Zukunftsverzerrung
Die Zukunftsverzerrung beschreibt einen Beurteilungsfehler in der Personalentwicklung, bei dem zukünftige Anforderungen mit den Maßstäben und Vorstellungen der Gegenwart bewertet werden. Dabei werden zukünftige Aufgaben so lange umgedeutet, bis sie zum aktuell erwarteten Potenzial einer Person passen, was zu einer realitätsfernen Einschätzung führen kann. (vgl. Oechsler/Paul, 2024, S. 535 f.)
Beispiel: Ein Unternehmen sucht eine Führungskraft für ein künftiges, international ausgerichtetes Projekt. Statt die dafür nötigen interkulturellen Kompetenzen zu bewerten, orientiert sich der Personaler an den aktuellen Stärken des Kandidaten im nationalen Markt und geht davon aus, dass diese auch für das internationale Umfeld ausreichen werden.
Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg




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