Zinsüberschuss
Der Zinsüberschuss ist die Differenz zwischen Zinserträgen (einschließlich laufender Erträge aus Aktien, Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen) und Zinsaufwendungen einer Periode. Die Kennzahl in Prozent des Vorjahres zeigt, wie stark sich der Zinsüberschuss im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Ein Wert über 100 % bedeutet, dass die Bank ihren Zinsüberschuss steigern konnte. (vgl. Botsis et al. 2015, S. 99)
Beispiel: Im vergangenen Jahr erzielte eine Bank Zinserträge von 12 Mio. € und musste Zinsaufwendungen von 4 Mio. € zahlen, sodass der Zinsüberschuss 8 Mio. € betrug. In diesem Jahr stiegen die Zinserträge auf 13 Mio. € bei gleichbleibenden Zinsaufwendungen, wodurch sich der Zinsüberschuss auf 9 Mio. € erhöhte. Das entspricht einer Steigerung des Zinsüberschusses um 12,5 % im Vergleich zum Vorjahr, was auf ein wachsendes Ertragspotenzial der Bank hinweist.
Botsis, D.; Hansknecht, S.; Hauke, C.; Janssen, N.; Kaiser, B.; Rock, T. (2015): Kennzahlen und Kennzahlensysteme für Banken. Wiesbaden: Springer Gabler




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