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- Risikoreserve
Eine Risikoreserve ist ein finanzieller Puffer, der dazu dient, zu verhindern, dass ein Unternehmen in unvorhersehbaren Situationen zahlungsunfähig wird. Insbesondere für junge Unternehmen kann die Risikoreserve von entscheidender Bedeutung sein, um finanzielle Engpässe zu überwinden. Es wird empfohlen, dass die Risikoreserve etwa 10 % des Gesamtkapitalbedarfs ausmacht. Aus wirtschaftlichen Gründen sollte die Reserve nicht einfach in der Kasse aufbewahrt werden, sondern in leicht veräußerbaren Wertpapieren mit möglichst hohen Zinsen angelegt werden. (vgl. Kußmaul 2016, S. 310) Beispiel: Ein Start-up-Unternehmen hat eine Risikoreserve eingerichtet, die 10 % seines Gesamtkapitalbedarfs entspricht. Diese Reserve dient dazu, unvorhergesehene Ausgaben oder Einnahmerückgänge abzufedern, wie z.B. unerwartete Reparaturen oder Verzögerungen bei der Markteinführung eines Produkts. Wenn solche Ereignisse eintreten, kann das Unternehmen auf die Risikoreserve zurückgreifen, um seine laufenden Kosten zu decken und eine Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 310
- Reformpädagogik
Die Reformpädagogik entstand als Reaktion auf den traditionellen, lehrerzentrierten Unterricht des Herbartianismus. Sie basiert auf der Überzeugung, dass die Fähigkeiten eines Menschen bereits in der Kindheit angelegt sind und durch Selbsttätigkeit und Selbstständigkeit entwickelt werden sollten. Das grundlegende Prinzip der individuellen Erziehung betont die Bedeutung einer ungestörten Entfaltung der kindlichen Persönlichkeit. Dabei wird die Gemeinschaft, sei es durch ein aktives Schulleben oder die Vorstellung einer Volksgemeinschaft, stark betont. Im Rahmen der Reformpädagogik entstanden zahlreiche neue Schulformen und Unterrichtsformen, wie etwa der Gesamtunterricht, Gruppenunterricht oder Arbeitsgemeinschaften. (vgl. Lehner 2019, S. 20) Beispiel: In einer reformpädagogischen Schule könnten Schülerinnen und Schüler beispielsweise in Projekten zusammenarbeiten, die auf ihren individuellen Interessen und Fähigkeiten basieren. Statt traditionellem Frontalunterricht könnte ein Lehrer oder eine Lehrerin verschiedene Lernmaterialien und Ressourcen bereitstellen, um den Schülern zu ermöglichen, selbstständig zu forschen und zu lernen. Die Schüler haben mehr Freiheit, ihre Lernwege zu gestalten, und lernen auch viel voneinander in einer unterstützenden Gemeinschaftsumgebung. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Überschuldung
Überschuldung tritt auf, wenn das Vermögen eines Unternehmens oder einer Person nicht mehr ausreicht, um die Verbindlichkeiten oder Schulden zu decken, die sie haben. (vgl. Kußmaul 2016, S. 301) Beispiel: Überschuldung wäre, wenn eine Person ein Haus mit einem Hypothekenkredit gekauft hat, dessen Restschuld höher ist als der aktuelle Marktwert des Hauses. In diesem Fall übersteigt die ausstehende Schuld den Wert des Vermögens (das Haus), was zu einer Situation der Überschuldung führt. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 301
- Drohende Zahlungsunfähigkeit
Drohende Zahlungsunfähigkeit tritt auf, wenn man das stichtagsbezogene Kriterium der Illiquidität auf eine zukunftsorientierte Perspektive ausweitet. Dabei wird die drohende Zahlungsunfähigkeit durch den Vergleich von geplanten Einzahlungen und Auszahlungen in einem Finanzplan ermittelt. (vgl. Kußmaul 2016, 301) Beispiel: Ein kleines Unternehmen erstellt einen Finanzplan für das nächste Quartal. Dabei werden erwartete Einnahmen aus Verkäufen und geplante Ausgaben für Löhne, Miete, Lieferanten usw. berücksichtigt. Wenn die geplanten Auszahlungen die erwarteten Einzahlungen übersteigen und das Unternehmen keine zusätzlichen Mittel hat, um diese Lücke zu schließen, könnte eine drohende Zahlungsunfähigkeit vorliegen. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 301
- Montessori-Pädagogik
Die Montessori-Pädagogik, benannt nach Maria Montessori, ist eine Bildungsphilosophie und Bildungsmethode, die für Kindergärten und Schulen entwickelt wurde. Dieser Ansatz basiert auf der natürlichen Neugier und Freude der Kinder am Lernen. Das Motto dieser Pädagogik lautet "Hilf mir, es selbst zu tun". Die Kinder werden von den Pädagogen unterstützt, in ihrem eigenen Tempo und entsprechend ihrer individuellen Interessen zu lernen. Die Montessori-Pädagogik fördert die Entwicklung jedes Kindes durch sorgfältige Beobachtung und Anpassung der Lehrmethoden an die individuellen Fähigkeiten und Talente der Schüler. Es handelt sich um eine Form des offenen Unterrichts, in dem die Lehrer die Kinder genau beobachten, um ihre individuellen Stärken durch geeignete pädagogische Ansätze optimal zu fördern. (vgl. Lehner 2019, S. 21) Beispiel: In einer Montessori-Schule könnten Kinder beispielsweise unterschiedliche Aktivitäten wählen, die ihren Interessen entsprechen. Ein Kind könnte sich für das Arbeiten mit mathematischen Materialien entscheiden, während ein anderes Kind lieber kreativ mit Kunstmaterialien arbeitet. Die Lehrer beobachten die Kinder genau und bieten individuelle Unterstützung und Anleitung basierend auf den Bedürfnissen und Interessen jedes Kindes an, um ihre persönliche Entwicklung optimal zu fördern. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Illiquidität
Illiquidität bedeutet, dass ein Unternehmen anhaltend nicht in der Lage ist, seine sofort fälligen Geldschulden zu begleichen, aufgrund eines Mangels an verfügbaren Zahlungsmitteln. Dies könnte unabhängig von der Rechtsform des Unternehmens zur Insolvenz führen. (vgl. Kußmaul 2016, S. 301) Beispiel: Ein kleines Familienunternehmen verfügt nicht über ausreichend liquide Mittel, um seine laufenden Betriebsausgaben zu decken. Obwohl das Unternehmen weiterhin Einnahmen aus seinem Geschäft erzielt, könnten Engpässe bei den kurzfristigen Zahlungsmitteln dazu führen, dass es Schwierigkeiten hat, seine Schulden rechtzeitig zu begleichen. Diese anhaltende Zahlungsunfähigkeit könnte letztendlich zur Insolvenz des Unternehmens führen. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 301
- Liquidität
Liquidität bezieht sich darauf, wie gut ein Unternehmen in der Lage ist, seinen laufenden Zahlungsverpflichtungen pünktlich und genau nachzukommen, vorausgesetzt, dass der normale Geschäftsbetrieb reibungslos verläuft. (vgl. Kußmaul 2016, S. 301) Beispiel: Ein kleines Einzelhandelsgeschäft hat eine gute Liquidität, wenn es genug Bargeld oder leicht zu verwertende Vermögenswerte hat, um seine Lieferanten rechtzeitig zu bezahlen, die Miete zu decken und andere laufende Betriebskosten zu decken, ohne sich in finanzielle Engpässe zu begeben. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 301
- Fachdidaktik
Fachdidaktik ist die Brückenfunktion zwischen den Fachbereichen, den Akteuren und den Umweltzuständen. Sie verbindet Fachwissenschaft und Erziehungswissenschaft, Lerner und Lerngegenstand sowie Theorie und Praxis. Sie steht vor der Herausforderung, sich zwischen den Erkenntnissen der Fachwissenschaft, den gesellschaftlichen und beruflichen Anforderungen sowie den realen Bedingungen in Schulen und Bildungsinstitutionen zu positionieren. (vgl. Lehner 2019, S. 15 f.) Beispiele: Wirtschaftsdidaktik, Fremdsprachendidaktik, Sportdidaktik Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Kostenträger
Kostenträger sind die Einheiten oder Leistungen, die im Produktionsprozess entstehen und die Kosten verursachen. Ihr Zweck besteht darin, diese Kosten zu tragen oder zu decken. Es gibt zwei Hauptarten von Kostenträgern: Absatzleistungen, die direkt an Kunden verkauft werden, und innerbetriebliche Leistungen, die innerhalb des Unternehmens für interne Zwecke verwendet werden. (vgl. Kußmaul 2016, S. 211) Beispiel: Die Entwicklung einer Marketingbroschüre, die zur Förderung des Produkts innerhalb des Unternehmens verwendet wird, um potenzielle Kunden zu informieren. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 211
- Didaktik
Didaktik bezeichnet das Konzept des Unterrichtens, Lehrens und Lernens sowie die theoretische Betrachtung des Verhältnisses zwischen Lehren und Lernen. Die Hauptaufgabe der Didaktik besteht darin, die Merkmale von Lehrsituationen und Lernsituationen zu analysieren, spezifische Erkenntnisse mithilfe geeigneter Begriffe und Konzepte zu erlangen und dabei zu unterstützen, diese umzusetzen. (vgl. Lehner 2019, S. 12) Beispiel: Angenommen, eine Lehrkraft unterrichtet laut Lehrplan das Thema Angebotsvergleich und nutzt als Methode die Nutzwertanalyse. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Kostenstellengemeinkosten
Kostenstellengemeinkosten sind Gemeinkosten, die sich nicht direkt einer bestimmten Kostenstelle zuordnen lassen, weil sie mehrere Kostenstellen gleichzeitig betreffen. (vgl. Kußmaul 2016, S. 207) Beispiele: Miete für Produktionsgebäude, Gehälter der Geschäftsführung Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 207
- Kostenstelleneinzelkosten
Kostenstelleneinzelkosten sind Gemeinkosten, die direkt bestimmten Kostenstellen zugeordnet werden können, ohne dass eine spezielle Zuordnung oder Verteilung erforderlich ist. Die Zuweisung erfolgt auf eine klare und verursachungsgerechte Weise. (vgl. Kußmaul 2016, S. 207) Beispiele: Materialentnahmescheine, Lohnlisten für Fertigungslöhne Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 207


