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  • Konsumentenrente

    Die Konsumentenrente beschreibt den finanziellen Vorteil des Käufers. Der Marktpreis ist geringer als die Zahlungsbereitschaft. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 226 f.) Beispiel: Ein Konsument ist bereit, für eine Konzertkarte maximal 100 Euro zu zahlen. Der tatsächliche Marktpreis der Karte beträgt jedoch nur 70 Euro. Der finanzielle Vorteil des Käufers, also die Konsumentenrente, beträgt somit 30 Euro, da er 30 Euro weniger zahlt, als er bereit gewesen wäre zu zahlen. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Mengensteuer

    Eine Mengensteuer ist eine Steuer, die pro verkaufter Mengeneinheit erhoben wird. Jeder Mengeneinheit wird ein bestimmter Steuerbetrag zugeordnet. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 226) Beispiel: Tabaksteuer, Alkoholsteuer, Mineralölsteuer, CO²-Steuer Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Überwälzung

    Überwälzung, auch Shifting genannt, beschreibt den Prozess, bei dem ein Steuerzahler die wirtschaftlichen Auswirkungen einer Steuer teilweise auf andere abwälzt. Jeder Steuerzahler, der durch eine Steuer belastet wird, wird seine wirtschaftliche Situation mit der Steuer anders bewerten als ohne und sein Verhalten entsprechend anpassen. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 225) Beispiel: Wenn auf ein bestimmtes Gut eine Steuer erhoben wird, reagieren die Käufer möglicherweise, indem sie weniger davon kaufen. Die sinkende Nachfrage führt in der Regel zu einem niedrigeren Marktpreis. Dadurch werden nicht nur die Käufer von der Steuer getroffen, sondern auch die Verkäufer, die möglicherweise weniger Einnahmen. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Ausgabensteuern

    Ausgabensteuern sind Steuern, die auf die Ausgaben der Haushalte erhoben werden, also auf die Verwendung des Einkommens. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 221) Beispiel: Mehrwertsteuer, Tabaksteuer, Alkoholsteuer, Mineralölsteuer Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Lenkungssteuern

    Lenkungssteuern sind Steuern, die darauf abzielen, das Verhalten der Steuerzahler in eine bestimmte Richtung zu lenken. Diese Steuern sollen nicht nur Einnahmen für den Staat generieren, sondern auch bestimmte gesellschaftliche oder wirtschaftliche Ziele fördern, indem sie Anreize für gewünschtes Verhalten setzen oder unerwünschtes Verhalten entmutigen. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 219) Beispiel: Tabaksteuer, CO²-Steuer, Zuckersteuer, Alkoholsteuer Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Stufenbetragstarif

    Ein Stufenbetragstarif ist ein System, bei dem das Steueraufkommen innerhalb bestimmter Einkommensbereiche konstant bleibt. Dies bedeutet, dass für verschiedene Einkommensstufen feste Steuerbeträge gelten. Innerhalb jeder Stufe steigt die Bemessungsgrundlage, aber der Steuerbetrag bleibt unverändert, was zu einer abnehmenden Durchschnittssteuerbelastung innerhalb dieser Stufe führt. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 208) Beispiel: Angenommen, es gibt zwei Einkommensstufen: bis 20.000 Euro und von 20.001 bis 40.000 Euro. In der ersten Stufe zahlt jeder 1.000 Euro Steuern, egal ob er 10.000 oder 20.000 Euro verdient. In der zweiten Stufe zahlt jeder 3.000 Euro Steuern, unabhängig davon, ob er 21.000 oder 40.000 Euro verdient. Innerhalb jeder Stufe sinkt somit der prozentuale Steueranteil des Einkommens, je höher das Einkommen ist. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Steuerfreigrenze

    Die Steuerfreigrenze beschreibt die Grenze zwischen besteuertem und nicht besteuertem Einkommen. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 208) Beispiel: Angenommen, die Steuerfreigrenze liegt bei 9.000 Euro pro Jahr. Wenn Bernd 8.500 Euro im Jahr verdient, muss er keine Steuern zahlen, da sein Einkommen unter der Freigrenze liegt. Verdient er jedoch 10.000 Euro im Jahr, wird sein gesamtes Einkommen besteuert, da er die Freigrenze überschreitet. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Steuerfreibetrag

    Der Steuerfreibetrag beschreibt den Geldbetrag, der von der Steuer befreit ist. Dabei spielt die Höhe des Einkommens keine Rolle. Trotzdem ist der Freibetrag für den Staat relevant, da dieser Betrag geltend gemacht werden muss. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 208) Beispiel: Sparer-Pauschbetrag, Werbungskostenpauschale Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Progressiver Steuertarif

    Ein progressiver Steuertarif ist ein System, bei dem der Steuersatz mit steigendem Einkommen zunimmt. Das bedeutet, dass Personen mit höherem Einkommen nicht nur absolut mehr Steuern zahlen, sondern auch prozentual einen größeren Teil ihres Einkommens abgeben müssen. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 206) Beispiel: Angenommen, es gibt zwei Personen, Anna und Ben. Anna verdient 30.000 Euro im Jahr und zahlt darauf einen Durchschnittssteuersatz von 10 %, also 3.000 Euro Steuern. Ben verdient 60.000 Euro im Jahr und zahlt einen Durchschnittssteuersatz von 20 %, also 12.000 Euro Steuern. Obwohl Ben doppelt so viel verdient wie Anna, zahlt er viermal so viel Steuern. Dies zeigt, dass bei einem progressiven Steuertarif die Steuerlast prozentual stärker steigt als das Einkommen. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Steuergläubiger

    Steuergläubiger sind diejenigen öffentlichen Institution oder Behörden, die gesetzlich befugt sind, Steuern zu erheben und einzufordern. Sie besetzten die rechtliche Autorität und Ertragshoheit über die Abgabe. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 205) Beispiel: Budnesfinanzministerium, Gebietskörperschaften, Städtische Behörden Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Steuerträger

    Steuerträger ist die Person oder Institution, die die ökonomisch die Last der Steuer trägt, also deren Einkommen oder Vermögen durch die Besteuerung beeinträchtigt wird. Dabei stimmt der Steuerträger nicht immer mit dem Steuerschuldner überein, insbesondere wenn Steuerüberwälzungsmechanismen im Spiel sind. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 205) Beispiel: Angenommen, ein Vermieter erhöht die Miete für seine Mieter aufgrund einer neuen Grundsteuer, die er zahlen muss. In diesem Fall ist der Vermieter der Steuerschuldner, da er die Grundsteuer an das Finanzamt zahlen muss. Die Mieter sind jedoch die Steuerträger, da sie letztlich die wirtschaftliche Last der Steuer tragen, da sie durch die Mieterhöhung mehr bezahlen müssen. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

  • Steuerzahler

    Der Steuerzahler ist die Person oder die juristische Einheit, die die gesetzlich festgelegten Steuerbeträge an das Finanzamt entrichtet. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 205) Beispiel: Eine Einzelperson reicht ihre Einkommensteuererklärung ein und überweist die fälligen Steuerbeträge an das Finanzamt. Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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