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  • Handeln

    Handeln ist ein bewusstes Verhalten, das auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet ist. Während die sichtbaren Handlungen beobachtet werden können, bleiben die dahinterliegenden Gedanken und Planungen, die das Handeln steuern, unsichtbar. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 12 f.) Beispiel: Jemand schreibt eine Bewerbung. Das Schreiben selbst ist beobachtbar, aber die Überlegungen und Planungen, welche Formulierungen gewählt werden und warum, sind nicht direkt sichtbar. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag

  • Erleben

    Erleben bezieht sich auf innere Erfahrungen und Gefühle, die nicht immer von außen sichtbar sind. Diese inneren Zustände können sich im Verhalten zeigen, müssen es aber nicht. Menschen können ihr eigenes Erleben durch Selbstbeobachtung bewusst wahrnehmen und reflektieren. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 12 f.) Beispiel: Jemand kann innerlich nervös sein, ohne dass es äußerlich sichtbar ist. Diese Person spürt die Nervosität, obwohl sie ruhig wirkt. Die Nervosität wird durch Selbstbeobachtung wahrgenommen, ohne sich im Verhalten zu zeigen. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag

  • Verhalten

    Verhalten ist alles, was Menschen tun und das direkt beobachtet werden kann. Da Menschen ständig handeln, gibt es kein Zustand, in dem sie sich nicht verhalten. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 12 f.) Beispiel: Selbst wenn jemand still in einem Raum sitzt und nichts sagt, zeigt er durch seine Körperhaltung, Mimik oder Atmung ein Verhalten. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag

  • Psychologie

    Der Gegenstand der wissenschaftlichen Psychologie ist menschliches Erleben, Verhalten und Handeln zu beschreiben, zu erklären, zu verändern und vorherzusagen. (vgl. Fritz/Hussy/Tobinski 2018, S. 12 f.) Beispiel: Psychologen beschreiben, wie sich Prüfungsangst bei Studierenden äußert, erklären die Ursachen wie Leistungsdruck oder schlechte Erfahrungen, entwickeln Interventionen zur Reduzierung der Angst, und können vorhersagen, unter welchen Bedingungen sie auftritt und welche Studierenden besonders betroffen sind. Fritz, A.; Hussy, W.; Tobinski, D. (2018): Pädagogische Psychologie. 3. Auflage. München: Ernst Reinhardt Verlag

  • Dreiphasenmodell

    Kurt Lewins Dreiphasenmodell oder Modell der Veränderung beschreibt den Prozess der Veränderung von Handlungsstrukturen in drei Schritten. Zunächst erfolgt das Unfreeze (Auftauen), bei dem bestehende Verhaltensmuster und Routinen bewusst gemacht und vorübergehend außer Kraft gesetzt werden. Dies geschieht durch Reflexion, Feedback und das Unterbrechen gewohnter Handlungen. Im zweiten Schritt, Move (Verändern), werden die handlungssteuernden Konzepte durch gezielte Lernprozesse und Reflexionsprozesse angepasst. Hierzu können Methoden wie das Sandwich-Prinzip, Einzel- oder Gruppenarbeit eingesetzt werden. Schließlich folgt das Refreeze (Wiedereinfrieren), bei dem die neuen Handlungsweisen konkretisiert und stabilisiert werden, indem sie in die Praxis integriert und zu Routinen gemacht werden. Techniken wie die Planung konkreter Lehrhandlungen und Simulationen kommen hierbei zum Einsatz. (vgl. Lehner 2019, S. 244) Beispiel: Ein Lehrer verwendet Lewins Dreiphasenmodell, indem er zunächst seine bisherigen Methoden reflektiert und Feedback einholt (Unfreeze). Dann lernt er eine neue Methode, testet sie aus und passt sie an (Move). Schließlich integriert er die neue Methode fest in seinen Unterrichtsalltag und erstellt konkrete Pläne zur Anwendung (Refreeze). Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Weingartner Appraisal Legetechnik

    Die Weingartner Appraisal Legetechnik (WAL) ist eine Methode, um zu verstehen, wie Situationen und Handlungen in einem bestimmten Kontext miteinander verbunden sind. Dabei werden persönliche Lehrsituationen gesammelt und mit den Gedanken und Gefühlen, die das Handeln beeinflussen, verknüpft. Anschließend werden die möglichen Handlungen systematisch zugeordnet, um einen klaren Überblick über die Zusammenhänge zwischen Wahrnehmung einer Situation und den verfügbaren Handlungsoptionen zu erhalten. (vgl. Lehner 2019, S. 243) Beispiel: Ein Lehrer verwendet die Weingartner Appraisal Legetechnik, um herauszufinden, wie er auf eine schwierige Unterrichtssituation reagieren kann. Er sammelt relevante Lehrsituationen, wie z.B. Schüler, die sich nicht konzentrieren, und verknüpft diese mit seinen Gedanken und Gefühlen dazu. Dann ordnet er mögliche Handlungen, wie zusätzliche Erklärungen oder Gruppenarbeiten, strukturiert zu, um die effektivste Strategie zu wählen. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Didaktisches Know-how

    Ein didaktisches Know-how bedeutet, dass eine Lehrkraft Techniken und Methoden beherrscht, um den Lernstand der Schüler zu diagnostizieren, passende Lernhilfen anzubieten, den Lernfortschritt zu evaluieren und komplexe Inhalte verständlich zu vereinfachen oder anschaulich zu erklären. (vgl. Lehner 2019, S. 240) Beispiel: Eine Lehrkraft stellt durch gezielte Fragen fest, wo Schüler Verständnisprobleme haben, vereinfacht daraufhin das Thema und nutzt geeignete Lernhilfen. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Didaktisches empirisches Wissen

    Ein didaktisches empirisches Wissen bedeutet, dass eine Lehrkraft wichtige Forschungsergebnisse zum Lehren und Lernen, zur Sozialisation und Motivation von Erwachsenen sowie zur Wirksamkeit der Erwachsenenbildung kennt. (vgl. Lehner 2019, S. 240) Beispiel: Eine Lehrkraft wendet beim Unterrichten von Erwachsenen aktuelle Forschungsergebnisse zur Motivation an, um den Unterricht effektiver zu gestalten. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Didaktisches Problembewusstsein

    Ein didaktisches Problembewusstsein bedeutet, dass eine Lehrkraft Lernschwierigkeiten der Schüler erkennt und sich bewusst ist, wie ihr eigener Unterricht dazu beitragen könnte. (vgl. Lehner 2019, S. 239 f.) Beispiel: Eine Lehrkraft bemerkt, dass einige Schüler Schwierigkeiten mit einem Thema haben. Sie reflektiert, ob ihre Erklärungen klar genug waren, und berücksichtigt die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Schüler, um den Unterricht anzupassen. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Didaktische berufsethische Haltung

    Eine didaktische berufsethische Haltung bedeutet, dass eine Lehrperson ein echtes Interesse an den Lernenden zeigt, sich engagiert für das Thema und die Idee der Aufklärung einsetzt. (vgl. Lehner 2019, S. 239) Beispiel: Eine Lehrkraft fördert eine respektvolle Diskussion bei kontroversen Themen, zeigt Interesse an den Schülern und bleibt selbst lernbereit. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Entwicklungskompetenz

    Entwicklungskompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Prozesse der Schulentwicklung aktiv zu gestalten und die Schule als lernende Organisation zu fördern. (vgl. Lehner 2019, S. 239) Beispiel: Angenommen, eine Schule stellt fest, dass die Schüler in der Mathematikleistungen zurückfallen. Eine Lehrkraft mit Entwicklungskompetenz initiiert ein Projekt zur Schulentwicklung, indem sie ein Team von Lehrern zusammenstellt, um neue Lehrmethoden und Förderprogramme zu entwickeln. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Planungskompetenz

    Planungskompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Ressourcen, zeitliche Abläufe und materielle sowie mediale Voraussetzungen effektiv zu verwalten, um den Unterricht oder andere Bildungsaktivitäten erfolgreich zu gestalten. (vgl. Lehner 2019, S. 239) Beispiel: Angenommen, eine Lehrkraft plant eine Unterrichtseinheit zum Thema „Energiequellen“. Sie organisiert im Voraus die benötigten Materialien wie Modelle und Arbeitsblätter, erstellt einen detaillierten Zeitplan für die verschiedenen Phasen der Unterrichtsstunde und stellt sicher, dass die technischen Geräte wie Computer und Projektor bereit sind. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

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