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH
- Agiles Projektmanagement
Agiles Projektmanagement ist ein flexibles Vorgehensmodell, bei dem Projekte in kurzen Arbeitszyklen schrittweise umgesetzt werden. Dabei stehen die enge Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber, regelmäßige Rückmeldungen und die Anpassung an veränderte Anforderungen im Vordergrund, anstatt alle Projektschritte von Anfang an detailliert festzulegen. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Agiles Projektmanagement“) Beispiel: Ein Unternehmen entwickelt eine neue App mit agilem Projektmanagement. Zunächst wird eine Grundversion mit den wichtigsten Funktionen erstellt und dem Auftraggeber zur Prüfung vorgelegt. Anhand seines Feedbacks werden die Funktionen in weiteren kurzen Arbeitszyklen angepasst und ergänzt. Dadurch kann das Entwicklungsteam flexibel auf neue Anforderungen reagieren und die App schrittweise verbessern. Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH


