Zinsaufwandsspanne
Die Zinsaufwandsspanne zeigt, wie viel Zinskosten eine Bank im Durchschnitt für ihre Refinanzierung zahlen musste. Dafür wird der gesamte Zinsaufwand ins Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme gesetzt. Ein Anstieg der Spanne deutet darauf hin, dass sich die Refinanzierung der Bank verteuert hat – zum Beispiel, weil Marktzinsen gestiegen sind oder sich die Bonität der Bank verschlechtert hat. (vgl. Botsis et al. 2015, S. 76)
Beispiel: Eine Bank hat im vergangenen Jahr Zinsaufwendungen von 900.000 € und eine durchschnittliche Bilanzsumme von 60 Mio. €. Teilt man den Zinsaufwand durch die Bilanzsumme und multipliziert mit 100, ergibt sich eine Zinsaufwandsspanne von 1,5 %. Das bedeutet, dass die Bank im Durchschnitt 1,5 % Zinsen für die Gelder zahlen musste, mit denen sie sich refinanziert hat.
Botsis, D.; Hansknecht, S.; Hauke, C.; Janssen, N.; Kaiser, B.; Rock, T. (2015): Kennzahlen und Kennzahlensysteme für Banken. Wiesbaden: Springer Gabler




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