Werteverzehr
Werteverzehr ist ein Begriff der Kostentheorie und bezeichnet den vollständigen oder teilweisen Verlust der Fähigkeit von Wirtschaftsgütern, zur Erstellung betrieblicher Leistungen beizutragen. Er ist neben der Leistungsbezogenheit ein wesentliches Merkmal der Mengenkomponente wertmäßiger Kosten. Wirtschaftsgüter können dabei physische Güter oder Dienstleistungen sein. Je nach Art des Werteverzehrs unterscheidet man zwischen Verbrauchsgütern, die aufgebraucht werden, und Gebrauchsgütern, deren Nutzung sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 257)
Beispiel: Ein Produktionsunternehmen verbraucht Rohmaterial im Wert von 2.000 € zur Herstellung von Produkten. Das Material verliert dabei seine ursprüngliche Substanz und wird vollständig verbraucht. Eine Maschine im Wert von 50.000 € wird dagegen über mehrere Jahre genutzt. Ihr Werteverzehr entsteht schrittweise durch die Nutzung und wird beispielsweise durch jährliche Abschreibungen von 5.000 € erfasst.
Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen.
3. Auflage. Wiesbaden: Gabler




Kommentare