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Zwischenkalkulation

10. Okt.
1 Min. Lesezeit

Die Zwischenkalkulation oder Mitkalkulation bezeichnet eine Kalkulation, die während des Produktionsprozesses durchgeführt wird, um die Istkosten eines bereits abgeschlossenen Produktionsabschnitts zu ermitteln. Sie wird besonders bei Gütern mit langer Herstellungsdauer eingesetzt, beispielsweise im Schiffbau oder Großanlagenbau. Sie dient der Bilanzbewertung, der Betriebskontrolle und der Unterstützung betrieblicher Entscheidungen. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 268)


Beispiel: Ein Unternehmen baut ein Schiff, dessen Fertigstellung zwei Jahre dauert. Nach dem ersten Produktionsabschnitt werden die bisher angefallenen Materialkosten von 200.000 €, die Fertigungslöhne von 120.000 € und die Gemeinkosten von 80.000 € ermittelt. Die Istkosten des Abschnitts betragen insgesamt 400.000 €. Diese Zwischenkalkulation hilft, den bisherigen Produktionsfortschritt zu bewerten, die tatsächlichen Kosten mit den Plankosten zu vergleichen und über die weitere Produktionsplanung zu entscheiden.


Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen.

3. Auflage. Wiesbaden: Gabler

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