Vollkommener Kapitalmarkt
- Andreas Armster

- 3. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Ein vollkommener Kapitalmarkt ist ein theoretisches Modell, auf dem Kapital homogen ist, alle Marktteilnehmer über vollständige Informationen verfügen, keine Transaktionskosten oder Steuern anfallen, Zinssätze für Anlage und Aufnahme identisch sind und beliebige Kapitalmengen zu einem einheitlichen Zinssatz gehandelt werden können. Auf einem solchen Markt können Investitionsentscheidungen, Finanzierungsentscheidungen und Konsumentscheidungen unabhängig voneinander getroffen werden. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 15 ff.)
Beispiel: Ein theoretischer Markt, auf dem ein Unternehmen unbegrenzt Geld zu 5 % Zinsen aufnehmen oder anlegen kann, alle Marktteilnehmer die gleichen Informationen über künftige Zinsen und Risiken haben und keine Gebühren oder Steuern anfallen. Dadurch kann das Unternehmen Investitionsentscheidungen treffen, ohne sich Gedanken über Finanzierungskosten oder Informationsdefizite machen zu müssen.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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