Walter Eucken
Walter Eucken (1891–1950) war ein deutscher Volkswirtschaftler und Begründer der Freiburger Schule. Er kritisierte den staatlichen Interventionismus und vertrat die Auffassung, dass der Staat nicht direkt in den Wettbewerb eingreifen, sondern durch eine marktkonforme rechtliche Rahmenordnung einen funktionierenden Wettbewerb sicherstellen sollte. Dadurch sollten beispielsweise Kartelle und Monopole verhindert und die Selbstzerstörungstendenzen der Marktwirtschaft begrenzt werden. Seine Ideen beeinflussten die deutsche Wirtschaftspolitik der Nachkriegszeit, insbesondere Ludwig Erhard. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 218 f.)
Beispiel: Angenommen, einige große Unternehmen schließen sich zu einem Kartell zusammen und sprechen gemeinsam die Preise ab. Nach Euckens Vorstellung sollte der Staat nicht selbst die Preise festlegen, sondern durch Wettbewerbsregeln verhindern, dass solche Kartelle den Wettbewerb ausschalten. Dadurch bleibt der Wettbewerb erhalten und die Marktwirtschaft kann besser funktionieren.
May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag




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