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  • Einheitstheorie

    Die Einheitstheorie besagt, dass die gesamte Gruppe von Konzernunternehmen eine wirtschaftliche und rechtliche Einheit bildet. Während die wirtschaftliche Einheit auf den tatsächlichen Gegebenheiten beruht, wird die rechtliche Einheit durch die Annahme geschaffen, dass alle Kapital-, Kredit-, Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den Konzernunternehmen als intern betrachtet werden. Dadurch entsteht ein Konzerngewinn oder -verlust erst, wenn diese Unternehmen mit anderen in Kontakt treten. (vgl. Kußmaul 2016, S. 422) Beispiel: Angenommen, Unternehmen A und B sind Teil eines Konzerns. Unternehmen A verkauft Produkte an B zu einem Preis von 100 Euro pro Einheit. Unternehmen B verkauft diese Produkte dann an externe Kunden für 150 Euro pro Einheit. Gemäß der Einheitstheorie würden die 50 Euro Differenz pro Einheit als interner Gewinn betrachtet, der im Rahmen des Konzerns erzielt wird. Auch wenn Unternehmen A und B rechtlich eigenständige Unternehmen sind, wird ihre Interaktion innerhalb des Konzerns als Teil einer einzigen wirtschaftlichen Einheit betrachtet, wodurch der Gesamtgewinn des Konzerns entsteht. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 422

  • Konzern

    Ein Konzern ist eine Organisation, die aus rechtlich eigenständigen Unternehmen besteht, die alle unter der Kontrolle oder dem Einfluss eines übergeordneten Mutterunternehmens stehen. (vgl. Kußmaul 2016, S. 421) Beispiele: Volkswagen AG, Google, Apple, Amazon Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 421

  • Liquiditätsgrade

    Die Liquiditätsgrade 1 bis 3 dienen dazu, anhand einer Bestandsaufnahme von Vermögens- und Schuldenpositionen eine Aussage über die Liquiditätssituation eines Unternehmens zu treffen. Unter Liquidität versteht man dabei das Verhältnis zwischen den Zahlungsmitteln, die sofort oder in naher Zukunft verfügbar sind, und den Auszahlungen, die ebenfalls sofort oder in naher Zukunft fällig sind. (vgl. Kußmaul 2016, S. 416) Beispiele: Cash Ratio, Quick Ratio, Current Ratio Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 416

  • Lernen durch Lehren

    Das methodische Konzept "Lernen durch Lehren" beinhaltet, dass Lernende den von ihnen erarbeiteten Stoff selbst unterrichten. Dabei werden Lehrfunktionen nach und nach auf die Schülerinnen und Schüler übertragen, wodurch diese aktiv in den Lernprozess eingebunden werden. (vgl. Lehner 2019, S. 30) Beispiel: In einem Wirtschaftsunterrichtsthema wie Angebot und Nachfrage könnten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen arbeiten und sich dann gegenseitig das Konzept erklären. Eine Gruppe könnte beispielsweise die Angebotssituation auf einem Markt erläutern, während eine andere Gruppe die Nachfrageseite behandelt. Durch diese gegenseitige Vermittlung des Wissens entwickeln die Schüler nicht nur ein tieferes Verständnis für das Thema, sondern auch ihre Präsentations- und Kommunikationsfähigkeiten. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Debitorenlaufzeit

    Die Debitorenlaufzeit ist die durchschnittliche Zeitspanne in Tagen, in der Forderungen gegenüber Kunden gebunden sind, bevor diese von den Kunden beglichen werden. (vgl. Kußmaul 2016, S. 416) Beispiel: Angenommen, ein Unternehmen hat einen Jahresumsatz von 500.000 Euro und einen durchschnittlichen offenen Forderungsbetrag von 100.000 Euro. Die Debitorenlaufzeit beträgt dann 72 Tage. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 416

  • Lagerdauer der Vorräte

    Die Lagerdauer der Vorräte gibt an, wie lange im Durchschnitt die Vorräte eines Unternehmens im Lager verbleiben, bevor sie verkauft werden. Es zeigt die durchschnittliche Zeit, in der Kapital in Form von Vorräten gebunden ist. (vgl. Kußmaul 2016, S. 416) Beispiel: Angenommen, ein Unternehmen hat einen Materialaufwand von 500.000 Euro und einen durchschnittlichen Vorratsbestand von 100.000 Euro. Die Lagerdauer der Vorräte beträgt dann 72 Tage. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 416

  • Return on Investment

    Der Return on Investment (RoI) ist eine Kennzahl, die die Rentabilität des gesamten investierten Kapitals oder des von den Anteilseignern investierten Kapitals misst. (vgl. Kußmaul 2016, S. 416) Beispiel: Angenommen, ein Investor investiert 10.000 Euro in ein Unternehmen, um Anteile zu erwerben. Nach einem Jahr erhält der Investor eine Dividende von 1.000 Euro und verkauft seine Anteile für 12.000 Euro. Der Return on Investment beträgt dann 30%. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 416

  • Gesamtkapitalrentabilität

    Die Gesamtkapitalrentabilität gibt an, wie gut das gesamte im Unternehmen eingesetzte Kapital unabhängig von seiner Herkunft - sei es Eigenkapital oder Fremdkapital - verzinst wird. Sie wird auch als "Unternehmensrentabilität" bezeichnet. (vgl. Kußmaul 2016, S. 416) Beispiel: Angenommen, ein Unternehmen hat insgesamt 1 Million Euro Kapital investiert, bestehend aus 700.000 Euro Eigenkapital und 300.000 Euro Fremdkapital. Im Laufe des Jahres erzielt das Unternehmen einen Gewinn von 150.000 Euro und zahlt 20.000 Euro Zinsen für das Fremdkapital. Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt dann 17%. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 416

  • Fremdkapitalrentabilität

    Die Fremdkapitalrentabilität gibt an, wie hoch die Verzinsung des eingesetzten Fremdkapitals ist. (vgl. Kußmaul 2016, S. 415) Beispiel: Angenommen, ein Unternehmen hat ein Fremdkapital in Höhe von 500.000 Euro, das es von Banken oder anderen Gläubigern aufgenommen hat. Der Zinsaufwand für dieses Fremdkapital beträgt 20.000 Euro pro Jahr. Die Fremdkapitalrentabilität beträgt dann 4%. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 415

  • Problemorientiertes Lernen

    Problemorientiertes Lernen ist ein methodisches Konzept, bei dem Lernende in Kleingruppen unter Anleitung eines Coaches systematisch an der Bearbeitung von Problemen arbeiten. Dies beinhaltet das Klären von Begriffen, die Identifizierung eines Problems, die Organisation von Erklärungen, die Formulierung von Lernfragen sowie das selbstständige Beschaffen und Austauschen von Informationen. (vgl. Lehner 2019, S. 30) Beispiel: In einem wirtschaftlichen Unterricht könnte eine Gruppe von Schülern ein Fallbeispiel über eine Firma analysieren, die vor verschiedenen Herausforderungen steht, wie z.B. sinkende Umsätze oder steigende Kosten. Die Schüler würden gemeinsam Begriffe wie Umsatz, Kosten und Gewinn klären, das Problem identifizieren (z. B. die Ursachen für den Rückgang der Umsätze), verschiedene Erklärungsansätze diskutieren (z. B. Wettbewerb, Marktveränderungen) und Lernfragen formulieren (z. B. Welche Maßnahmen könnten ergriffen werden, um die Umsätze zu steigern?). Anschließend würden sie eigenständig Informationen recherchieren, diese austauschen und gemeinsam Lösungsansätze entwickeln. Der Lehrer würde den Prozess unterstützen, indem er Fragen stellt, Feedback gibt und bei Bedarf zusätzliche Ressourcen zur Verfügung stellt. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Eigenkapitalrentabilität

    Die Eigenkapitalrentabilität misst die Rendite des Eigenkapitals und wird manchmal auch als "Unternehmerrentabilität" bezeichnet. Sie zeigt, wie gut das Eigenkapital während eines bestimmten Zeitraums verzinst wird, indem der erzielte Gewinn durch das durchschnittlich eingesetzte Eigenkapital dividiert wird. Dadurch erfahren die Geldgeber, wie effektiv ihr Kapital verwendet wird. Anfänglich wird diese Kennzahl wahrscheinlich niedrig sein, möglicherweise bei 0 oder nur wenigen Prozenten. Im Gegensatz zu absoluten Erfolgszahlen stellt die Eigenkapitalrentabilität eine Beziehung zwischen Gewinn und eingesetztem Kapital her und ist daher besser geeignet, um die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens zu bewerten. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass eine erhöhte Verschuldung die Eigenkapitalrentabilität unter Umständen künstlich erhöhen kann. (vgl. Kußmaul 2016, S. 415) Beispiel: Angenommen, ein Unternehmen hat während eines Geschäftsjahres einen Gewinn von 50.000 Euro erzielt. Das durchschnittlich eingesetzte Eigenkapital beträgt in diesem Zeitraum 200.000 Euro. Die Eigenkapitalrentabilität beträgt dann 25% (50.000 Euro Gewinn geteilt durch 200.000 Euro Eigenkapital). Dies bedeutet, dass das Eigenkapital des Unternehmens eine Rendite von 25% erwirtschaftet hat. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 415

  • Kapitalumschlagshäufigkeit

    Die Kapitalumschlagshäufigkeit beschreibt, wie oft das investierte Kapital durch den Umsatz eines Unternehmens umgeschlagen wird. Mit anderen Worten, es zeigt, wie effizient das Unternehmen sein Kapital einsetzt, um Umsätze zu generieren und somit seine Betriebsleistung zu messen. (vgl. Kußmaul 2016, S. 415) Beispiel: Nehmen wir an, ein Unternehmen investiert 100.000 Euro in Waren, Maschinen und andere Betriebsmittel. Im Laufe des Jahres erzielt es einen Umsatz von 500.000 Euro. Die Kapitalumschlagshäufigkeit beträgt dann 5 (500.000 Euro Umsatz geteilt durch 100.000 Euro investiertes Kapital). Das bedeutet, dass das Unternehmen sein investiertes Kapital fünfmal im Jahr umschlägt, um Umsätze zu generieren. Eine höhere Kapitalumschlagshäufigkeit deutet darauf hin, dass das Unternehmen effizienter arbeitet und sein Kapital besser nutzt. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 415

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