Zins-Swap
- Andreas Armster

- 7. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Ein Zins-Swap ist ein Finanzgeschäft, bei dem zwei Vertragspartner über einen festgelegten Zeitraum regelmäßig Zinszahlungen austauschen. Dabei zahlt eine Partei einen festen Zinssatz, während die andere einen variablen Zinssatz entrichtet. Der Kapitalbetrag, auf den sich die Zinsen beziehen, wird dabei in der Regel nicht getauscht und dient nur als Berechnungsgrundlage. Ziel eines Zins-Swaps ist es, Zinsrisiken zu steuern oder zu verändern, z. B. fixe Zinskosten in variable umzuwandeln oder umgekehrt. Die Zahlungen erfolgen direkt zwischen den Partnern, ohne Börse, und können individuell vereinbart werden. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 435 ff.)
Beispiel: Ein Unternehmen hat einen variabel verzinsten Kredit über 10 Mio. € aufgenommen, erwartet aber steigende Zinsen und möchte seine Zinskosten stabilisieren. Es schließt einen Zins-Swap ab, bei dem es einen festen Zinssatz von 3 % zahlt und im Gegenzug den variablen Zinssatz auf den Kredit erhält. So tauscht das Unternehmen seine variablen Zinszahlungen gegen feste Zahlungen und schützt sich gegen steigende Zinsen.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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