Wohlmeinende Diktator
Der wohlmeinende Diktator ist ein theoretisches Gedankenexperiment der Ökonomie: Er beschreibt einen allwissenden, vollkommen selbstlosen Entscheider, der ausschließlich das gesellschaftliche Wohl maximiert. Er kennt alle Präferenzen, Fähigkeiten und Produktionsmöglichkeiten, nutzt Ressourcen effizient und verteilt Güter so, dass die gesamtgesellschaftliche Wohlfahrt maximal ist. Er dient als Idealvergleich, nicht als Beschreibung realer politischer Systeme. (vgl. Roth 2021, S. 149 f.)
Beispiel: Ein wohlmeinender Diktator weiß genau, wie viel Brot und Wohnraum jede Person benötigt und welche Betriebe am effizientesten produzieren. Er lässt Brot dort herstellen, wo es mit den geringsten Ressourcen möglich ist, und verteilt es so, dass niemand hungert und niemand Überschuss hortet. Ziel ist allein, die Gesamtwohlfahrt der Gesellschaft zu maximieren; nicht Gewinn, Macht oder persönliche Vorteile.
Roth, S. J. (2021): VWL für Einsteiger. 6. Auflage. München: UVK Verlag




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