Zeitbezugsmethode
Die Zeitbezugsmethode bezeichnet eine Methode zur Fremdwährungsumrechnung im Konzernabschluss, bei der unterschiedliche Wechselkurse je nach Art und zeitlichem Bezug der Bilanzposten verwendet werden. Anschaffungswerte werden grundsätzlich zum historischen Kurs, liquide Posten zum Stichtagskurs und Zukunftsposten zum erwarteten Kurs ihres Realisationszeitpunkts umgerechnet. Bei historischen Kursen ist für Vermögensgegenstände das Niederstwertprinzip und für Verbindlichkeiten das Höchstwertprinzip zu beachten. Rückstellungen werden mit ihrem zum Stichtagskurs umgerechneten Tageswert angesetzt. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 264)
Beispiel: Eine ausländische Tochtergesellschaft weist eine Maschine aus, die für 100.000 US-Dollar angeschafft wurde. Zum damaligen Kurs von 1 € = 1,10 US-Dollar beträgt der historische Wert rund 90.909 €. Ein Bankguthaben von 10.000 US-Dollar wird dagegen bei einem Stichtagskurs von 1 € = 1,00 US-Dollar mit 10.000 € umgerechnet. So werden je nach Bilanzposten unterschiedliche Wechselkurse angewendet.
Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen.
3. Auflage. Wiesbaden: Gabler




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