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- Mindestreservepolitik
Die Mindestreservepolitik betrifft die Anforderungen an die Geschäftsbanken, einen bestimmten Prozentsatz ihrer Einlagen als Reserve zu halten. Dies beeinflusst ihren Bedarf an Zentralbankgeld. Ursprünglich diente dies dazu, Kundeneinlagen zu sichern, wurde jedoch später hauptsächlich als Instrument zur Steuerung der Liquidität eingesetzt. Unter die Mindestreservepflicht fielen die Einlagen von Nichtbanken bei Geschäftsbanken, wie Sichtguthaben, Terminguthaben und Spareinlagen. Die festgelegten Mindestreservesätze waren jedoch relativ niedrig, meist zwischen 1,5% und 2%. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 62) Beispiel: Wenn eine Geschäftsbank verpflichtet ist, einen festgelegten Prozentsatz ihrer Einlagen als Reserven zu halten, um die Liquidität im Bankensystem zu gewährleisten. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 62
- Lombardkredit
Der Lombardkredit ist eine kurzfristige bis mittelfristige Kreditform, bei der ein Pfand oder Wertpapiere als Sicherheit hinterlegt werden. Die Bank gewährt diesen Kredit zu einem festgelegten Lombardsatz, der als Zinssatz für den Kredit gilt. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 62) Beispiel: Eine Person hinterlegt bei ihrer Bank Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen als Sicherheit und erhält dafür einen Kredit zu einem festgelegten Zinssatz. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 62
- Diskontkredit
Ein Diskontkredit bezieht sich auf den Ankauf von Handelswechseln oder anderen Wertpapieren, bei dem jedoch nicht der volle Nennbetrag, sondern ein reduzierter Betrag, der durch einen Diskontsatz festgelegt ist, gutgeschrieben wird. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 62) Beispiel: Wenn ein Unternehmen einen Handelswechsel über 10.000 Euro hat, gewährt die Bank jedoch nur eine sofortige Auszahlung von 9.800 Euro, wobei die Differenz von 200 Euro als Diskontierungsbetrag abgezogen wird. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 62
- Passive Geldschöpfung
Bei der passiven Geldschöpfung erfolgt die Geldschöpfung durch den Umlauf von Zentralbankgeld. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 59) Beispiel: Ein Kunde zahlt Bargeld bei einer Bank ein. Das Bargeld wird dem Kunden auf seinem Konto gutgeschrieben, aber gleichzeitig verringert sich das im Umlauf befindliche Bargeld, da es nun im Tresor der Bank liegt. Dadurch bleibt die Gesamtmenge an Geld unverändert, es gibt jedoch mehr Bankguthaben und weniger Bargeld im Umlauf. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 59
- Aktive Geldschöpfung
Aktive Geldschöpfung bezeichnet den Prozess, bei dem Geschäftsbanken Kredite an Nichtbanken vergeben und diesen Betrag als Guthaben auf deren Konten gutschreiben. Dieses Guthaben, das von einer Nichtbank bei einer Geschäftsbank gehalten wird, wird als Geld betrachtet, speziell als Geschäftsbankengeld. Obwohl bei diesem Vorgang keine direkte Beteiligung von Zentralbankgeld erfolgt, führt er dennoch zu einer Erhöhung der Geldmenge. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 58 f.) Beispiel: Wenn eine Geschäftsbank einem Unternehmen einen Kredit gewährt und den Kreditbetrag auf dessen Bankkonto überweist. Dadurch erhöht sich die Geldmenge im Wirtschaftssystem, da das Unternehmen nun über zusätzliches Guthaben verfügt, das es für Investitionen oder andere Zwecke nutzen kann. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 58-59
- Geldströme
Geldströme sind die fließenden Geldmittel, die in einer Volkswirtschaft zwischen den verschiedenen Wirtschaftssubjekten zirkulieren. Sie umfassen die Ausgaben der Haushalte für den Kauf von Konsumgütern, die Einnahmen der Unternehmen aus dem Verkauf dieser Güter, die Zahlungen der Unternehmen für die Nutzung von Produktionsfaktoren wie Arbeit und Kapital sowie die Einkommen der Haushalte aus ihren Erwerbstätigkeiten und Vermögenswerten. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 51) Beispiel: Eine Bäckerei zahlt Löhne an seine Angestellten. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 51
- Güterströme
Güterströme sind die tatsächlichen Bewegungen von Wirtschaftsgütern und Produktionsfaktoren innerhalb einer Volkswirtschaft. Sie beschreiben den Weg, den Produktionsfaktoren von den Haushalten über die Märkte zu den Unternehmen nehmen, und den Weg, den Konsumgüter (auch Endprodukte genannt) von den Unternehmen über die Märkte zurück zu den Haushalten nehmen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 51) Beispiel: Eine Bäckerei liefert Brot an einen Kunden. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 51
- Vermögenspolitik
Die Vermögenspolitik zielt darauf ab, die Bildung von Vermögen unter Arbeitnehmern zu unterstützen. Dies kann durch verschiedene Maßnahmen geschehen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 47 f.) Beispiele: Sparprämien, Steuervergünstigungen, Förderung von Gewinnbeteiligungen Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 47-48
- Einkommenspolitik
Die Einkommenspolitik bezieht sich auf staatliche Maßnahmen und Strategien zur Steuerung und Beeinflussung der Einkommensverteilung in einer Volkswirtschaft. Ihr Hauptziel besteht darin, eine gerechte und ausgewogene Verteilung der Einkommen zu fördern und soziale Ungleichheiten zu verringern. Diese Politik kann verschiedene Instrumente umfassen, darunter Steuersysteme, Arbeitsmarktpolitik, Bildungspolitik und soziale Sicherungsmaßnahmen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 47 f.) Beispiel: Die Einführung eines progressiven Steuersystems, bei dem Personen mit höheren Einkommen einen höheren Prozentsatz ihres Einkommens an Steuern zahlen müssen als Personen mit niedrigeren Einkommen. Damit soll eine Umverteilung von Einkommen zugunsten der einkommensschwächeren Bevölkerungsgruppen erreicht werden. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 47-48
- Lorenzkurve
Die Lorenzkurve veranschaulicht das Ausmaß der Disparität und verdeutlicht die Einkommensverteilung in einem Land. Sie ordnet die Haushalte nach ihrem Einkommen und zeigt im Diagramm die kumulierten Einkommensbezieher und Einkommen. Eine 45-Grad-Linie repräsentiert die Gleichverteilung, während die tatsächliche Verteilung durch die Lorenzkurve dargestellt wird. Eine größere Abweichung von der Gleichverteilungslinie zeigt eine höhere Einkommensungleichheit an. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 46 f.) Beispiel: Stellen wir uns vor, wir haben eine Volkswirtschaft mit fünf Haushalten, und jedes Haushaltseinkommen beträgt jeweils 10.000 Euro pro Jahr. Die Lorenzkurve würde zeigen, dass alle Haushalte das gleiche Einkommen haben, und die Kurve würde genau auf der 45-Grad-Linie liegen, was eine vollständige Einkommensgleichheit darstellt. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 46-47
- Aktive Arbeitsmarktpolitik
Die aktive Arbeitsmarktpolitik zielt darauf ab, Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und Arbeitslose durch verschiedene Maßnahmen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dazu gehören beispielsweise Beratungsleistungen, Umschulungen sowie Fortbildungsmaßnahmen und Weiterbildungsmaßnahmen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 39 f.) Beispiel: Die Bereitstellung von kostenlosen Weiterbildungskursen für Arbeitslose, um ihre beruflichen Fähigkeiten zu verbessern und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 39-40
- Passive Arbeitsmarktpolitik
In der passiven Arbeitsmarktpolitik werden arbeitslose Personen unterstützt und verwaltet. Dies umfasst Leistungen wie Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe unter bestimmten Bedingungen. (vgl. Kolck/Lehmann/Strohmeier 2001, S. 39) Beispiel: Eine arbeitslose Person beantragt und erhält nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes Arbeitslosengeld, um während ihrer Jobsuche finanziell unterstützt zu werden. Kolck, G.; Lehmann, K.; Strohmeier, S. (2001): Volkswirtschaftslehre. In: Gartner, W. J. (Hrsg.): Fachbücher für Fachberater und Fachwirte: Der Immobilienfachwirt. Wien: Oldenbourg, S. 39


