Vorgedachte Rationalität
Vorgedachte Rationalität bezeichnet den Umstand, dass wissenschaftliche Methoden bereits ausgearbeitete Denklogiken und Vorgehenslogiken enthalten, auf die Forschende zurückgreifen können. Sie müssen grundlegende Entscheidungen über ein rationales Vorgehen nicht jedes Mal neu treffen, sondern nutzen bewährte, strukturierte Regeln zur Erkenntnisgewinnung. (vgl. Bea/Göbel 2019, S. 53)
Beispiel: Der Forscher muss nicht selbst überlegen, wie man Fragebögen sinnvoll gestaltet oder die Ergebnisse statistisch auswertet, sondern nutzt standardisierte Methoden, die sich in der Praxis bewährt haben, wie Likert-Skalen zur Bewertung von Aussagen und Regressionsanalysen zur Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Variablen.
Bea, F. X.; Göbel, E. (2019): Organisation. Theorie und Gestaltung. 5. Auflage. München: UVK Verlag




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