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Grundsatz der Widerspruchslosigkeit der Besteuerung
Der Grundsatz der Widerspruchslosigkeit der Besteuerung verlangt, dass das Steuersystem in sich logisch, widerspruchsfrei und systematisch aufgebaut ist, sodass steuerliche Ziele, Regeln und Instrumente einander nicht widersprechen und für Steuerpflichtige klar, verständlich und nachvollziehbar sind. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 198) Beispiel: Wenn Zinseinkünfte einmal als Einkommen besteuert werden, dürfen sie nicht gleichzeitig nach anderen Regeln als steuerfrei gelten. An

Andreas Armster
vor 4 Tagen1 Min. Lesezeit


Grundsatz der Steuerneutralität
Der Grundsatz der Steuerneutralität besagt, dass Steuern wirtschaftliche Entscheidungen (z. B. Konsum, Investition, Standortwahl) möglichst wenig verzerren und keinen ungerechtfertigten Einfluss auf Wettbewerb und Ressourcenallokation ausüben sollen. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 197 f.) Beispiel: Wenn alle Unternehmen unabhängig von Branche oder Standort denselben Körperschaftsteuersatz zahlen, entscheidet der Markterfolg über Investitionen (nicht steuerliche Vorteile). Nowo

Andreas Armster
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Grundsatz der wachstumspolitischen Ausrichtung der Besteuerung
Der Grundsatz der wachstumspolitischen Ausrichtung der Besteuerung besagt, dass das Steuersystem so gestaltet sein soll, dass es wirtschaftliches Wachstum nicht behindert und soweit möglich Investitionen, Beschäftigung und Innovation fördert. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 197 f.) Beispiel: Eine Regierung senkt die Körperschaftsteuer auf Investitionen in neue Maschinen, damit Unternehmen mehr investieren, produktiver werden und Arbeitsplätze schaffen. Nowotny, E.; Zagler, M. (

Andreas Armster
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Grundsatz der passiven Steuerflexibilität
Der Grundsatz der passiven Steuerflexibilität besagt, dass das Steuersystem ohne politische Eingriffe automatisch antizyklisch wirkt und dadurch konjunkturelle Schwankungen dämpft, etwa durch progressive Einkommensteuern, die in Boomphasen höhere und in Rezessionen geringere Steuerlasten bewirken. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 197 f.) Beispiel: In einer Rezession sinken die Einkommen, dadurch zahlen Haushalte automatisch weniger Einkommensteuer. Ihnen bleibt mehr Nettoeinkom

Andreas Armster
vor 4 Tagen1 Min. Lesezeit


Grundsatz der aktiven Steuerflexibilität
Der Grundsatz der aktiven Steuerflexibilität bezeichnet die Fähigkeit des Staates, durch gezielte und kurzfristige Änderungen von Steuersätzen oder Steuerregeln (diskretionäre Maßnahmen) konjunkturelle Schwankungen zu dämpfen, etwa durch Steuersenkungen in Rezessionen oder Steuererhöhungen in Boomphasen. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 197 f.) Beispiel: In einer Rezession senkt der Staat befristet die Einkommensteuer, damit Haushalte mehr Nettoeinkommen haben und den Konsum ste

Andreas Armster
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Prinzip der Verhältnismäßigkeit der Besteuerung
Das Prinzip der Verhältnismäßigkeit der Besteuerung besagt, dass die individuelle Steuerbelastung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit einer Person entsprechen soll, sodass höhere Einkommen relativ stärker, niedrigere Einkommen schwächer belastet werden. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 197) Beispiel: Bei einer progressiven Einkommensteuer zahlt eine Person mit hohem Einkommen einen höheren Prozentsatz ihres Einkommens an Steuern als eine Person mit niedrigem Einkommen, weil

Andreas Armster
vor 4 Tagen1 Min. Lesezeit
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