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- Kooperative Führung
Kooperative Führung bedeutet, dass der Vorgesetzte Entscheidungen auf der Grundlage von Mitarbeitervorschlägen trifft. Er bezieht das Team aktiv in den Entscheidungsprozess ein, diskutiert die verschiedenen Ideen und trifft dann eine Entscheidung, die die Beiträge der Mitarbeiter berücksichtigt. (vgl. Huf 2020, S. 120 ff.) Beispiel: Ein Vorgesetzter plant eine neue Strategie für das Team. Er bittet die Mitarbeiter um Ideen und Vorschläge, diskutiert diese mit dem Team und entscheidet sich anschließend für die beste Lösung, die die meisten Anregungen der Mitarbeiter integriert. Huf, S. (2020): Personalmanagement. Wiesbaden: Springer Gabler
- Autoritäre Führung
Autoritäre Führung bedeutet, dass der Vorgesetzte alleinige Entscheidungen trifft, ohne die Mitarbeiter in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. Die Anweisungen werden von oben nach unten gegeben, und die Mitarbeiter haben wenig bis keinen Einfluss auf die Entscheidungen. (vgl. Huf 2020, S. 120 ff.) Beispiel: Ein Geschäftsführer legt eigenständig die Ziele für das kommende Jahr fest und bestimmt die Aufgabenverteilung, ohne Rücksprache mit seinem Team zu halten. Die Mitarbeiter müssen die Anweisungen einfach umsetzen. Huf, S. (2020): Personalmanagement. Wiesbaden: Springer Gabler
- Führungsstil
Ein Führungsstil ist ein dauerhaftes und konsistentes Verhaltensmuster einer Führungskraft, das sich in verschiedenen Situationen wiederholt und nicht von den jeweiligen Umständen beeinflusst wird. (vgl. Huf 2020, S. 119 f.) Beispiele: Autoritärer Stil, Kooperativer Stil, Demokratischer Stil Huf, S. (2020): Personalmanagement. Wiesbaden: Springer Gabler
- Leader-Member Exchange
Die Leader-Member Exchange (LMX-Theorie) betont die Bedeutung der Beziehung zwischen Führungskräften und Mitarbeitern als Schlüssel zum Führungserfolg. Im Gegensatz zu anderen Führungstheorien konzentriert sich die LMX-Theorie auf die Qualität dieser Austauschbeziehungen. Führungskräfte haben unterschiedliche Beziehungsqualitäten zu ihren Mitarbeitern: Hochwertige Beziehungen sind geprägt von Vertrauen, Respekt und Unterstützung und führen zur "In-Group", während geringere Qualitäten die "Out-Group" bilden. Die Theorie besagt, dass die Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung der Mitarbeiter von der Beziehungsqualität abhängt: Je besser die Beziehung, desto größer der Führungserfolg. Dies erfordert, dass Führungskräfte regelmäßig Zeit in den Aufbau guter Beziehungen investieren. (vgl. Huf 2020, S. 119) Huf, S. (2020): Personalmanagement. Wiesbaden: Springer Gabler
- Theorie XY
McGregors Theorie XY besagt, dass das Menschenbild der Führungskräfte entscheidend für den Führungserfolg ist. Führungskräfte mit einem X-Menschenbild glauben, dass Mitarbeiter unmotiviert sind und Arbeit meiden, was zu strikter Kontrolle führt. Umgekehrt glauben Führungskräfte mit einem Y-Menschenbild, dass Mitarbeiter engagiert und eigenverantwortlich arbeiten, was zu mehr Autonomie und Vertrauen führt. Beide Menschenbilder können als sich selbst erfüllende Prophezeiungen wirken, indem das Verhalten der Mitarbeiter die Erwartungen der Führungskraft bestätigt. (vgl. Huf 2020, S. 116 f.) Beispiel: Ein Vorgesetzter mit einem X-Menschenbild behandelt seine Mitarbeiter als faul und wenig engagiert. Er kontrolliert ihre Arbeit ständig, gibt strikte Anweisungen und ermutigt sie nicht, Verantwortung zu übernehmen. In dieser Umgebung zeigen die Mitarbeiter tatsächlich wenig Initiative und Engagement. Huf, S. (2020): Personalmanagement. Wiesbaden: Springer Gabler
- Charismatische Führung
Der charismatische Führung ist ein Ansatz der Personalführung und betont, dass der Führungserfolg stark von der Persönlichkeit der Führungskraft abhängt. Charismatische Führungskräfte strahlen eine besondere Anziehungskraft aus, die ihre Mitarbeiter inspiriert und ihnen großes Vertrauen entgegenbringt. Diese Art der Führung birgt jedoch das Risiko, dass charismatische Führungskräfte ihre Macht missbrauchen oder manipulativ agieren. (vgl. Huf 2020, S. 115 f.) Beispiel: Ein charismatischer CEO motiviert sein Team durch seine inspirierenden Reden und visionäre Ausstrahlung, sodass die Mitarbeiter ihm fast bedingungslos folgen. Allerdings könnte es passieren, dass das Team kritische Entscheidungen nicht hinterfragt, weil es zu sehr von der Persönlichkeit des Chefs beeindruckt ist. Huf, S. (2020): Personalmanagement. Wiesbaden: Springer Gabler
- Fünf-Faktoren-Modell
Das Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit, auch "Big Five" genannt, beschreibt fünf grundlegende Persönlichkeitsmerkmale, die weitgehend unabhängig voneinander sind: emotionale Stabilität (Neurotizismus), Extraversion, Offenheit für neue Erfahrungen, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit. Diese Merkmale sollen die Persönlichkeit eines Menschen umfassend erfassen. In Bezug auf Führungserfolg zeigen Studien, dass vor allem Extraversion und Gewissenhaftigkeit relevant sind, wobei die Persönlichkeit insgesamt nur einen moderaten Einfluss auf den Führungserfolg hat. Weitere Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle. (vgl. Huf 2020, S. 114 f.) Beispiel: Angenommen, eine Führungskraft ist sehr extrovertiert und gewissenhaft. Sie kommuniziert oft und klar mit ihrem Team und achtet gleichzeitig darauf, Aufgaben pünktlich und organisiert zu erledigen. Diese Eigenschaften unterstützen ihren Führungserfolg, da sie sowohl gut mit Menschen umgehen als auch zuverlässig arbeiten kann. Huf, S. (2020): Personalmanagement. Wiesbaden: Springer Gabler
- Persönlichkeitsmerkmale
Persönlichkeitsmerkmale sind langfristige Neigungen, auf bestimmte Weise zu handeln oder sich zu verhalten. (vgl. Huf 2020, S. 114) Beispiele: Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Selbstdisziplin, Verträglichkeit Huf, S. (2020): Personalmanagement. Wiesbaden: Springer Gabler
- Emergente Führung
Emergente Führung bedeutet, dass die Führungsverantwortung nicht nur bei einer Person, sondern im gesamten Team liegt. Dabei entsteht die Führungsrolle situativ und wird nicht im Voraus festgelegt. Je nach Aufgabe und Situation übernimmt das Teammitglied die Führung, das in diesem Moment am besten geeignet ist, anstatt dass eine feste Führungskraft entscheidet. (vgl. Huf 2020, S. 112) Beispiel: Angenommen, ein Team arbeitet an einem Projekt, und während der Planungsphase übernimmt eine Mitarbeiterin mit viel Erfahrung in Organisation die Führung. Später, bei der technischen Umsetzung, übernimmt ein anderer Kollege mit spezifischem Fachwissen die Leitung, weil er in dieser Phase am kompetentesten ist. Die Führungsrolle wechselt also je nach Situation und Aufgabe. Huf, S. (2020): Personalmanagement. Wiesbaden: Springer Gabler
- Selbstführung
Selbstführung bezeichnet den Ansatz, bei dem Mitarbeiter befähigt werden, ihre Aufgaben eigenständig und autonom zu erledigen. Auch als ermächtigende Führung bekannt, zielt dieser Ansatz darauf ab, die Selbstverantwortung der Mitarbeiter zu fördern, sodass sie eigenständig Entscheidungen treffen können. Die Aufgabe der Führungskräfte besteht darin, diese Fähigkeiten zu unterstützen, um die Mitarbeiter in ihrer Selbstständigkeit zu stärken. (vgl. Huf 2020, S. 111 f.) Beispiel: Ein Vertriebsmitarbeiter, der durch Schulungen und Coaching in der Lage ist, eigenständig Verkaufsstrategien zu entwickeln und Entscheidungen zu treffen, kann seine Kunden selbstständig betreuen, ohne ständig Rücksprache mit seinem Vorgesetzten halten zu müssen. Dadurch wird er ermächtigt, Verantwortung für seine Ergebnisse zu übernehmen und kann flexibel auf die Bedürfnisse seiner Kunden reagieren. Huf, S. (2020): Personalmanagement. Wiesbaden: Springer Gabler
- Führungssubstitute
Führungssubstitute bezeichnen Faktoren, die die direkte Führung durch eine Vorgesetzte oder einen Vorgesetzten teilweise oder vollständig ersetzen können. Dazu zählen beispielsweise Mitarbeiter mit hoher Fachkompetenz und Berufserfahrung, die wenig Anleitung benötigen. (vgl. Huf 2020, S. 111) Beispiel: Ein hochqualifizierter Ingenieur, der über umfangreiche Erfahrung und Fachwissen verfügt, benötigt kaum direkte Anleitung von einem Vorgesetzten, da er eigenständig Entscheidungen treffen und Probleme lösen kann. Huf, S. (2020): Personalmanagement. Wiesbaden: Springer Gabler
- Mitarbeiterführung
Mitarbeiterführung bedeutet, dass Führungskräfte zielgerichtet Einfluss auf das Verhalten ihrer Mitarbeiter nehmen, um deren Leistung und Zufriedenheit zu steigern. Dabei handelt es sich um ein Machtphänomen, da Vorgesetzte in ihrer höheren hierarchischen Position durch ihre Interaktionen das Verhalten der Mitarbeiter steuern, um die Unternehmensziele zu erreichen. (vgl. Huf 2020, S. 108) Beispiel: Angenommen, ein Teamleiter gibt klare Anweisungen und setzt realistische Ziele für seine Mitarbeiter, um die Produktivität im Team zu steigern. Durch regelmäßiges Feedback und Unterstützung sorgt er zudem für eine positive Arbeitsatmosphäre, was die Arbeitszufriedenheit erhöht. Huf, S. (2020): Personalmanagement. Wiesbaden: Springer Gabler


