Überschuldungsstatus
Aktualisiert: 9. Okt.
Der Überschuldungsstatus (Überschuldungsbilanz) ist eine Vermögensübersicht einer Kapitalgesellschaft, bei der dem Vermögen die bestehenden Verbindlichkeiten gegenübergestellt werden. Übersteigen die Verbindlichkeiten das Vermögen, liegt eine Überschuldung vor. Nach § 19 InsO ist dies grundsätzlich ein Eröffnungsgrund für ein Insolvenzverfahren, sofern die Fortführung des Unternehmens nicht überwiegend wahrscheinlich ist. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 233)
Beispiel: Eine Kapitalgesellschaft besitzt Vermögenswerte von 800.000 €, denen Verbindlichkeiten von 1.000.000 € gegenüberstehen. Es besteht somit eine rechnerische Überschuldung von 200.000 €. Ist die Fortführung des Unternehmens nicht überwiegend wahrscheinlich, kann die Überschuldung einen Insolvenzgrund darstellen.
Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen.
3. Auflage. Wiesbaden: Gabler




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