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  • Kapitalmarkt

    Der Kapitalmarkt im engeren Sinn ist ein Markt für langfristige Wertpapiere. Diese Wertpapiere werden je nach Art der Erträge unterteilt: Festverzinsliche Wertpapiere, Dividendenpapiere und Finanzinnovationen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 70) Beispiel: Der Handel mit Unternehmensanleihen, bei dem Investoren langfristige Schuldverschreibungen von Unternehmen erwerben, die feste Zinszahlungen und eine Rückzahlung des Kapitals zum Fälligkeitsdatum bieten. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 70

  • Bankenkreditmarkt

    Der Bankenkreditmarkt ist der Markt, auf dem Kreditinstitute als Anbieter ihren Kunden, den Kreditnehmern, Kredite zur Verfügung stellen. Die Nachfrager nach diesen Krediten können private Haushalte, Unternehmen und die öffentliche Hand sein. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 70) Beispiel: Ein Unternehmen beantragt bei einer Bank einen Kredit, um neue Maschinen zu kaufen und seine Produktionskapazität zu erweitern. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 70

  • Privatdiskonten

    Privatdiskonten sind Wechsel, die von privaten Schuldnern ausgestellt werden und von einer autorisierten Akzeptbank angenommen werden. Diese haben eine Laufzeit von 10 bis 90 Tagen.  (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 69 f.) Beispiel: Ein Wechsel, den ein Unternehmen ausstellt, um kurzfristige Mittel zu beschaffen, und den eine Bank akzeptiert, um die Zahlung zu garantieren. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 69-70

  • Unverzinsliche Schatzanweisungen

    Unverzinsliche Schatzanweisungen sind Wertpapiere, die den Schatzwechseln ähneln, jedoch im Gegensatz zu diesen keine Zinsen abwerfen. Sie haben in der Regel eine längere Laufzeit von 6 bis 8 Monaten. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 69) Beispiel: Eine Staatsanleihe, die vom Staat ausgegeben wird und nach einer Laufzeit von beispielsweise 8 Monaten zum Nennwert zurückgezahlt wird, ohne dass während dieser Zeit Zinsen gezahlt werden. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 69

  • Schatzwechsel

    Ein Schatzwechsel ist ein Wertpapier, das vom Staat ausgegeben wird. Es wird zu einem niedrigeren Wert (diskontiert) verkauft als seinem Nennwert und wird nach Ablauf einer bestimmten Frist zum Nennwert zurückgezahlt. Diese Frist kann von einigen Tagen bis zu sechs Monaten reichen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 69) Beispiel: Wenn eine Regierung einen Schatzwechsel über 1000 Euro ausstellt und diesen zu einem Preis von 980 Euro verkauft. Nach Ablauf eines Monats zahlt die Regierung dem Käufer den vollen Nennwert von 1000 Euro zurück. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 69

  • Geldmarkt

    Der Geldmarkt ist ein Markt, auf dem Zentralbankgeldüberschüsse zwischen verschiedenen Marktteilnehmern gehandelt werden. Zu den Marktteilnehmern zählen in erster Linie Kreditinstitute, aber auch große Unternehmen und Kapitalsammelstellen. Die Europäische Zentralbank (EZB) selbst nimmt im engeren Sinne nicht aktiv am Geldmarkt teil. Der Geldmarkt im weiteren Sinne bezieht sich auf den Handel mit Geldmarktpapieren. Zu den wichtigsten Geldmarktpapieren gehören Schatzwechsel, unverzinste Schatzanweisungen und Privatdiskonten. Der größte Teil dieses Marktes besteht aus Offenmarktgeschäften der Europäischen Zentralbank (EZB) mit den Kreditinstituten, während der Handel zwischen den Kreditinstituten oder zwischen Kreditinstituten und Nichtbanken kaum stattfindet. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 68 ff.) Beispiel: Handel mit kurzfristigen Schatzwechsel, Commercial Papers Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 68-70

  • Monetäre Märkte

    Monetäre Märkte sind Märkte, auf denen finanzielle Aktiva gehandelt werden. Finanzielle Aktiva sind dabei Vermögensgegenstände, die in unterschiedlichen Formen auftreten können und auf diesen Märkten gehandelt werden. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 66) Beispiel: Derivate, Aktien, Staatsanleihen, Devisen Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 66

  • Devisenswapgeschäfte

    Devisenswapgeschäfte sind Transaktionen, bei denen sowohl ein sofortiger Devisenkauf oder Devisenverkauf als auch ein zukünftiger Devisentausch vereinbart werden. Beim Kauf von Devisen wird dem Markt Liquidität zugeführt, während beim Verkauf Liquidität entzogen wird. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 65) Beispiel: Wenn eine Bank Euro gegen Dollar tauscht und gleichzeitig vereinbart, diese Transaktion zu einem späteren Zeitpunkt rückgängig zu machen, zu einem festgelegten Wechselkurs. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 65

  • Mindestreservepolitik

    Die Mindestreservepolitik betrifft die Anforderungen an die Geschäftsbanken, einen bestimmten Prozentsatz ihrer Einlagen als Reserve zu halten. Dies beeinflusst ihren Bedarf an Zentralbankgeld. Ursprünglich diente dies dazu, Kundeneinlagen zu sichern, wurde jedoch später hauptsächlich als Instrument zur Steuerung der Liquidität eingesetzt. Unter die Mindestreservepflicht fielen die Einlagen von Nichtbanken bei Geschäftsbanken, wie Sichtguthaben, Terminguthaben und Spareinlagen. Die festgelegten Mindestreservesätze waren jedoch relativ niedrig, meist zwischen 1,5% und 2%. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 62) Beispiel: Wenn eine Geschäftsbank verpflichtet ist, einen festgelegten Prozentsatz ihrer Einlagen als Reserven zu halten, um die Liquidität im Bankensystem zu gewährleisten. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 62

  • Lombardkredit

    Der Lombardkredit ist eine kurzfristige bis mittelfristige Kreditform, bei der ein Pfand oder Wertpapiere als Sicherheit hinterlegt werden. Die Bank gewährt diesen Kredit zu einem festgelegten Lombardsatz, der als Zinssatz für den Kredit gilt. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 62) Beispiel: Eine Person hinterlegt bei ihrer Bank Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen als Sicherheit und erhält dafür einen Kredit zu einem festgelegten Zinssatz. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 62

  • Diskontkredit

    Ein Diskontkredit bezieht sich auf den Ankauf von Handelswechseln oder anderen Wertpapieren, bei dem jedoch nicht der volle Nennbetrag, sondern ein reduzierter Betrag, der durch einen Diskontsatz festgelegt ist, gutgeschrieben wird. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 62) Beispiel: Wenn ein Unternehmen einen Handelswechsel über 10.000 Euro hat, gewährt die Bank jedoch nur eine sofortige Auszahlung von 9.800 Euro, wobei die Differenz von 200 Euro als Diskontierungsbetrag abgezogen wird. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 62

  • Passive Geldschöpfung

    Bei der passiven Geldschöpfung erfolgt die Geldschöpfung durch den Umlauf von Zentralbankgeld. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 59) Beispiel: Ein Kunde zahlt Bargeld bei einer Bank ein. Das Bargeld wird dem Kunden auf seinem Konto gutgeschrieben, aber gleichzeitig verringert sich das im Umlauf befindliche Bargeld, da es nun im Tresor der Bank liegt. Dadurch bleibt die Gesamtmenge an Geld unverändert, es gibt jedoch mehr Bankguthaben und weniger Bargeld im Umlauf. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 59

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