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  • Objektive Bezugsnorm

    Die objektive Bezugsnorm bewertet die Leistungen von Lernenden anhand festgelegter, klar definierter Kriterien oder Standards, unabhängig von den Leistungen anderer Lernender. (vgl. Lehner 2019, S. 186) Beispiel: Angenommen, in einem Deutschtest wird verlangt, einen Aufsatz nach bestimmten Kriterien zu schreiben, wie z. B. korrekte Rechtschreibung, guter Ausdruck und logischer Aufbau. Wenn ein Schüler alle diese Kriterien erfüllt, erhält er eine hohe Bewertung, unabhängig davon, wie gut oder schlecht die anderen Schüler abgeschnitten haben. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Soziale Bezugsnorm

    Die soziale Bezugsnorm bewertet die Leistungen eines Lernenden im Vergleich zu den Leistungen der anderen Mitglieder der Gruppe oder Klasse. (vgl. Lehner 2019, S. 186) Beispiel: Angenommen, in einer Mathematik-Klassenarbeit erzielt ein Schüler 75 von 100 Punkten. Wenn die durchschnittliche Punktzahl der Klasse bei 60 liegt, wird die Leistung des Schülers als überdurchschnittlich bewertet, da sie höher ist als der Klassendurchschnitt. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Individuelle Bezugsnorm

    Die individuelle Bezugsnorm ist ein Ansatz zur Bewertung von Lernergebnissen, bei dem die Leistung einer Person mit ihren eigenen früheren Leistungen verglichen wird. (vgl. Lehner 2019, S. 186) Beispiel: Angenommen, ein Schüler hat zu Beginn des Schuljahres in Mathematik Schwierigkeiten mit dem Bruchrechnen und erzielt in einem Test nur 30%. Nach intensiver Übung und Unterstützung schafft er im nächsten Test 60%. Obwohl 60% möglicherweise immer noch unter dem Klassendurchschnitt liegen, zeigt der Vergleich mit seiner eigenen früheren Leistung einen deutlichen Fortschritt. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Praktische Verfahren

    Praktische Verfahren sind Methoden der Leistungsüberprüfung, die darauf abzielen, das praktische Können und die Anwendung von Wissen in realen oder simulierten Situationen zu erfassen. Diese Verfahren ermöglichen es, handlungsorientierte Fähigkeiten der Lernenden zu beurteilen, indem deren Fertigkeiten in praxisnahen Aufgaben beobachtet und bewertet werden. (vgl. Lehner 2019, S. 182) Beispiele: Praktische Übung, Experiment, Rollenspiel, Planspiel Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Mündliche Verfahren

    Mündliche Verfahren sind Methoden der Leistungsüberprüfung, bei denen Lernende ihre Kenntnisse und Fähigkeiten durch mündliche Beiträge unter Beweis stellen. Diese Verfahren sind besonders flexibel, da sie sich leicht an unterschiedliche didaktische Situationen anpassen lassen und es ermöglichen, tiefergehende Fragen zu stellen und spontane Rückmeldungen zu geben. (vgl. Lehner 2019, S. 182) Beispiele: Vortrag, Referat, Präsentation, Diskussion, Stellungnahme Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Schriftliche Verfahren

    Schriftliche Verfahren sind Methoden der Leistungsüberprüfung, bei denen Lernende ihre Antworten schriftlich festhalten. Sie ermöglichen es der Lehrkraft, die Leistungen der Lernenden systematisch zu vergleichen und die Qualität der Ergebnisse anhand standardisierter Kriterien zu bewerten. (vgl. Lehner 2019, S. 182) Beispiele: Klassenarbeit, Test, Hausarbeit, Protokoll, Referat in Schriftform Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Verstehensorientierung

    Verstehensorientierung ist ein didaktisches Prinzip, bei dem der Fokus darauf liegt, das Lernen so zu gestalten, dass die Lernenden den vermittelten Stoff wirklich verstehen und nicht nur oberflächlich wiedergeben können. Dies bedeutet, dass Erklärungen immer an das Vorwissen der Lernenden anknüpfen und deren individuelle Lernvoraussetzungen berücksichtigen sollten. Der Prozess des Verstehens wird dabei Schritt für Schritt unterstützt, sodass die Lernenden den Inhalt nachvollziehen und in größere Zusammenhänge einordnen können. (vgl. Lehner 2019, S. 173 f.) Beispiel: Angenommen, ein Lehrer erklärt das Konzept der Inflation im Wirtschaftskurs. Anstatt direkt mit komplexen Definitionen zu beginnen, fragt er die Schüler zunächst, was sie unter Inflation verstehen und welche Beispiele ihnen einfallen. Dann baut er seine Erklärung auf diesen Vorstellungen auf und führt die Schüler schrittweise von ihren eigenen Überlegungen zu einer präzisen Definition und den ökonomischen Zusammenhängen. Dabei verwendet er anschauliche Grafiken und Alltagsbeispiele, um das Verständnis zu vertiefen. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Lernspiele

    Lernspiele sind didaktische Methoden, die spielerische Elemente nutzen, um Lernprozesse zu fördern und eine engagierte Lernatmosphäre zu schaffen. Sie zielen darauf ab, Lernende aktiv einzubeziehen und das Lernen durch spielerische Interaktionen zu unterstützen. (vgl. Lehner 2019, S. 162) Beispiele: Tabu, Memory, Millionenshow, Trivial Pursuit, Scrabble Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Mini-Aufgabe

    Eine Mini-Aufgabe ist eine Methode, bei der Lernende eine konkrete Problemstellung lösen oder eine Entscheidung treffen müssen, während sie an ihrem Sitzplatz bleiben. Diese Methode ist besonders darauf ausgelegt, die Bearbeitung von sachlichen Aufgaben zu fördern und schnelle Rückmeldungen zu ermöglichen. (vgl. Lehner 2019, S. 161) Beispiel: Angenommen, nach der Vorstellung eines neuen Themas im Unterricht erhalten die Lernenden eine Mini-Aufgabe, bei der sie aus mehreren Antwortmöglichkeiten (z. B. A, B, C) wählen sollen, um eine bestimmte Fragestellung zu beantworten. Sie arbeiten zunächst kurz alleine, um ihre Antwort zu überlegen, und besprechen dann ihre Wahl mit einem Partner. Nach ein bis zwei Minuten geben sie ihre Antwort entweder durch Aufzeigen oder mithilfe eines Klicker-Systems bekannt. Anschließend können ausgewählte Antworten im Plenum diskutiert und erläutert werden. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Murmelgruppe

    Eine Murmelgruppe, auch Tuschelgruppe genannt, ist eine Methode zur schnellen Aktivierung der Lernenden in kurzen Zeitabschnitten, etwa 3 bis 5 Minuten. Dabei arbeiten die Lernenden in kleinen Gruppen oder zu zweit zusammen, um bestimmte Themen zu besprechen oder Ideen zu entwickeln. (vgl. Lehner 2019, S. 160 f.) Beispiel: Angenommen, nach dem ersten Teil eines Seminars wird die Murmelgruppe eingesetzt. Die Lernenden sollen sich mit ihrem Sitznachbarn über die wesentlichen Inhalte des ersten Abschnitts austauschen: „Was war besonders wichtig? Gibt es noch offene Fragen oder Punkte, die unklar sind?“ Diese Methode fördert die schnelle Reflexion und den Austausch in der Gruppe. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Strukturlege-Technik

    Die Strukturlege-Technik ist eine Methode, um inhaltliche Zusammenhänge zu erfassen und zu visualisieren. Dabei schreiben die Lernenden zentrale Begriffe eines Themas auf Karten. Anschließend ordnen sie diese Karten in Einzelarbeit oder Kleingruppenarbeit so an, wie sie ihrer Meinung nach zueinander gehören. Diese Anordnung hilft, die eigenen Überlegungen und das Verständnis der Zusammenhänge sichtbar zu machen. (vgl. Lehner 2019, S. 160) Beispiel: Angenommen, Lernende erhalten Karten mit Begriffen aus dem österreichischen Bildungssystem wie „AHS“, „BHS“ und „Kolleg“. Sie sortieren diese Begriffe auf einer Pinnwand oder dem Boden in eine Struktur, die für sie Sinn macht. Im Anschluss vergleichen die Gruppen ihre Ergebnisse, diskutieren die Unterschiede und klären die zugrunde liegenden Überlegungen. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Gruppenpuzzle

    Das Gruppenpuzzle ist eine Methode, die darauf abzielt, alle Lernenden aktiv in den Lernprozess einzubinden und Gruppenarbeit effizient zu gestalten. In der ersten Phase bilden die Lernenden sogenannte Stammgruppen, die über einen längeren Zeitraum bestehen. In der zweiten Phase wechseln die Mitglieder jeder Stammgruppe in verschiedene Expertengruppen, in denen sie ein spezifisches Teilthema intensiv bearbeiten und so zu Expert*innen für dieses Thema werden. In der dritten Phase kehren die Lernenden in ihre ursprünglichen Stammgruppen zurück und teilen ihr erarbeitetes Wissen mit den anderen Gruppenmitgliedern. Dadurch wird gewährleistet, dass alle Lernenden sich aktiv beteiligen und ihr Wissen innerhalb der Gruppe austauschen. (vgl. Lehner 2019, S. 159 f.) Beispiel: Angenommen, die Lernenden sollen die verschiedenen Aspekte des Klimawandels untersuchen. Zuerst bilden sie Stammgruppen, die sich mit dem Thema Klimawandel beschäftigen. Dann teilen sich die Lernenden auf verschiedene Expertengruppen auf, z.B. eine Gruppe arbeitet an den Ursachen des Klimawandels, eine andere an den Auswirkungen, und eine dritte an den Lösungsmöglichkeiten. Nach der Expertenphase kehren die Lernenden in ihre Stammgruppen zurück, um ihr Expertenwissen zu präsentieren und gemeinsam die verschiedenen Teilaspekte des Klimawandels zu besprechen und zu verknüpfen. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

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