Ökonomische Theorie der Bürokratie
Die ökonomische Theorie der Bürokratie untersucht, wie sich Mitarbeiter in öffentlichen Verwaltungen aufgrund eigener Interessen und Anreize verhalten. Nach Niskanen besteht insbesondere ein Anreiz zur Budgetmaximierung, da ein größeres Budget mit mehr Einfluss, Personal und anderen persönlichen Vorteilen verbunden sein kann. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 445 ff.)
Beispiel: Eine Behörde erhält ein jährliches Budget von 10 Mio. €. Die Verwaltungsmitarbeiter haben einen Anreiz, ein möglichst großes Budget zu erhalten und zusätzliche Aufgaben zu übernehmen. Dadurch kann die Behörde wachsen, obwohl die zusätzlichen Leistungen möglicherweise nicht unbedingt benötigt werden.
May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag




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