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Wertmäßige Kosten

10. Okt.
1 Min. Lesezeit

Wertmäßige Kosten sind ein auf E. Schmalenbach zurückgehender Kostenbegriff, der den leistungsbezogenen Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen bewertet. Anders als bei pagatorischen Kosten ist die Geldbewertung nicht allein durch tatsächliche Auszahlungen bestimmt, sondern hängt von den Zielen des Entscheidungsträgers und den verfügbaren Informationen ab. Maßgeblich ist dabei der Nutzen der besten nicht gewählten Verwendungsmöglichkeit. Sind Einsatzgüter knapp, können neben den Anschaffungsauszahlungen auch Opportunitätskosten berücksichtigt werden. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 257)


Beispiel: Ein Unternehmen besitzt einen Rohstoff, den es ursprünglich für 1.000 € gekauft hat. Für einen neuen Auftrag könnte es ihn verwenden, alternativ aber mit einem anderen Auftrag einen zusätzlichen Erlös von 1.400 € erzielen. Wird der Rohstoff für den neuen Auftrag eingesetzt, können neben den Anschaffungskosten auch die entgangenen 1.400 € als Opportunitätskosten relevant sein, da diese die beste alternative Verwendung darstellen.


Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen.

3. Auflage. Wiesbaden: Gabler

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