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Zinsbereinigte Einkommensteuer
Die zinsbereinigte Einkommensteuer ist ein einkommensteuerliches Konzept, bei dem Zinseinkommen aus Ersparnissen von der Steuerbemessungsgrundlage abgezogen werden. Dadurch werden Ersparnisse und Investitionen steuerlich entlastet und das System stärker konsumorientiert ausgestaltet. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 249) Beispiel: Eine Person erzielt 40.000 € Arbeitseinkommen und 2.000 € Zinsen aus Ersparnissen. Bei der zinsbereinigten Einkommensteuer werden die 2.000 € Zinsen n

Andreas Armster
vor 1 Tag1 Min. Lesezeit


Konsumorientierte Steuersysteme
Konsumorientierte Steuersysteme besteuern nicht das erzielte Einkommen, sondern den Konsum. Ersparnisse und Investitionen werden steuerlich geschont, um Kapitalbildung nicht zu belasten; Steuern fallen erst bei der Verwendung des Einkommens für Konsum an. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 248) Beispiel: Eine Person verdient 40.000 €, spart davon 10.000 € und konsumiert 30.000 €. In einem konsumorientierten Steuersystem werden nur die 30.000 € Konsum besteuert, die 10.000 € Erspar

Andreas Armster
vor 1 Tag1 Min. Lesezeit


Einkommensorientierte Steuersysteme
Einkommensorientierte Steuersysteme besteuern die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit anhand des Einkommens, wobei idealtypisch ein umfassender Einkommensbegriff zugrunde liegt, der Konsum und Vermögenszuwächse einer Periode einschließt (Schanz-Haig-Simons-Konzept). (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 247 f.) Beispiel: Eine Person verdient 40.000 € Lohn und erzielt zusätzlich 5.000 € Zinsen. In einem einkommensorientierten Steuersystem werden beide Beträge zusammen als Einkommen bes

Andreas Armster
vor 3 Tagen1 Min. Lesezeit


Differentialinzidenz
Die Differentialinzidenz untersucht die Verteilungswirkung alternativer Steuerkombinationen oder Ausgabenkombinationen, die sich fiskalisch gegenseitig ausgleichen, sodass das Gesamtsteueraufkommen bzw. Ausgabenvolumen konstant bleibt (z. B. Austausch einer Steuer durch eine andere gleichen Aufkommens). (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 242 f.) Beispiel: Der Staat senkt die Einkommensteuer und erhöht im gleichen Ausmaß die Mehrwertsteuer, sodass das Gesamtsteueraufkommen unveränd

Andreas Armster
vor 3 Tagen1 Min. Lesezeit


Spezifische Inzidenz
Die spezifische Inzidenz (auch absolute Inzidenz) beschreibt die Verteilungswirkung einer isolierten Änderung eines finanzpolitischen Instruments (z. B. Steuersenkung), unter der Annahme, dass alle anderen Einnahmen und Ausgaben unverändert bleiben (ceteris paribus). (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 242) Beispiel: Der Staat senkt den Einkommensteuersatz, lässt aber alle Staatsausgaben unverändert. Dadurch haben private Haushalte mehr verfügbares Einkommen; die daraus resultieren

Andreas Armster
vor 3 Tagen1 Min. Lesezeit


Ausgabeninzidenzanalyse
Die Ausgabeninzidenzanalyse untersucht, wer letztlich von staatlichen Ausgaben profitiert, also welche Personen oder Gruppen die wirtschaftlichen Vorteile öffentlicher Transfers, Subventionen oder Sachleistungen tatsächlich erhalten; unter Berücksichtigung möglicher Weitergabeeffekte, Rückwälzungseffekte und Anpassungseffekte. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 239 ff.) Beispiel: Der Staat subventioniert den sozialen Wohnungsbau. Formal erhalten Bauunternehmen die Förderung, effek

Andreas Armster
vor 3 Tagen1 Min. Lesezeit
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