Wissensgenerierung
- Andreas Armster

- 5. Aug. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Wissensgenerierung bezeichnet nach Nonaka und Takeuchi den dynamischen Prozess der Entstehung neuen Wissens durch die Interaktion von implizitem und explizitem Wissen. Dieser Prozess erfolgt über vier Umwandlungsformen – Sozialisation, Externalisierung, Kombination und Internalisierung – und wird als Wissensspirale beschrieben, in der individuelles Wissen schrittweise in kollektives Organisationswissen überführt wird. Ziel ist es, durch kontinuierliche Wissensgenerierung Innovation und Lernen in Organisationen zu fördern. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 499 ff.)
Beispiel: Ein erfahrener Techniker erklärt einem neuen Kollegen durch gemeinsames Arbeiten (Sozialisation), wie er Maschinen effizient wartet. Anschließend wird dieses implizite Wissen in einem Handbuch festgehalten (Externalisierung). Dieses Handbuch wird mit anderen Anleitungen kombiniert und als umfassende Wartungsrichtlinie verbreitet (Kombination). Neue Mitarbeiter lesen die Richtlinie, wenden sie praktisch an und verinnerlichen die Inhalte (Internalisierung). Dadurch entsteht neues organisationales Wissen.
Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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