Wahlparadoxon
Das Wahlparadoxon beschreibt den scheinbaren Widerspruch, dass es für einzelne Bürger rational kaum sinnvoll ist, wählen zu gehen, weil die Wahrscheinlichkeit, mit der eigenen Stimme den Wahlausgang zu beeinflussen, extrem gering ist, dennoch aber viele Menschen an Wahlen teilnehmen. (vgl. Roth 2021, S. 242 f.)
Beispiel: Ein einzelner Wähler überlegt am Wahltag, ob er zur Bundestagswahl gehen soll. Der Weg zum Wahllokal kostet ihn Zeit und Mühe, während ihm klar ist, dass seine einzelne Stimme bei Millionen anderer Stimmen das Wahlergebnis praktisch nicht verändern wird. Trotzdem geht er wählen, etwa weil er das Gefühl hat, seine demokratische Pflicht zu erfüllen oder weil er es wichtig findet, Teil des politischen Prozesses zu sein.
Roth, S. J. (2021): VWL für Einsteiger. 6. Auflage. München: UVK Verlag




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