SUCHE
Diese Website durchsuchen
12891 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche
- Kalkulatorische Zinsen
Kalkulatorische Zinsen sind Kosten, die für die Bereitstellung von Kapital anfallen. Es gibt zwei Arten von Kapital: Fremdkapital und Eigenkapital. Für Fremdkapital werden die tatsächlich gezahlten Zinsen bereits in der Finanzbuchhaltung als Aufwand verbucht. Bei Eigenkapital hingegen werden keine Zinszahlungen geleistet, aber es entstehen Opportunitätskosten in Form von entgangenen Zinsen. Die Berechnung der kalkulatorischen Zinsen erfolgt durch Multiplikation des betriebsnotwendigen Kapitals mit dem Zinssatz. Dabei stellt das betriebsnotwendige Kapital den Kapitalbedarf des Unternehmens dar und der Zinssatz die Kosten für die Nutzung dieses Kapitals. (vgl. Kußmaul 2016, S. 199) Beispiel: Ein Unternehmen benötigt für seine Geschäftstätigkeiten ein betriebsnotwendiges Kapital von 100.000 Euro. Angenommen, der Zinssatz beträgt 5%. In diesem Fall würden die kalkulatorischen Zinsen berechnet, indem man das betriebsnotwendige Kapital mit dem Zinssatz multipliziert. Das ergibt 100.000 Euro mal 0,05, was 5.000 Euro entspricht. Somit würde das Unternehmen einen kalkulatorischen Zinsaufwand von 5.000 Euro verbuchen, um die Kosten für die Bereitstellung dieses Kapitals zu erfassen. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 199
- Dienstleistungskosten
Dienstleistungskosten beziehen sich auf Leistungen, die von externen Anbietern erbracht werden und nicht in physischen Waren bestehen. Dies kann die Überlassung von Nutzungsrechten oder Zahlungen an die öffentliche Hand umfassen. (vgl. Kußmaul 2016, S. 196) Beispiele: Mieten, Pachten, Leasinggebühren, Fremdreparaturen, Beratungskosten Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 196
- Sekundäre Kosten
Sekundäre Kosten sind Kosten, die entstehen, wenn ein Unternehmen Güter oder Dienstleistungen verbraucht, die es intern selbst erstellt hat, anstatt sie von externen Quellen zu erwerben. Diese Kosten entstehen durch den Verbrauch von innerbetrieblichen Leistungen, die innerhalb des Unternehmens erbracht werden. Sie werden abrechnungstechnisch erst innerhalb der Kostenstellenrechnung bei der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung erfasst und sind daher nicht Teil der Kostenartenrechnung. (vgl. Kußmaul 2016, S. 191) Beispiele: Interner Transport, Intern hergestellte Bauteile, Selbst hergestellte Software Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 191
- Primäre Kosten
Primäre Kosten sind Kosten, die entstehen, wenn ein Unternehmen Güter oder Dienstleistungen verbraucht, die es extern auf dem Beschaffungsmarkt erworben hat. (vgl. Kußmaul 2016, S. 191) Beispiele: Energiekosten, Materialkosten, Personalkosten, Transportkosten Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 191
- Sondereinzelkosten
Sondereinzelkosten sind Kosten, die nicht direkt einer einzelnen Einheit, sondern einer spezifischen Gruppe von Einheiten zugeordnet werden können. (vgl. Kußmaul 2016, S. 186) Beispiele: Ausgaben für Schulungen oder Schulungsmaterialien, Werbemaßnahmen Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 186
- Gemeinkosten
Gemeinkosten sind Kosten, die nicht direkt auf bestimmte Leistungseinheiten zugewiesen werden können. Anders als bei den direkten Kosten, die klar mit einer bestimmten Leistungseinheit verbunden sind, wie beispielsweise Materialkosten für ein Produkt, lassen sich Gemeinkosten nicht eindeutig einer bestimmten Leistungseinheit zuordnen. (vgl. Kußmaul 2016, S. 186) Beispiele: Geschäftsführergehalt, Lagermiete, Kosten für Vertriebsmitarbeiter Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 186
- Absatzweg
Ein Absatzweg oder Absatzkanal beschreibt den Weg, den ein Produkt vom Hersteller zum Verbraucher nimmt, entweder in Form von Entscheidungen oder physischen Transporten. Das Entscheidungsproblem der Absatzwegepolitik betrifft die Wahl zwischen einem indirekten Weg, der den Einbezug von Großhändlern und/oder Einzelhändlern beinhaltet, und einem direkten Weg, bei dem der Handel nicht involviert ist. (vgl. Kußmaul 2016, S. 92) Beispiel: Ein Hersteller von Elektronikgeräten verkauft seine Produkte an Großhändler, die sie dann an Einzelhändler weiterverkaufen. Diese Einzelhändler wiederum verkaufen die Produkte schließlich an die Endkunden. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 92
- Einzelkosten
Einzelkosten sind die Kosten, die direkt mit der Produktion einer einzelnen Einheit eines Produkts verbunden sind. Anders gesagt, sie können direkt auf eine spezifische Leistungseinheit eines Kostenträgers zurückgeführt werden, sei es ein Produkt oder eine Dienstleistung. (vgl. Kußmaul 2016, S. 186) Beispiel: Akkordlöhne, Einzelmaterialkosten, Verpackungskosten, Marketingkosten Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 186
- Zweckaufwand
Zweckaufwand oder auch Grundkosten sind Aufwendungen, bei denen in gleicher Höhe Kosten gegenüberstehen. Anders ausgedrückt bedeutet das, dass für jede Ausgabe direkt eine entsprechende Kostenbelastung entsteht. (vgl. Kußmaul 2016, S. 185) Beispiele: Verpackungsmaterial, Fertigungslöhne, Energiekosten, Transportkosten Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 185
- Neutraler Aufwand
Neutraler Aufwand ist Aufwand, der in einer bestimmten Abrechnungsperiode anfällt, ohne dass damit direkt Kosten verbunden sind. Es gibt verschiedene Arten von neutralem Aufwand, die jeweils unterschiedliche Merkmale aufweisen. Betriebsfremder Aufwand bezieht sich auf Ausgaben, die nicht unmittelbar mit den operativen Zielen eines Unternehmens in Verbindung stehen. Periodenfremder Aufwand hingegen sind Kosten, die nicht in der betrachteten Abrechnungsperiode entstanden sind. Außerordentlicher Aufwand bezeichnet ungewöhnliche Kosten, die nicht regelmäßig auftreten. (vgl. Kußmaul 2016, S. 185) Beispiele: Spenden, Gewerbesteuernachzahlung, Katastrophenschäden an Betriebsmitteln Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 185
- Kalkulatorische Kosten
Kalkulatorische Kosten sind Kosten, die in der Finanzbuchhaltung entweder keinen entsprechenden Aufwand haben (in diesem Fall werden sie als Zusatzkosten bezeichnet) oder bei denen der Aufwand in anderer Höhe anfällt (dann spricht man von Anderskosten). Diese Kosten werden entweder aus den vorhandenen Finanzbuchhaltungsdaten abgeleitet und modifiziert in die Kostenrechnung übernommen oder es werden vollständig neue Daten ermittelt, um sie in die Kostenrechnung einzubeziehen. (vgl. Kußmaul 2016, S.185) Beispiele: Zusatzkosten, Anderskosten Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 185
- Kostenrechnung
Die Kostenrechnung ist ein Teilbereich des betrieblichen Rechnungswesens, der sich mit der Erfassung und Analyse der Kosten befasst, die bei der Produktion von Gütern oder Dienstleistungen anfallen. Sie erfüllt dabei verschiedene wichtige Aufgaben: Kontrolle der Wirtschaftlichkeit, Bereitstellung von Zahlenmaterial für dispositive und externe Zwecke. (vgl. Kußmaul 2016, S. 184) Beispiel: Analyse der Produktionskosten für die Herstellung eines Autos Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 184


